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Saar-Hunsrück-Steig als Chance für Hotellerie und Gastronomie

Über 70 Gäste folgten der Einladung des Naturpark Saar-Hunsrück e. V. und der IHK’s Koblenz, Saarland und Trier nach Reinsfeld in die Kulturhalle. Unter dem Motto „Standortvorteil Naturpark“ diskutierten Tourismusakteure und Vertreter des Hotellerie- und Gastronomiegewerbes die Chancen für die weitere touristische Entwicklung in Verbindung mit dem neuen Saar-Hunsrück-Steig.

Unter Moderation von Gerald Kessler, Studioleiter des SWR Trier, präsentierte Christoph Würflein vom Naturpark  Altmühltal seine Erkenntnisse rund um den Naturpark als touristische Destination. „Ein Naturpark ist nicht nur ein Gütesiegel für eine weitgehend intakte Natur, sondern bringt auch Gäste und damit Verdienstmöglichkeiten in die Region“, so Christoph Würflein. Dementsprechend profitiert der Tourismus vom Naturpark als einem Imagefaktor. So werden im Naturpark Altmühltal bereits seit Anfang der 90er Jahre ruhige, naturbezogene Tourismusformen gefördert. Als ergänzende Segmente zum reinen Wandertourismus werden aber auch der Tages- sowie der Kur- und Wellnesstourismus vorangetrieben. Seinen Erfahrungen vom Altmühltal Panoramweg zufolge, ist eine möglichst naturnahe Routenführung mit unterschiedlichen Landschaftstypen und Kulturdenkmälern Voraussetzung für den Erfolg eines Wandersteiges.

Profil als „Wandergastgeber“ anstreben

Ein zweites Schwerpunktthema bildete das Gütesiegel „Qualitätsgastgeber Wanderbares Deutschland“, das Sven Büchler vom Deutschen Wanderverband präsentierte. Mit dem Gütesiegel legt der Deutsche Wanderverband deutschlandweite Standards für Wandergastgeber fest und bietet damit dem Wandergast eine transparente Orientierungs- und Entscheidungshilfe bei der Wahl seines Reiseziels. Gleichzeitig können die Wanderdestinationen ihre ausgezeichneten Qualitätsgastgeber als Wettbewerbsvorteil nutzen. Bislang wurden bereits 600 dieser „Qualitätsgastgeber Wanderbares Deutschland ausgezeichnet“.

Einer davon ist Peter Grobbel, Geschäftsführer des Landhauses Wittgenstein, der im Anschluss seine Erfahrungen als Qualitätsgastgeber am Rothaarsteig schilderte. Nicht nur eine positive Einstellung zum Wandern, sondern auch die Kompetenz eines Betriebes sind wesentliche  Punkte, die ein Wanderhotel auszeichnen. Grobbel machte außerdem deutlich, dass es wichtig ist Kooperationen zu gründen, d.h. sich mit den Nachbarbetrieben  am Steig zu verbünden und gemeinsam Programme oder Pauschalangebote zu gestalten.  In seinem Landgasthaus sind die Übernachtungen seit der Eröffnung des Rothaarsteigs kontinuierlich gestiegen. In diesem Jahr konnte er bereits über 1200 Übernachtungen allein durch Wanderer verzeichnen. Sich auf die  Bedürfnisse und Ansprüche der Zielgruppe Wandergäste einzustellen, ist seiner Ansicht nach sehr lohnenswert.

In der anschließenden Podiumsdiskussion wurde deutlich, dass im Bereich Wandertourismus mit relativ wenig Aufwand eine Steigerung der Wertschöpfung möglich ist. Für die Region gilt es, sich aus eigenen Potentialen heraus zu entwickeln, indem bereits vorhandene Kapazitäten besser genutzt werden. Wichtig ist, dass sich die Betriebe an die neue Zielgruppe Wanderer anpassen und bereits existierende Angebote sinnvoll verknüpft werden. Letztendlich hat der Saar-Hunsrück-Steig nicht nur einen Mehrwert für Touristen und Wirtschaft sondern auch für die eigene Bevölkerung in der Region.