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01.12.2017

Wer rastet, der rostet!

Standpunkt von Peter Adrian, Präsident der IHK Trier

Auf einem Schulzeugnis wäre es gerade noch so ein „befriedigend“: Mit der nicht wirklich zufriedenstellenden Note 3,3 bewerten die Industrieunternehmen in Rheinland-Pfalz ihren Wirtschaftsstandort. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) hervor. Mehr als 200 rheinland-pfälzische Industrieunternehmen haben sich an ihr beteiligt.

42 Prozent von ihnen nennen konkrete Hemmnisse, die ihre Investitionsvorhaben beeinträchtigen. An erster Stelle liegt die Höhe der Steuern und Abgaben, gefolgt von den Energiekosten – trotz der aktuell vergleichsweise moderaten Weltmarktpreise bei Öl und Gas. Insbesondere die mittelständischen Unternehmen ächzen unter der EEG-Umlage. Auch die aktuell mangelnde Flexibilität des Arbeits- und Tarifrechts, das teils praxisferne Steuerrecht sowie die lange Dauer und Komplexität von Planungs- und Genehmigungsverfahren prangern die Unternehmer an.

Dies zeigt deutlich: Trotz der stabilen konjunkturellen Lage dürfen wir uns nicht ausruhen und standortpolitische Herausforderungen keinesfalls aus den Augen verlieren. Es herrscht bereits heute akuter Handlungsbedarf. Jetzt gilt es, zu handeln! Stellen wir die Weichen für ein Wirtschaftsklima, in dem Unternehmen auch künftig marktgerecht agieren und sicher investieren können!



Info

Blickpunkt Wirtschaft
Artikelart: Standpunkt
Ausgabe: Dezember 2017