IHK Trier


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01.07.2019

An diesen Baustellen arbeitet die Vollversammlung

Stärkung des Wirtschaftsstandorts Region Trier steht im Fokus

Über den Kurs der Wirtschaft in der Region entscheidet die Vollversammlung (VV) der IHK Trier mit, die ab August für fünf Jahre neu gewählt wird. Sie bestimmt nicht nur über die Finanzen und die Leitlinien der IHK, sondern auch darüber, für welche Positionen diese sich stark macht. Dies sind einige Schwerpunkte der VV in der nächsten Legislaturperiode:

Fachkräftesicherung: Unternehmen dabei zu unterstützen, gute Mitarbeiter aus- und weiterzubilden, ist eine der wichtigsten Aufgaben der IHK Trier. Und sie gewinnt wegen des Fachkräftemangels an Relevanz. Deshalb plant die IHK weitere Projekte, um die Betriebe beim Recruiting zu unterstützen und mehr Auszubildende zu gewinnen, indem alle Zielgruppen in den Fokus genommen werden. Wie genau die IHK den Unternehmen zur Seite stehen kann, das bestimmt die VV mit. Und sie gibt vor, mit welchen Forderungen sich die IHK an die Politik wendet, beispielsweise um die Rahmenbedingungen der dualen Ausbildung zu verbessern und um ausländische Fachkräfte zu werben.

Unternehmensnachfolge

Die  Unterstützung unserer Mitgliedsbetriebe bei der
Unternehmensnachfolge gehört in den kommenden Jahren
zu den Schwerpunktthemen der IHK Trier. Aus heutiger Sicht stehen in den nächsten fünf Jahren etwa 1500 Unternehmen zur Übergabe an. Die IHK Trier nimmt hier eine wesentliche Rolle als Informationsgeber, Vermittler und Mediator ein. Dazu zählen Einzelgespräche, Infoveranstaltungen und detaillierte Handlungsempfehlungen. Zudem wird die IHK Trier in enger Abstimmung mit der VV ein Positionspapier mit einem Forderungskatalog erstellen, der sich unter anderem an die Politik richtet, um die Unternehmensnachfolge effektiver zu unterstützen.

Standortbedingungen: Die Region Trier hat sich in den vergangenen Jahren konjunkturell positiv entwickelt. Die Nähe zu Luxemburg und der langfristige Beschäftigungsaufbau stärken die hiesige Wirtschaft. Dennoch liegt die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit – gemessen am Bruttoinlandsprodukt – weiterhin deutlich unter dem rheinland-pfälzischen Durchschnittswert. Herausforderungen für den Standort und seine Unternehmen stellen beispielsweise die Fachkräftesicherung, die Innovationsstärkung, die verkehrliche Erreichbarkeit und der Breitbandausbau dar. In einem gemeinsamen Positionspapier „Region Trier 2030“ wollen IHK und HWK Trier in Abstimmung mit den IHK-Vollversammlungsmitgliedern eine Agenda für eine unternehmensorientierte Weiterentwicklung der regionalen Standortfaktoren formulieren.

Handel: Der Einzelhandel ist ein wichtiger Pfeiler der hiesigen mittelständischen Wirtschaftsstruktur, jedoch steht seine Rolle als zentraler Frequenzbringer unserer Innenstädte zunehmend vor Herausforderungen. Besonders wegen der schnelllebigen Digitalisierung in der Branche und des seit zwei Jahrzehnten dynamisch wachsenden Onlinehandels hat der (innerstädtische) stationäre Einzelhandel eine Konkurrenz neuer Qualität bekommen – zusätzlich zur Einzelhandelsansiedlungsdynamik außerhalb gewachsener Innenstädte. Die VV wird die damit verbundenen Herausforderungen diskutieren und die handelspolitischen Kernforderungen verabschieden, die in einer überarbeiteten Neuauflage des IHK-Handelsleitbilds zusammenfasst werden sollen.

Mobilität: Die IHK-VV positioniert sich auch zu regionalen Infrastrukturprojekten und legt verkehrspolitische Grundsatzpositionen fest. Zuletzt verabschiedete sie 2013 die verkehrspolitischen Grundsatzpositionen der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz/Saarland und 2015 das aktuelle Verkehrsleitbild der IHK Trier. In der Zwischenzeit wurden einzelne Infrastrukturprojekte umgesetzt und sowohl die Rahmenbedingungen als auch die Anforderungen an die Verkehrsinfrastruktur und Mobilität haben sich geändert, zum Beispiel wegen der wachsenden Bedeutung des Umwelt- und Klimaschutzes und der zunehmenden Digitalisierung auch im Verkehrsbereich. Daher ist in der kommenden Legislaturperiode eine erneute Befassung mit dieser Thematik vorgesehen.

Industrieentwicklung: Die hiesigen Industrieunternehmen tragen wesentlich zur regionalen Wertschöpfung und Innovationskraft bei. Gleichzeitig sieht sich die Branche mit besonderen Herausforderungen konfrontiert, angefangen bei den aktuellen weltwirtschaftlichen Unwägbarkeiten bis hin zur Verfügbarkeit geeigneter Ansiedlungs- und Erweiterungsflächen. In einem neuen Industrieleitbild wird die IHK Trier die zentrale Rolle des produzierenden Gewerbes darstellen und konkrete Forderungen zur Weiterentwicklung des Industriestandorts Region Trier formulieren. Das Papier soll von den Mitgliedern der IHK-Vollversammlung diskutiert und verabschiedet werden.

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