IHK Trier


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  • 01.05.2019

    Botschafter für das Land

    Rheinland-Pfälzische IHKs möchten ein Netzwerk starker Familienunternehmen aufbauen

  • Ansprechpartner
    Foto: Anne Kathrin Morbach
    Wein & Tourismus

    Anne Kathrin Morbach

    Tel.: (06 51) 97 77-2 40
    Fax: (06 51) 97 77-9 65
    morbach@trier.ihk.de

Gemeinsam geht vieles leichter! – Der Aufbau eines Netzwerks starker Familienunternehmen ist eines der Ziele der neuen Tourismusstrategie 2025 des Landes Rheinland-Pfalz. Der Startschuss für den Netzwerkaufbau ist jetzt gefallen, die IHKs suchen Familienunternehmen, die sich mit einbringen wollen, in die Weiterentwicklung des Tourismusstandorts Rheinland-Pfalz.
Familienbetriebe sind wichtige Botschafter für das Land und haben eine Vorbildfunktion. Sie verkörpern das touristische Profil nach innen und außen, stiften Identität, haben eine hohe Arbeitgeberqualität und sind Impulsgeber für neue, innovative Entwicklungen. Gäste und Einheimische schätzen vor allem die familiäre Atmosphäre mit ehrlicher Gastgeberkultur, die frische Genussküche sowie die ausgeprägte Servicequalität. Diese Chancen und Potentiale stellen nicht nur für die Betriebe selbst, sondern auch für das Land Rheinland-Pfalz wesentliche Erfolgsfaktoren dar.

Rheinland-pfälzische IHKs federführend beim Aufbau

Um diese Betriebe weiter zu stärken, als Markenbotschafter nach außen sichtbar zu machen und ihnen die Möglichkeit zu bieten, sich untereinander zu selbst definierten Themen auszutauschen, wird unter Federführung der rheinland-pfälzischen IHKs ein Netzwerk aufgebaut.
Nach Bewerbung und Auswahl der Betriebe geht es in einem Workshop darum, sich auf wesentliche gemeinsame Ziele zu fokussieren. Dazu zählen beispielswiese nachhaltige Unternehmensführung, Qualitätssicherung und -verbesserung, Mitarbeitermotivation sowie -entwicklung oder Steigerung der Arbeitgeberattraktivität. Außerdem können gemeinsame Aktivitäten durchgeführt und Entwicklungen vorangetrieben werden – nach dem Motto: Untereinander austauschen, voneinander lernen und miteinander besser werden.
An den Start gehen Betriebe aus dem Hotel- und Gaststättengewerbe. Langfristig wird das Netzwerk in einem zweiten Schritt um andere tourismusnahe Branchen erweitert. Hierzu zählen beispielsweise die Land- und Weinwirtschaft, der Handel und das Handwerk sowie die Kultur- und Freizeitwirtschaft.
Die Kriterien zur Auswahl der Betriebe sind ab Mai 2019 auf den Webseiten der IHKs (u. a.: www.ihk-trier.de) veröffentlicht. Interessierte haben die Möglichkeit, sich mit einem Fragebogen zu bewerben. Ein erstes Netzwerktreffen wird im Sommer stattfinden.

Betriebe rücken in den Fokus der Strategie
Der Aufbau des Unternehmensnetzwerks ist eines von insgesamt acht definierten Projekten der Tourismusstrategie 2025, welche stärker als in den Vorjahren die Betriebe in den Fokus nimmt.
Gerade die Tourismuswirtschaft stellt für die Region Trier und das Land Rheinland-Pfalz eine Zukunftsbranche dar. Damit sich der Tourismus zu einem echten Wirtschaftsmotor sowohl für die Städte von Rheinland-Pfalz als auch für die ländlich strukturierten Regionen entwickeln kann, beschäftigen sich gleich zwei Projekte mit den Belangen der Betriebe. Neben dem Netzwerkaufbau geht es in einem weiteren Vorhaben gezielt um die Hotellerie und Gastronomie, denn gerade diese Branche steht mit dem Rücken zur Wand. Stetig wachsende administrative Anforderungen, Fach- und Arbeitskräftemangel und erschwerte Unternehmensnachfolge sind nur einige der Herausforderungen.
Um die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe zu sichern, sollen neue Perspektiven geschaffen werden, denn ohne das Gastgewerbe ist kein Tourismus zu machen. Im Rahmen des Strategieprojektes werden bürokratische Hürden und rechtliche Rahmenbedingungen überprüft, um somit die zahlreichen Betriebs- und Entwicklungshürden zu identifizieren und abzubauen. Außerdem kommen die bestehenden Förderprogramme auf den Prüfstand. Und ein neues, einzelbetriebliches Förderprogramm wird aufgelegt, um gezielt die Betriebe bei der Unternehmensübergabe, der Existenzgründung oder einer Betriebserweiterung zu unterstützen und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich neu am Markt zu platzieren.
Ein zusätzlicher Baustein des Strategieprojektes ist die Entwicklung eines einheitlichen landesweites Beratungs- und Qualifizierungsprogramm mit dem Ziel die unternehmerische Kompetenz in den Betrieben zu stärken.

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