IHK Trier


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  • 01.05.2020

    Digital und solidarisch der Krise trotzen

    Zahlreiche neue Initiativen möchten Unternehmen der Region unterstützen

  • Ansprechpartner
    Foto: Kai Wilwertz
    Standortpolitik

    Kai Wilwertz

    Tel.: (06 51) 97 77-9 40
    Fax: (06 51) 97 77-5 05
    wilwertz@trier.ihk.de


Dieser Text ist vom 01.05.2020 und könnte inhaltlich veraltet sein.
All die Restaurants, Einzelhandelsgeschäfte, Künstler und Kleinunternehmen sind durch die Corona-Einschränkungen von vielen ihrer regulären Einnahmequellen abgeschnitten. Umso wichtiger wird es, den Kontakt zu Kunden und Unterstützern zu halten. Es gilt, sie auf nach wie vor nutzbare Angebote wie Bestellservices aufmerksam zu machen und ihnen weitere Möglichkeiten zur Solidarität aufzuzeigen. Zahlreiche regionale und bundesweite Initiativen setzen hier an und möchten einen Beitrag zur Abmilderung der Krise leisten.

Aus Solidarität verzichten
Die Industrie- und Handelskammern haben „Wir FAIRzichten“ ins Leben gerufen. Auf www.wir-fairzichten.de haben Verbraucher deutschlandweit die Möglichkeit, von der Krise betroffenen Unternehmen auf kurzem Wege Unterstützung zu leisten. Tickets für das ausgefallene Konzert oder der schon gezahlte Beitrag im Fitnessstudio – die Plattform bietet vielfach die Möglichkeit, Betriebe schnell, unbürokratisch und solidarisch zu entlasten, indem auf Rückerstattungen verzichtet wird.
Verbraucher geben auf der Internetseite alle relevanten Daten ein und bestimmen den Prozentanteil des Verzichts. Im Anschluss generiert die Webanwendung ein Dokument und leitet es automatisch an eine angegebene E-Mailadresse des Unternehmens weiter. Rechtlich gesehen ist ein solcher Forderungsverzicht formlos möglich.

Das Herz schlägt weiter
Restaurants und Einzelhändler liefern direkt an die Haustür, Musiker treten via Internet im eigenen Wohnzimmer auf – sie prägen auf neuen Wegen weiterhin das Leben mit. Darauf macht die Initiative „herzschlag-trier.de“ aufmerksam. Sie bietet Kulturschaffenden und Unternehmen ein gleichnamiges Internet-Portal, das ihre vielfältigen Angebote auch während der Covid-19-Pandemie für alle nutzbar macht. „Das entscheidende Stichwort ist Solidarität. Sie macht unsere Stadt lebenswert. Wir möchten den Menschen zeigen, dass sie nicht allein sind“, erläutert Michael Jadischke, Geschäftsführer von gamesAHEAD e.V. und einer der Köpfe hinter „herzschlag-trier.de“.
Das Webportal kann von Betrieben, Vereinen und Kulturschaffenden kostenlos genutzt werden. Sie haben beispielsweise die Möglichkeit, Gutscheine zum Kauf anzubieten oder Spendenaufrufe zu starten. Die Webseite verfügt über eine Zahlungsfunktion, die das Geld direkt an die Begünstigten weiterüberweist. Eingebettete Kulturbeiträge sorgen dafür, dass die Seite einen regelmäßigen Besuch wert ist. Zu den Unterstützern von „herzschlag-trier.de“ zählt auch die IHK Trier. Ausdrücklich sind bestehende Initiativen zur Corona-Krise eingeladen, sich bei „herzschlag-trier.de“ zu beteiligen. So hat sich bereits eine Zusammenarbeit mit „Alles Trier“ entwickelt. Auf der Seite www.alles-trier.de werden seit einiger Zeit Lieferdienste, Online-Shops und andere Angebote im Bezug zu Corona gesammelt und mit dem bekannten Comic-Format humorig präsentiert.

Die Region wird aktiv
In der Region gibt es inzwischen eine ganze Reihe ähnlicher Vorstöße. So haben die City-Initiative Trier und die click around GmbH den Aufruf „Corona: Trier hält zusammen!“ gestartet. Sie haben die Plattform www.einkaufserlebnis-trier.de online geschaltet. Dort werden Mitteilungen des Trierer Einzelhandels und der Gastronomie veröffentlicht, zum Beispiel Lieferservice-Angebote, besondere Öffnungszeiten und Dienstleistungen. Ein vergleichbares Angebot hat man rund um Hermeskeil aufgebaut. Federführer ist hier der Hochwald Gewerbeverband. Unter https://www.hgv-hochwald.de/de/wer-liefert-was ist deren Info-Plattform zu erreichen.
Das Trierer Drei-Mann-IT-Unternehmen Webmasterware GmbH hat eine Software entwickelt, mit der regionale Gastronomen ihre Lieferangebote abwickeln können. Zu finden ist das Online-Portal unter trier-liefert.de. Für Gastrobetriebe aus der Region ist die Nutzung derzeit kostenfrei.
Unterstützen möchte auch die Sparkasse. Sie bietet mit helfen.gemeinsamdadurch.de ein kostenfrei nutzbares Portal zum bundesweiten Verkauf von Gutscheinen. Das Dauner Unternehmen TechniSat hat Mitte April die Aktion „techniheld.de“ gestartet. Kunden können im TechniSat-Onlineshop eine Unterstützungsfunktion für regionale Unternehmen nutzen: Ein fixer Betrag vom Kaufpreis wird sofort an das ausgewählte Restaurant, die Stammkneipe oder den Einzelhändler vor Ort überwiesen. Unter www.techniheld.de können sich deutschlandweit Unternehmen als Begünstigte für die Aktion melden.

Online in Bitburg einkaufen
Rege Nachfrage hat das am Osterwochenende online gegangene Projekt „Bitburg Shopping“ erzielt. Hier bieten Bitburger Händler digital alles zum Einkaufen und Anliefern an, wofür die Kunden ansonsten ihre Läden aufsuchen. „Schon in den ersten Tagen sind die Nutzerzahlen durch die Decke gegangen und immer mehr Geschäfte wollen sich beteiligen“, freut sich Alexander Pfeifer. Er hat in seinem Dauner Unternehmen VOAP die Technik für die Plattform entwickelt. Und der Bitburger Marketingfachmann Heiko Jakobs schlug vor, sie in seiner Heimatstadt zu nutzen. „Viele haben den Internethandel bislang nur als Konkurrenz gesehen. Jetzt entdecken sie die Potenziale, die er auch für regionale Händler bietet“, sieht Pfeifer eine positive Nebenwirkung.
Ein weiteres Angebot stammt ebenfalls aus Bitburg, mit „LadenLokal“ richtet sich die Agentur54 aber an Unternehmen der ganzen Region. Unter der Adresse ladenlokal.online ist ein Online-Marktplatz eingerichtet, der regionalen Unternehmen nicht nur einen Präsentationsraum, sondern auch eine Webshop-Funktion bietet.
Die IHK Trier sammelt fortlaufend Informationen zu Corona-Initiativen und fasst sie in einer Übersicht mit weiterführenden Links unter www.ihk-trier.de/p/Initiativen-7-20328.html zusammen.

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