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04.11.2019

Afrika - Chancen und Herausforderungen

Rheinland-pfälzische Außenhandelsstatistik zeigt erhebliches Entwicklungspotential

Afrika wird oft als Chancenkontinent für die deutsche Wirtschaft bezeichnet. Doch ein Blick in die rheinland-pfälzische Außenhandelsstatistik zeigt, dass im Vergleich zu anderen Weltregionen noch erhebliches Entwicklungspotential besteht. Unternehmen aus Rheinland-Pfalz sind nur geringfügig auf diesen Märkten vertreten. Im Jahr 2017 lag der Außenhandel mit Afrika bei den Einfuhren anteilig bei 1,6 Prozent und bei den Ausfuhren bei 2,5 Prozent. Doch die Bedeutung des Kontinents wächst, was unter anderem auch auf das enorme Geschäftspotential zurückgeht.

West- und Ostafrika rücken stärker in den Fokus
Afrikanische Staaten bieten mit zum Teil hohen Wachstumsraten und dynamischen Märkten viele Möglichkeiten für deutsche Unternehmen. Doch das Engagement beschränkt sich vor allem auf die Maghrebstaaten und die Republik Südafrika. Märkte in Westafrika und Ostafrika rücken langsam in den unternehmerischen Fokus: Kenia ist die größte Volkswirtschaft in Ostafrika und dient als Eintrittstor zu anderen ostafrikanischen Ländern. Die wichtigsten Wirtschaftssektoren sind Landwirtschaft, Dienstleistungen und die verarbeitende Industrie. Das Wirtschaftswachstum liegt bei rund sechs Prozent. Auch Ruanda, das Partnerland von Rheinland-Pfalz, bietet mit einem stabilen Wirtschaftswachstum und einem sicheren Rechtsumfeld gute Bedingungen für Unternehmen. In Ostafrika liegt mit Nigeria die größte Volkswirtschaft Afrikas. Nigeria ist nach Südafrika der wichtigste deutsche Absatzmarkt in Subsahara-Afrika. Aus Deutschland ausgeführt werden überwiegend Kraftfahrzeuge, Maschinen, Chemikalien und Nahrungsmittel.
Positive Entwicklungen sind somit sichtbar, doch bevor ein Unternehmen den Schritt nach Afrika wagt, sollten ausreichende Kenntnisse über das Zielland, Markteintrittsbarrieren und mögliche Herausforderungen vorhanden sein.

Länderspezifische Herausforderungen beachten
Neben einem großen Wirtschaftspotential stellt Afrika Unternehmer auch vor viele Schwierigkeiten. Die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind in vielen Ländern problematisch. Aufgrund von politischer Instabilität, Korruption, Rechtsunsicherheit, unzureichender Infrastruktur sowie fehlendem Wissen über die Zielmärkte sind viele Unternehmen mit einem Engagement in Afrika zurückhaltend. Zudem ergab die gemeinsame Umfrage „AHK World Business Outlook 2019“ von Deutschem Industrie und Handelskammertag (DIHK) und den Auslandshandelskammern (AHKs), dass ein Mangel an Fachkräften viele von den bereits in Afrika aktiven Unternehmen vor große Herausforderungen stellt. Doch Herausforderungen und Chancen in Afrika lassen sich nur schwer pauschal bewerten, Länder und Regionen müssen individuell betrachtet werden.

EZ-Scouts beraten zu Entwicklungs- und Schwellenländern
Unternehmen können sich mit Fragen zu afrikanischen Märkten stets an die IHK Trier sowie direkt an die AHKs wenden. Darüber hinaus unterstützt ein EZ-Scout der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz Unternehmen bei ihren Aktivitäten in Entwicklungs- und Schwellenländern. EZ-Scouts sind Experten im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Lernen Sie den EZ-Scout, Bernd Lunkenheimer, bei der kommenden Veranstaltung „Afrika – Marktchancen und Herausforderungen“ am Donnerstag, 14. November 2019, in der IHK Trier kennen. Erfahren Sie mehr über Förderinstrumente der Bundesregierung für den Markteintritt in Afrika. Darüber hinaus können Sie sich mit ausgewiesenen Afrikaexperten und anderen Unternehmern über interessante Zielländer sowie zur Entwicklung einer Afrikastrategie austauschen.

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