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Klimaschutz, Umwelttechnologien, IHK Trier
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27.01.2018

Umwelttechnologie aus Deutschland – ökologische Notwendigkeit und ökonomische Chancen

Saubere Luft, trinkbares Wasser und eine funktionierende Kreislaufwirtschaft sind noch immer in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern alles andere als selbstverständlich. Mit dem Klimaschutzübereinkommen von Paris und der UN-Agenda 2030 sollen nun aber erstmals verbindliche Klimaschutz- und Umweltziele weltweit festgeschrieben werden. Umwelttechnologien sind dabei nicht nur ein Schlüssel zu einem höheren Umweltschutzniveau, sondern gleichzeitig ein großer Markt für Unternehmen.

Deutschland ist Vorreiter, aber der Vorsprung schwindet
Das globale Volumen der Umweltmärkte wird 2025 voraussichtlich weit mehr als fünf Milliarden Euro erreichen. Deutschland ist derzeit mit einem Weltmarktanteil von 13,5 Prozent zweitwichtigstes Lieferland hinter China. Das Label „Made in Germany“ steht weltweit für hohe Standards, Qualität und Verlässlichkeit. Dennoch kommen internationale Konkurrenten im Umweltbereich in Ausschreibungen immer häufiger zum Zuge.

Kleine und mittlere Unternehmen brauchen Unterstützung
Die Eintrittsbarrieren in internationale Märkte sind nach wie vor hoch. Vor allem in Bereichen der öffentlichen Daseinsvorsorge üben Politik und Verwaltung einen großen Einfluss aus. Förderprogramme leisten hier einen wichtigen Beitrag: Sie können helfen, in den Zielmärkten notwendige Netzwerke und Partnerschaften aufzubauen, Umweltwissen und -bewusstsein zu fördern und letztlich Angebot und Nachfrage zusammenzubringen.

Die Exportinitiativen für Umwelttechnologien des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) zeigen, dass Programme verschiedener Ministerien erfolgreich ineinandergreifen können. So lassen sich umweltpolitische Ziele und Exportförderung verknüpfen.

Doch es gibt auch Verbesserungspotenziale: Noch existieren zu viele öffentliche und private Initiativen und Programme unabgestimmt nebeneinander. Dies sorgt sowohl in den Partnerländern als auch bei deutschen Unternehmen oftmals für Verwirrung und Unmut. Neben einer nachhaltigen Förderung mit klarer Zielsetzung kommt es deshalb vor allem auf eine bessere strategische und regelmäßige Zusammenarbeit zwischen Ministerien, Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Verbänden an. Nur so können Umweltziele in den Partnerländern effizient erreicht und deutsche Unternehmen passgenau unterstützt werden.

AHKs sind Ansprechpartner für die Umweltwirtschaft vor Ort
Im Rahmen der 2016 gestarteten Exportinitiative Umwelttechnologien des BMUB setzt sich der DIHK mit den Auslandshandelskammern (AHKs) in zahlreichen Ländern dafür ein, die Umweltbedingungen vor Ort zu verbessern. Gleichzeitig wird den deutschen Umweltfirmen der Markteintritt durch den Aufbau von Netzwerken erleichtert. Schlüsselthemen sind dabei Kreislaufwirtschaft, Wassermanagement und nachhaltige Mobilität. In bislang zwölf – und bis Ende 2019 mindestens elf weiteren – Ländern werden deutsche AHKs für Unternehmen der genannten Branchen zu wertvollen Ansprechpartnern. Außerdem werden die Ergebnisse dieser Projekte über die IHKs in die deutsche Unternehmerschaft zurückgekoppelt und unter anderem im Rahmen des Markterschließungsprogramms des BMWi als Basis für erfolgreiche Geschäftsreiseprogramme genutzt. Nur durch solche gemeinsamen Anstrengungen von Politik und Wirtschaft können Umwelttechnologien „made in Germany“ auch zukünftig ihre globale Vorreiterstellung behaupten und einen Beitrag zu hoher Qualität und Nachhaltigkeit im globalen Umweltschutz leisten.




Ansprechpartner

Kevin Gläser
Existenzgründung und Unternehmensförderung
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