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01.06.2014

„Nur wer sich engagiert, bestimmt mit!“

IHK-Wahl: Vertreter der Region Trier betonen Chancen der unternehmerischen Selbstverwaltung

In nur wenigen Monaten ist es so weit: Dann wählen die IHK-Mitgliedsunternehmen ihre Vollversammlung für die nächsten fünf Jahre und nehmen so Einfluss auf die vielen wichtigen Themen, die unsere regionale Wirtschaft bewegen. Wir haben in der Region nachgefragt, warum die Selbstverwaltung ein Vorteil ist, warum sich das ehrenamtliche Engagement lohnt und welche Anliegen und Projekte in den vergangenen Jahren von außen besonders wahrgenommen und geschätzt wurden.

Klaus Jensen, Oberbürgermeister der Stadt Trier und Vorsitzender der Initiative Region Trier e.V.:
„Müssen alle alles machen? Nein, dafür gibt es gewählte Gremien, die die Interessen ihrer Mitglieder vertreten. Mutig, offen, nach vorne weisend. Natürlich auch grenzüberschreitend, neue Strukturen mitgestaltend, die Politik begleitend. So wird die Wirtschaft im Trierer Raum fit für die Zukunft und besteht im globalen Konkurrenzkampf.

Als Oberbürgermeister der Stadt Trier und Vorstandsvorsitzender der Initiative Region Trier e.V. weiß ich, dass das ehrenamtliche Engagement, in demokratischen Strukturen eingebettet, durch nichts zu ersetzen ist. Ich wünsche auch der nächsten IHK-Vollversammlung ein glückliches Händchen bei der Bewältigung der neuen Herausforderungen.“

Christian Heuschreiber, Vorsitzender des Kreises Junger Unternehmer Trier:
„Sowohl in der IHK-Vollversammlung als auch im KJU haben wir als Unternehmer die Chance, aber auch die Aufgabe, uns wirtschafts- und gesellschaftspolitisch zu engagieren. In diesen Gremien können wir gemeinsam unsere Wirtschaft selbst gestalten und unsere Region voranbringen. Ein unschätzbarer Vorteil, den wir nutzen müssen! Nicht ohne Grund sind viele KJU-Mitglieder schließlich in IHK-Ausschüssen oder der Vollversammlung aktiv.

Fachkräftesicherung ist ein Thema, das uns früher oder später alle betrifft und das dem KJU besonders am Herzen liegt. Dass sich die IHK Trier hier verstärkt einsetzt und regionalen Unternehmen weiterhilft, heißen wir gut.“

Sabine Plate-Betz, Geschäftsführerin der Vereinigung Trierer Unternehmen in der Region Trier:
„Die Selbstverwaltung stellt das Fundament für die Formulierung konkreter unternehmerischer Anliegen dar. Der Einsatz in der Gemeinschaft führt zur Solidarität untereinander und verleiht unternehmerischen Interessen eine Durchsetzungsstärke, die der Einzelne allein nicht bewirken kann. Dies hat sich insbesondere in der Verkehrspolitik, allem voran beim A 1-Lückenschluss, bewiesen. Daneben trägt das ehrenamtliche Engagement zur Identifikation mit wirtschaftlichen Belangen und ihren aktiven Mitgestaltung bei.“

Rudi Müller, Präsident der Handwerkskammer Trier:
Wer soll die Interessen der Unternehmen vertreten? Wer soll festlegen, wie die Lehrlinge ausgebildet und die Fachkräfte weiter qualifiziert werden? Wer soll das Beratungs- und Leistungsangebot für die Betriebe bestimmen? Nicht der Staat, sondern die Unternehmer wissen selbst am besten, welche Unterstützung sie brauchen, um erfolgreich am Markt zu agieren und damit Arbeits- und Ausbildungsplätze zu schaffen. Unsere große Herausforderung ist der demografische Wandel. Die Kammern mit Ehren- und Hauptamt müssen sich darum kümmern, dass die Unternehmen auch in Zukunft mit Fachkräften versorgt werden. Die Aufgaben der Selbstverwaltung werden also immer wichtiger. Nur wer sich im Ehrenamt engagiert, bestimmt hier mit.“




Info

Blickpunkt Wirtschaft
Artikelart: Wirtschaftstrends
Ausgabe: Juni 2014