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  • 19.10.2020

    Der rheinland-pfälzische Einzelhandel wird digitaler

  • Foto: Stefan Rommelfanger
    Standortpolitik

    Stefan Rommelfanger

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    stefan.rommelfanger@trier.ihk.de

Jeder zweite Einzelhändler in Rheinland-Pfalz nutzt Online-Vertriebskanäle. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Der deutsche Einzelhandel 2020“ des Forschungsinstituts ibi research an der Universität Regensburg in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sowie 46 Industrie- und Handelskammern (IHKs). Der Fokus der deutschlandweiten Studie, zu der 1.450 Einzelhändler aller Größenordnungen befragt wurden, lag auf der Digitalisierung. Die Studienergebnisse zeigen, dass der digitale Vertrieb an Bedeutung gewinnt, kleinere Händler im Digitalisierungsprozess jedoch oft hinterherhinken.

In Rheinland-Pfalz setzen immer mehr Händler auf digitale Prozesse


Das stationäre Ladengeschäft ist laut Studie zwar nach wie vor der wichtigste Vertriebskanal des rheinland-pfälzischen Einzelhandels, dennoch gewinnt der Onlinehandel sukzessive an Bedeutung. Demnach vertreiben 49 Prozent der befragten Händler ihre Produkte ausschließlich stationär. 38 Prozent sind so genannte Multikanal-Händler. Das bedeutet, sie bieten ihre Ware sowohl im Laden als auch online an. 13 Prozent der befragten Unternehmen agieren hingegen ausschließlich online.
Im Vergleich zur Vorgängerstudie aus dem Jahr 2017 haben digitale Vertriebsaktivitäten der Händler zugenommen. Der Trend einer Umsatzverlagerung vom klassischen hin zum digitalen Vertriebskanal wird sich in den nächsten fünf Jahren noch weiter fortsetzen.
„Dieser Trend hat sich durch die Corona-Pandemie noch einmal deutlich verstärkt“,sagt Dr. Matthias Schmitt, Chefvolkswirt der IHK Trier.

Auch bei innerbetrieblichen Abläufen nimmt der Digitalisierungsgrad zu. Auffällig ist hierbei, dass vor allem mittlere und große Händler digitale Anwendungen nutzen, kleinere Handelsunternehmen ihr Know-how im Onlinebereich jedoch vergleichsweise schlecht einstufen. Das spiegelt sich auch in der Praxis wider: Je größer der Betrieb, desto intensiver werden digitale Anwendungen genutzt. Dies gilt auch für Back-Office-Anwendungen wie Warenwirtschaftssysteme oder Programme zur Kundenverwaltung.

Digitalisierungshemmnisse vor allem bei kleinen Händlern

Für kleine Händler gestaltet sich die praktische Umsetzung des Digitalisierungsprozesses oft schwierig. Das liegt laut der Studie vor allem an fehlenden zeitlichen Ressourcen, rechtlicher Unsicherheit sowie hohen Investitionskosten.„Daher ist es wichtig, insbesondere für kleinere Händler kostengünstige Beratungsangebote zu Digitalisierungsthemen bereitzustellen‘“,sagt Stefan Rommelfanger, Handelsexperte der IHK Trier. Eine starke Abhängigkeit vom Marktplatzbetreiber sowie ein hoher Wettbewerbsdruck sprechen für viele Betriebe gegen den Ausbau des Online-Handels. Auch in der Marktmacht global agierender Online-Händler sowie der zunehmenden, rechtlichen Regulierung sehen die befragten Händler Hindernisse. Damit kleine Händler im Rahmen des Digitalisierungsprozesses nicht abgehängt werden, bedarf es bezahlbarer, fachlicher Unterstützung und der Bereitstellung externen Know-hows. Die rheinland-pfälzischen IHKs stehen hierbei mit Beratung und Informationen als Ansprechpartner zur Verfügung.


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