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01.10.2019

Einzelhandel hat Zukunft


Dieser Text ist vom 01.10.2019 und könnte inhaltlich veraltet sein.

Standpunkt von Karin Kaltenkirchen, Vizepräsidentin der IHK Trier

So simpel, wie von manchen Protagonisten beschrieben, geht die Rechnung nicht auf. Onlinehandel ersetzt stationären Einzelhandel – das bildet nur einen Teil der Realität ab. Sicher, die Konkurrenzsituation ist deutlich spürbar. Aber viele Kunden suchen eben doch Qualitäten, die sie nur im Ladengeschäft finden: persönliche Beratung oder das direkte Einkaufserlebnis. Und neben Gastronomie und Kultureinrichtungen trägt vor allem der Einzelhandel zu einem lebendigen Stadtbild bei.

Die Perspektiven sind also nach wie vor da. Sie erfolgreich zu nutzen, ist allerdings mit erheblichen Anstrengungen verbunden. Lieferanten, Personal, Kunden, Kalkulation – all das erfordert absolute Aufmerksamkeit und Sorgfalt. Da bleibt dem Einzelhändler wenig Zeit, sich mit grundsätzlichen Fragen zu beschäftigen: Wie lange mache ich das noch und wie stelle ich mir das Leben im Alter vor?

Es ist aber essentiell, sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen. Denn allzu rasch kann eine Situation entstehen, in der äußere Umstände den Takt vorgeben. Die Suche nach einem Nachfolger und der anschließende Klärungsprozess können durchaus ein paar Jahre dauern. Ewig das Thema vor sich herschieben, ist also kein erfolgversprechender Ansatz. Vielmehr gilt es, nicht nur den Erhalt des Unternehmens mit viel Herzblut und Sorgfalt anzugehen, sondern ebenso die Nachfolge. Als Lohn winken die glattere Umsetzung eigener Wünsche und das gute Gefühl, dass der stationäre Handel weiter Zukunft hat.

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