Offizielles Internetangebot der IHK Trier


01.05.2017

Sparkasse EMH mit gutem Ergebnis

Der Vorstand der Sparkasse Mittelmosel – Eifel Mosel Hunsrück zeigt sich vor dem Hintergrund schwieriger Bedingungen zufrieden mit dem Geschäftsjahr 2016 und weist auf drei wesentliche Trends hin. Erstens: Trotz niedrigster oder gar Nullzinsen vertrauten die Kunden deutlich mehr Einlagen an. Zweitens: Sowohl im Privatkundengeschäft als auch bei den gewerblichen Kunden waren im Kreditgeschäft die Neuausleihungen gegenüber dem Vorjahr höher. Drittens: Die Sparkasse hat ihre Zugangswege grundlegend umgebaut. Das Geschäftsstellennetz wurde den veränderten Kundenanforderungen angepasst, die medialen Zugangswege massiv ausgebaut und die digitalen Fähigkeiten deutlich gesteigert.

Die Bilanzsumme der Sparkasse betrug zum 31. Dezember 2016 insgesamt 2.646 Millionen Euro, 9 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Das Kundengeschäftsvolumen konnte sogar um 83 Millionen Euro auf 4.280 Millionen Euro gesteigert werden.

Insgesamt sind die Einlagen um 53 Millionen Euro oder 3 Prozent gewachsen. Sie überschreiten damit erstmals 2 Milliarden Euro. Darüber hinaus halten die Kunden Wertpapiere in Höhe von 611 Millionen Euro, ein Nettozuwachs von 38 Millionen Euro.

Die Kundenkredite wurden mit 1.632 Millionen Euro auf Vorjahresniveau gehalten. Das Neuausleihgeschäft konnte 2016 mit 308 Millionen Euro deutlich ausgeweitet werden (+ 39 Millionen Euro). Angesichts fehlender Margen entwickelte sich lediglich das Kommunalkreditgeschäft stark rückläufig (- 20 Millionen Euro).

Im Zinsüberschuss zeigen sich deutliche geldpolitisch bedingte und damit unvermeidbare Bremsspuren. Der Überschuss beträgt 51 Millionen Euro. Das sind 2,4 Millionen Euro weniger als 2015. Deutliche Steigerungen sind mit 0,8 Millionen Euro auf 18,2 Millionen Euro beim Provisionsüberschuss zu verzeichnen.

Mit 25,8 Millionen Euro oder 0,97 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme lag das Betriebsergebnis aus dem operativen Geschäft um rund 1,0 Million Euro unter dem Vorjahresergebnis. Das bedeutet: Von den zwangsläufigen Zinseinbußen von 2,4 Millionen Euro konnte die Sparkasse rund 60 Prozent durch eigene Anstrengungen ausgleichen.

Neben der ungünstigen Geld- und Zinspolitik sind das stark veränderte Kundenverhalten und die rasch fortschreitende Digitalisierung die zweite große Herausforderung. Daher hat die Sparkasse ihre Zugangswege neu ausbalanciert. Die regionale Geschäftsstelle ist künftig noch stärker der Ort qualifizierter und übergreifender Beratung – und dies weiterhin dezentral und flächendeckend. Jederzeitige Verfügbarkeit und bequeme Zugangswege haben beim Kunden einen hohen Stellenwert. Daher arbeitet die Sparkasse konsequent daran, die rasch zunehmenden Ansprüche und Erwartungen zu erfüllen, Service und Transaktionen ins Netz zu verlagern: durch die Mediale Geschäftsstelle, die hochmoderne Internetfiliale und die Sparkassen-App. Bundesweit als eine der ersten führte die Sparkasse Mittelmosel 2016 flächendeckend die Internetfiliale 6.0 ein. Heute hat sie darüber rund 4,3 Millionen Kundenkontakte jährlich, davon über 0,8 Millionen allein über die App. 48 800 Kunden sind bereits Online-Banking-Kunden, rund 10 000 davon aktive Sparkassen-App-Nutzer. Monatlich entscheiden sich etwa 700 Kunden neu für die Nutzung der medialen Zugangswege



Info

Blickpunkt Wirtschaft
Artikelart: Unternehmensnotizen
Ausgabe: Mai 2017