Offizielles Internetangebot der IHK Trier


16.02.2018

Kaufmann/-frau im E-Commerce ab Sommer 2018 - Update

IHK informiert über neuen Ausbildungsberuf
Die Prozesse in und zwischen Unternehmen werden immer digitaler. Auch an den Schnittstellen zum privaten Endkunden kommen immer häufiger digitale Lösungen zum Einsatz. Fast die Hälfte der auf diese Weise aktiven Unternehmen beklagt nach Umfragen, dass das fehlende Know-How der eigenen Mitarbeiter langfristig einem weiteren Wachstum im Wege stehen wird.

Die IHK-Organisation reagiert gemeinsam mit Fachverbänden und Unternehmensvertretern auf diese Situation und hat den neuen Ausbildungsberuf Kaufmann/-frau im E-Commerce entwickelt. Der neue Beruf wendet sich in erster Linie an den Handel, aber  Ausbildungsunternehmen können auch aus folgenden Branchen kommen: Logistikdienstleister, Tourismuswirtschaft sowie allgemein Dienstleistungsanbieter oder Hersteller, die ihre Angebote online vertreiben.

Die Ausbildungsverordnung für den neuen Beruf ist am 18. Dezember 2017 im Bundesanzeiger erschienen. Damit steht nun endgültig fest, dass mit den ersten Ausbildungsverträgen zum 1. August 2018 begonnen werden kann.

Projektarbeit und Kundenkommunikation
Die IHK Trier hat dies zum Anlass genommen interessierte Vertreter von Unternehmen und Institutionen zu einer Informationsveranstaltung einzuladen. Katharina Weinert vom Handelsverband Deutschland e.V., die als Sachverständige und Federführerin der Arbeitgeberseite den Verordnungsprozess komplett begleitet hat, stellte detailliert die Inhalte vor. (Die Präsentation der Veranstaltung können Sie gerne bei Herrn Jürgen Thomas (siehe Kontakt rechts) erfragen. Gerne senden wir Ihnen diese zu.

So findet der Erwerb der Kompetenzen über drei Jahre an den Lernorten Ausbildungsbetrieb und Berufsschule statt. Kaufleute im E-Commerce wählen Vertriebskanäle aus und setzen diese ein. Sie analysieren das Verhalten der Nutzer, kooperieren mit Dienstleistern und sind mit rechtlichen Regelungen wie Wettbewerbsrecht, Urheberrecht und Datenschutz vertraut. Sie organisieren die Beschaffung und das Einstellen von Produktdaten in kundenfreundlicher Form. Sie legen Angebotsregeln fest, wählen Bezahlsysteme aus. Die zukünftigen Fachkräfte erlernen die Planung, Durchführung und Auswertung von Projekten. Zusätzliche Schwerpunkte legt die Ausbildung auf die Kundenkommunikation über unterschiedliche Kanäle, die Vorbereitung und Durchführung von Maßnahmen des Online-Marketings sowie die Anbahnung und Abwicklung von Online-Waren- und Dienstleistungsverträgen. Ein weiterer Aspekt ist der Umgang mit englischsprachigen Informationen.

Schulstandort in der Region Trier?
Von besonderer Bedeutung für die anwesenden Unternehmensvertreter war die Frage nach möglichen Schulstandorten, idealerweise direkt in der Region Trier. Ralf Britten von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier stellte die Kriterien für die Festlegung von Schulstandorten in neuen Berufsbildern vor. So sei die Entscheidung letztlich von der Anzahl der Verträge und der räumlichen Verteilung der aktiven Ausbildungsbetriebe abhängig. Folglich müsse es das Ziel schon mit Beginn des Ausbildungsjahres 2018 sein, möglichst viele Ausbildungsverträge  zu haben. Eine endgültige Entscheidung stehe aufgrund des frühen Zeitpunktes im Einführungsprozess derzeit noch nicht fest. Es wurde jedoch vereinbart, dass die IHK Trier die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion über den jeweils aktuellen Bestand an neuen Ausbildungsverträgen unterrichtet, erstmalig zum 15. März 2018.

Voraussetzungen für die Ausbildung
Die Veranstaltung wurde abgerundet durch die Information, welche Voraussetzung ein Unternehmen erfüllen muss, damit es mit der Ausbildung im neuen Ausbildungsberuf beginnen kann. Ausbildungsberater Jürgen Thomas erläuterte, dass die unternehmerischen Strukturen dazu geeignet sein müssen, die durch die Ausbildungsverordnung definierten Mindestinhalte im Betrieb vermitteln zu können. Kann dies nicht vollständig gewährleistet werden, dann könnte durch Kooperation mit einem anderen Unternehmen Abhilfe geschaffen werden. Darüber hinaus bedarf es eines verantwortlichen Ausbilders, der eine mehrjährige einschlägige Berufspraxis im Bereich E-Commerce nachweisen kann. Ergänzt werden muss das Kompetenzprofil des Ausbilders durch den Nachweis der arbeits-und berufspädagogischen Eignung (Ausbilderprüfung). Falls diese bei Ausbildungsbeginn noch nicht vorliegt, so kann sie nach vorheriger Absprache mit der IHK innerhalb maximal eines Jahres nachgeholt werden.

Vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung waren sich alle Anwesenden einig, dass es der Region Trier gut zu Gesicht stehen würde, von Anfang an bei diesem Ausbildungsberuf dabei zu sein.

Haben Sie Interesse am neuen Beruf Kaufmann/-frau im E-Commerce? Möchten Sie in Ihrem Unternehmen in diesem neuen Berufsbild mit der Ausbildung starten? Dann vereinbaren Sie noch im März einen Beratungstermin mit Herrn Jürgen Thomas (siehe Kontakt rechts).



Ansprechpartner

Jürgen Thomas
Ausbildung
Tel.: (06 51) 97 77-3 30
Fax: (06 51) 97 77-3 05
E-Mail: thomas@trier.ihk.de