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IHK Trier


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  • 01.01.2021

    Erlebnis Innenstadt

    Neues IHK-Einzelhandelsleitbild beschlossen

  • Foto: Stefan Rommelfanger
    Standortpolitik

    Stefan Rommelfanger

    Tel.: (06 51) 97 77-9 30
    Fax: (06 51) 97 77-5 05
    stefan.rommelfanger@trier.ihk.de

,,Erlebnis Innenstadt – Herausforderungen im Handel smart meistern‘‘, so lautet der programmatische Titel des neuen Einzelhandelsleitbildes der IHK. Die insgesamt vierte Auflage des Leitbilds fasst die zentralen Forderungen des Handels in der Region prägnant zusammen. Es wurde vom IHK-Ausschuss für Handel und Standortmarketing in Kooperation mit den für die Betreuung der Handelsbranche zuständigen IHK-Mitarbeitern erarbeitet und am 30. November 2020 durch die IHK-Vollversammlung einstimmig verabschiedet. Das Leitbild bildet die inhaltliche Grundlage für die Positionsfindung der IHK Trier in allen wichtigen Fragen der Einzelhandelspolitik. Zentrale inhaltliche Leitgedanken sind hierbei vor allem die Digitalisierung im Handel sowie die Förderung kooperativer Prozesse mit dem Ziel, die Attraktivität der Innenstädte in der Region Trier nachhaltig zu sichern.

Standortbedingungen verbessern
Der Einzelhandel ist mit seinen rund 14 400 Beschäftigten und einem jährlichen Umsatz von knapp über 3 Milliarden Euro ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für die Region Trier. Gleichzeitig steht die Branche vor großen Herausforderungen. Der Strukturwandel, ein sich änderndes Käuferverhalten sowie die fortschreitende Digitalisierung prägten die Entwicklung des Einzelhandels während der vergangenen zwei Jahrzehnte. Die Corona-Pandemie wirkt in dieser Hinsicht wie ein Brandbeschleuniger und erhöht den Druck auf den stationären Handel und in Konsequenz auch auf unsere Innenstädte. Um die Branche zu unterstützen, ist es daher umso wichtiger, dass die politischen Entscheidungsträger die Standortbedingungen für den Handel in der Region Trier nachhaltig verbessern. In unserer ländlich geprägten Region stellt die Sicherstellung einer guten verkehrlichen Erreichbarkeit der Innenstädte für Kunden, Besucher und Lieferanten einen wichtigen Standortfaktor für die dort ansässige Wirtschaft dar. Die Gewährleistung einer gut funktionierenden PKW- und ÖPNV-Anbindung aus dem Umland ist daher unerlässlich.

Gemeinsam handeln – Innenstädte stärken

Der stationäre Einzelhandel spielt nach wie vor eine zentrale Rolle, wenn es um die Attraktivität und Vitalität unserer Innenstädte geht. Ein vielfältiges Angebot wird durch Gastronomen, Dienstleister sowie Freizeit- und Kulturangebote abgerundet. Durch die Corona-Krise sieht sich jedoch ein nicht unerheblicher Teil des innerstädtischen Handels in seiner Existenz bedroht. Daraus resultieren erhöhte Leerstandsquoten, welche weitere Trading-Down-Effekte nach sich ziehen und in der Konsequenz zu einer Verödung der Zentren führen können. Um dieser realen Bedrohung entgegenzusteuern, bedarf es eines kooperativen Vorgehens von Kommunalverwaltungen, Wirtschaftsorganisationen, Kammern, Immobilienbesitzern, Gewerbevereinen und engagierten Bürgern. Der Handel muss durch neue frequenzbringende Formate unterstützt werden, die den gesteigerten Erlebnisbedürfnissen der Kunden beim Innenstadtbesuch gerecht werden. Umso wichtiger ist die Etablierung eines professionell agierenden City-Managements mit einer angemessenen finanziellen und personellen Ausstattung. Zudem setzt eine positive Innenstadtentwicklung entsprechende gesetzliche Rahmenbedingungen im Sinne einer innenstadtorientierten Ansiedlungspolitik voraus.   

Digitalisierung & Smart-City als Chance

Der stationäre Einzelhandel ist gefordert, auf die stetig wachsenden Marktanteile des Onlinehandels und die sich ändernden Kundenbedürfnisse zu reagieren, indem er seine Kernkompetenzen wie die persönliche Kommunikation, die Servicequalität, eine kompetente Beratung sowie das Einkaufserlebnis in den Vordergrund stellt. Die alleinige Fokussierung auf diese Kernkompetenzen wird jedoch nicht ausreichen, um den Anforderungen des modernen Konsumenten gerecht zu werden. Um am dynamisch wachsenden E-Commerce-Markt teilzuhaben werden seitens der Händler daher zunehmend Cross-Channel-Services angeboten. Zusätzliche digitale Vertriebskanäle wie Onlineshops, digitale Marktplätze und soziale Medien gewinnen in dieser Hinsicht an Bedeutung. Um vor allem kleine und mittlere Unternehmen im digitalen Transformationsprozess zu unterstützen, müssen konkrete Förderprojekte initiiert beziehungsweise ausgebaut werden. Im Rahmen der Digitalisierung gilt es zudem, Smart-City-Ansätze durch eine innovative Verknüpfung von Informations- und Kommunikationssystemen mit den kommunalen Netzinfrastrukturen weiter zu entwickeln. Hier kann der Handel durch Kooperation und Einbindung zusätzliche Vertriebs- und Effizienzpotenziale erschließen. Eine grundlegende Voraussetzung hierfür ist der Aufbau einer flächendeckenden, leistungsfähigen Breitbandinfrastruktur, insbesondere im ländlichen Raum.

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