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01.03.2014

Schlaglichter zur IHK-Vollversammlungswahl

Diese Themen haben sie in den vergangenen Jahrzehnten bewegt

Die Unternehmen reden mit. Sie mischen sich ein. Sie entscheiden. So lässt sich die Arbeit der Vollversammlung der IHK Trier in den vergangenen Jahrzehnten umschreiben. Mit welchen Themen sie sich befasst, worüber sie diskutiert und manchmal auch gestritten hat, zeigt diese bunte Reise durch die Themenfelder, exemplarisch ausgewählt. Der Beweis, wie wichtig das Gremium für die Wirtschaft in der Region ist – und warum es sich lohnt, sich an der Wahl in diesem Jahr zu beteiligen. Vom 22. September bis zum 15. Oktober 2014 wählen die Unternehmen das Parlament der Wirtschaft. Mit dieser Serie rund um die IHK-Vollversammlung begleiten wir dieses wichtige Ereignis, damit wir weiter gemeinsam viel für die Region Trier erreichen.

ROYALE ZEITEN…
1855 wurde die erste Vollversammlung in Trier gewählt – nachdem ein königlicher Erlass die rechtlichen Grundlagen für die Gründung einer Handelskammer für die Stadt Trier geschaffen hatte.
 
HOHE ZIELE…
setzten sich die ehrenamtlichen Mitglieder von Beginn an. Zum Beispiel die Förderung der gewerblich-industriellen Entwicklung der Region sowie des hiesigen Handels. Unternehmen und Kammer bringen ihre Expertise und Standpunkte auf zahlreichen Feldern ein: Flächennutzung, Infrastruktur, Wirtschaftsförderung, Unternehmensgründungen, Standortmarketing, Bürokratieabbau, attraktive Innenstädte, fairer Wettbewerb, gut ausgebildete Mitarbeiter und vieles mehr. Immer unter der Prämisse, gemeinsam mit einer starken Stimme für die Region zu sprechen und die Akteure an einen Tisch zu bringen, um übergreifende Konzepte zu gestalten und Flickschusterei zu verhindern.

Wofür die Vollversammlung einsteht, zeigen zahlreiche in den vergangenen Jahrzehnten verabschiedete Resolutionen – beispielsweise zur Bildungspolitik, zur Ansiedlung großflächiger Einzelhandelsbetriebe oder zur wirtschaftlichen Situation in der Region Trier –, das Einzelhandels- sowie das Verkehrsleitbild und Positionspapiere unter anderem zur Steuer- oder Energiepolitik.

DER LIEBE VERKEHR…
bot für die Unternehmer schnell Zündstoff. Schon in ihrem ersten Jahresbericht sprachen sie die schlechte Verkehrsanbindung der Stadt an und setzten sich für den Bau einer Eisenbahnverbindung Saarbrücken - Trier - Luxemburg ein. 1861 folgte die Forderung einer Bahnverbindung Namur - Köln - Bingen - Saarbrücken mit mehreren Diagonalen über Trier. Von 1883 an stand immer wieder der Ausbau der Wasserverkehrswege Mosel und Saar auf der Tagesordnung, und, und, und. Die Verkehrsanbindung zieht sich wie ein roter Faden durch die IHK-Arbeit: vom Bau der A 60 zwischen Wittlich und Bitburg bis hin zum Hochmoselübergang, den A 1-Lückenschluss und den Trierer Hafen – immer galt und gilt es, die Region möglichst gut anzubinden.

DIE AUSBILDUNG…
war ebenfalls von Beginn an ein Kernthema der Kammer. Ziel damals wie heute: qualifizierte, motivierte Mitarbeiter und Führungskräfte. Seit den 70er-Jahren gibt es Kampagnen für die berufliche Bildung und setzt sich die Kammer im Sinne der Unternehmen für eine bessere Ausbildungssituation ein. Gleiches gilt für die Weiterbildung. So beschloss die Vollversammlung (VV) beispielsweise 1984 die Errichtung eines IHK-Fortbildungszentrums.  

DIE WEINKAMMER…
Die regionale Weinwirtschaft zu fördern und zu unterstützen, war und ist das Ziel vieler VV-Entscheidungen. Schon früh setzte sich die Kammer für eine Gesetzgebung in Land, Bund und Europa ein, die den Bedürfnissen der Branche nachkommt. Den Weinausschuss gibt es seit 1976. 1998 wurde er zum landesweiten IHK-Fachausschuss. Stets eng verknüpft sind die Felder Wein, Kultur und Tourismus. Der Fremdenverkehrsausschuss arbeitet seit 1979 daran, die Region als Urlaubsdestination weiterzuentwickeln und zu vermarkten.

ZUG UM ZUG…
änderte sich mehrmals der Sitz der Kammer und damit auch der Sitzungen: ab 1905 in der Kaiserstraße, ab 1957 am Kornmarkt. 1994 erteilte dann die Vollversammlung Präsidium und Geschäftsführung den Auftrag, Vorbereitungen für den Umzug an den neuen Standort Castelforte zu treffen. 1997 beschloss sie den Bauhaushalt – und 1999 wurden die Umzugskartons gepackt. Willkommen in der Herzogenbuscher Straße 12. Wo die VV weiter diskutiert, mitredet und entscheidet.



Info

Blickpunkt Wirtschaft
Artikelart: Wirtschaftstrends
Ausgabe: März 2014




Autor

Ursula Bartz
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