IHK Trier


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  • 01.06.2019

    Eltern begleiten bei Berufswahl

    Workshop der IHK Trier vermittelt Hintergrundwissen und Methoden

  • Ansprechpartner
    Foto: Petra Scholz
    Ausbildung

    Petra Scholz

    Tel.: (06 51) 97 77-3 61
    Fax: (06 51) 97 77-3 05
    scholz@trier.ihk.de


Dieser Text ist vom 01.06.2019 und könnte inhaltlich veraltet sein.
Die Berufswahlentscheidung ist eine der wenigen Entscheidungen, bei denen Jugendliche trotz Pubertät auf den Rat ihrer Eltern zurückgreifen. Kinder sehen in ihren Eltern in den meisten Fällen kompetente Ratgeber. Ein guter Grund für Unternehmen und für die Berater im Übergang Schule-Beruf, Eltern als sehr wichtigen Partner bei der Unterstützung der Kinder anzusehen.

Selbstvertrauen schaffen
Dem Vertrauen der Kinder steht allerdings oft ein weniger großes Selbstvertrauen der Eltern gegenüber. Unterstütze ich mein Kind richtig? Welche Richtung ist überhaupt die richtige für mein Kind? Mit diesen und vielen weiteren Fragen sehen sich die Eltern konfrontiert. Sie stehen somit vor derselben unüberschaubaren Menge an beruflichen Perspektiven wie ihre Kinder. Auch wenn sie sich selbst im Berufsleben befinden, fehlt ihnen in Fragen der Berufsorientierung oft die Sicherheit.
Sicherheit, die Eltern ihren Kindern geben möchten. Sicherheit, von der sie annehmen, dass diese nur durch einen allumfassenden Überblick über die Möglichkeiten und Bedingungen zu gewinnen ist. Um jene Sicherheit zu erlangen, wünschen sich viele Eltern Unterstützung. Diesem Wunsch nach Unterstützung kam die IHK Trier nach: In einem Workshop für Eltern wurden ganz konkrete Hilfestellungen für die berufliche Orientierungsphase von Kindern erarbeitet.

Offener Austausch mit Experten
19 Eltern folgten der Einladung zum ersten Workshop dieser Art. Ihre konkreten Erwartungen an den Workshop waren vielschichtig. Sie reichten vom Wunsch nach einer Übersicht über verschiedene Angebote, Einblicke in die Berufsfelder und die möglichen Wege dorthin bis zu der Frage, was die Unternehmenswelt von heute von ihren Kindern erwartet und wie man sich heute überhaupt bewirbt. Weiterer Austauschbedarf bestand zu den konkreten Fragen, die wohl alle Eltern bewegen: Wie helfe ich meinem Kind zu einer Entscheidung und wie gehe ich mit den Ideen meines Kindes um?
Nach kurzer Einleitung folgte ein „Experten-Interview“: IHK-Auszubildende Sarah Feilen stellte sich den Fragen: „Wie haben Ihre Eltern Sie eigentlich auf Ihrem Weg ins Berufsleben begleitet, was haben sie dabei richtig gut gemacht und was hätten Sie sich vielleicht noch gewünscht? Wie kam diese Begleitung in der heißen Phase bei Ihnen an und wie denken Sie jetzt im Rückblick darüber?“ Daraufhin entflammte eine rege Diskussion. Dank der außerordentlichen Offenheit und Aktivität der Teilnehmenden konnten alle Fragen im Plenum und mit den drei IHK-Experten bearbeitet werden. Eines der wichtigen Ergebnisse dieses Workshops war sicherlich die Erkenntnis, dass man nicht alle Möglichkeiten und Berufsfelder kennen muss, weil es Unterstützungsangebote in verschiedenster Form gibt. Festgehalten wurde außerdem, dass Begleitung des Kindes in dieser Phase auch bedeutet, zuzutrauen und Mut zum Scheitern zu haben – denn: Eine falsche Entscheidung ist immer noch besser, als keine.
Das Interesse der anwesenden Eltern an den beruflichen Chancen ihrer Kinder war groß. Jeder Einzelne war sich darüber bewusst, dass der bevorstehende Schritt aus der Schule in das Berufsleben ein bedeutender Schritt im Leben der jungen Menschen ist. Daher waren die Eltern froh über die Gelegenheit für einen echten und offenen Austausch, der über reine Information hinausging. Dieses Feedback greift die IHK Trier auf und bietet den Workshop in der zweiten Hälfte des Jahres wieder an.

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