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02.01.2020

„Bonjour!“ Azubis starten Austausch


Dieser Text ist vom 02.01.2020 und könnte inhaltlich veraltet sein.

Schüler der BBS Trier zeigen jungen Franzosen ihre Arbeitswelt

Warum in die Ferne schweifen? Weil es sich oft lohnt! Um Auszubildenden aus der Region Auslandserfahrungen zu ermöglichen und ihre Sprachkenntnisse zu verbessern, hat die IHK Trier zusammen mit der Berufsbildenden Schule Wirtschaft Trier zum ersten Mal einen Austausch mit Jugendlichen aus Frankreich organisiert.
Eine Woche lang haben die Teilnehmer des Austauschs einen Tandem-Sprachkurs bei der IHK besucht, dann ging es zum Praktikum in die Betriebe und in den Berufsschul-Unterricht. Am Wochenende standen Land und Leute im Vordergrund, so gab es ein Kultur- und Freizeitprogramm mit Stadtführung, Museum, Sport, Weihnachtsmarkt & Co.
Anne Janeczek vom Team Bildungsprojekte der IHK erklärt: „Wir geben den Unternehmen damit die Chance, ihren Auszubildenden Auslandserfahrungen zu ermöglichen – was die Ausbildung noch einmal attraktiver macht.“ Außerdem profitierten sie gerade in unserer Region im Anschluss von den besseren Fremdsprachenkenntnissen.
Die Gäste aus Frankreich absolvieren in ihrem Heimatland eine zweijährige kaufmännische Ausbildung, die primär an der Schule absolviert und um Praktika ergänzt wird. Wenn die Azubis aus Deutschland dort im Januar zu Besuch sind, ist dies eine Praxisphase, sie gehen also mit in die Betriebe in der Region um Toulouse.

Einblicke in fremde (Arbeits-)Kultur
Darauf freut sich Kim Moritz Heydorn schon besonders. Er hat bei dem Wittlicher Unternehmen 50NRTH eine Ausbildung zum E-Commerce-Kaufmann begonnen und nimmt an dem Austausch teil. „Das stärkt die sozialen Kompetenzen, man wird selbstständiger und weltoffener. Für mich ist es besonders wichtig, mich in einer anderen Umgebung auf eine neue Lebenssituation einzulassen, neue Erfahrungen zu sammeln, fremde Kulturen kennenzulernen und meine Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern. Außerdem möchte ich neue berufliche Fähigkeiten aus einem anderen Land gewinnen, um sie gegebenenfalls weitervermitteln zu können.“
Seine Austauschpartnerin Julia Jacinto hatte dank des Programms die Gelegenheit, mit dem Onlinehandel ein für sie neues Arbeitsfeld kennenzulernen und in zahlreiche Arbeitsfelder vom Marketing über B2B bis B2C hineinzuschnuppern. „Ich bin sehr herzlich empfangen worden, und die drei Wochen waren wirklich interessant, ich habe Vieles gelernt.“
Auch 50NRTH-Geschäftsführer Christian Maas steht hinter dem Tandem-Programm: „Wir möchten unseren Auszubildenden eine bestmögliche Ausbildung bieten – und das nicht nur im Schwerpunkt E-Commerce, sondern auch darüber hinaus.“ Nur so lasse sich das dringend benötigte Fachpersonal von Morgen gewinnen. „Wir sind der Meinung, dass jede Reise einen persönlich weiterbringt.“ Einblicke in andere Länder, Kulturen und andere Firmen öffneten den Horizont und trügen maßgeblich zur persönlichen Weiterentwicklung bei, erklärt Maas. „Diese Erfahrung haben wir auch selbst schon oft gemacht. Jede Reise beziehungsweise Geschäftsreise bringt einen in irgendeiner Form weiter. Und das möchten wir weitergeben.“

Zertifikat „AzubiBac-Pro“
Finanziell unterstützt wird das Projekt von Pro Tandem: einer deutsch-französischen Agentur für den Austausch in der beruflichen Bildung mit Sitz in Saarbrücken. Das entsprechende Programm an der BBS Trier nennt sich „AzubiBac-Pro“ und ist, initiiert vom Bildungsministerium, an vier Pilotschulen in Rheinland-Pfalz gestartet. An der Berufsschule erhalten die Auszubildenden unter anderem berufsbezogenen Französisch-Unterricht sowie Schulungen in interkultureller Kompetenz – und am Ende ein Zertifikat. So sollen schon der Ausbildung die Kompetenzen erworben werden, die im wirtschaftlichen Alltag der Großregion von Vorteil sind. Das Praktikum in einem französischsprachigen Land ist Teil des AzubiBac-Pro. Daher hat der von der IHK angestoßene Austausch gut dazu gepasst, erklärt Schulleiterin Gabriele Groß. Auch Nicht-Akademikern solle es damit ermöglicht werden, den europäischen Gedanken zu leben.
Die IHK Trier plant für 2020 weitere Austauschprogramme, unter anderem mit Dublin und Malta.  Das Weiterbildungszertifikat „Kaufmann International (AHK) – Schwerpunkt Vereinigtes Königreich“ richtet sich an Azubis ab dem zweiten Ausbildungsjahr sowie junge Fachkräfte in kaufmännischen und gewerblich-technischen Berufen, die an Großbritannien und der englischen Sprache interessiert sind. Weitere Informationen zu Austauschprogrammen gibt es bei Anne Janeczek, Telefon (06 51) 97 77-3 60, E-Mail: janeczek@trier.ihk.de

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