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01.07.2019

Gewerbeanmeldungen in der Region Trier steigen


Dieser Text ist vom 01.07.2019 und könnte inhaltlich veraltet sein.

Talfahrt bei Gründungsbilanz gebremst: Mehr neue Unternehmen in ganz Rheinland-Pfalz

Gewerbeanmeldungen in der Region Trier steigen – Gründungssaldo dennoch negativ
Die bisher gute Konjunkturlage und die damit verbundenen Beschäftigungschancen zeigten 2018 in der Region Trier weiterhin ihre Auswirkungen: Das Gründungssaldo ist mit -85 erneut negativ (2017: -19). Erfreulicherweise stieg die Zahl der Gewerbeanmeldungen von 3.646 (2017) auf 3.737 angemeldete Unternehmen, die Gewerbeabmeldungen erhöhten sich jedoch ebenfalls von 3.665 (2017) auf 3.821 abgemeldete Unternehmen.

Gründungssaldo in RLP nur noch leicht negativ – Talfahrt scheint gebremst
2018 hat die Zahl der Gewerbeanmeldungen in Rheinland-Pfalz von 31.658 aus dem Vorjahr auf 31.966 angemeldete Unternehmen nach langer Zeit wieder zugenommen. Die Talfahrt aus den Vorjahren scheint gebremst. Innerhalb der Gewerbeabmeldungen zeigte sich ein Rückgang von 32.139 (2017) auf 32.047 (2018) abgemeldete Unternehmen.
Bei 31.966 Gewerbeanmeldungen und 32.047 Gewerbeabmeldungen ergibt sich damit in Rheinland-Pfalz für das Jahr 2018 nur noch ein leicht negativer Gründungssaldo in Höhe von -81 Unternehmen (2017: -481). Dies ist eine erfreuliche Entwicklungstendenz, die positiv für den Unternehmensbestand in Rheinland-Pfalz zu bewerten ist.

Nachfrage bei den rheinland-pfälzischen Starterzentren steigt
Das Gründungsinteresse ist aufgrund der bisher guten Konjunkturlage tendenziell gering. Jedoch starten die Gründer, die den Schritt in die Selbstständigkeit gehen, wesentlich besser vorbereitet in die eigene unternehmerische Existenz. Dieser Trend spiegelt sich auch in den deutlich gestiegenen Zahlen der Gründungsberatungen in Rheinland-Pfalz wider. Die rheinland-pfälzischen IHKs und HWKs verzeichnen einen verstärkten Zulauf bei Sprechtagen, Gründerseminaren sowie Informationsveranstaltungen, bei denen viele Menschen erstmals mit dem Thema Existenzgründung in Berührung kommen. Das steigende Interesse an Gründungsthemen manifestiert sich auch in der steigenden Nachfrage nach dem Beratungsservice der Starterzentren. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Nachfrage 2018 um 6 Prozent auf 25.905.

Menschen mit Migrationshintergrund beleben die Wirtschaft
Einwanderer sind aktive Unternehmensgründer. Fast 20 Prozent sämtlicher Gründungen in der Region Trier erfolgte 2018 durch Migranten. – Tendenz steigend. Schwerpunkte sind dabei die Branchen Gastronomie,  Handel  und  IT.  Viele  der  Menschen, die in den vergangenen Jahren zu  uns  kamen,  betrieben  bereits  in  ihrer  alten  Heimat  ein  eigenes  Geschäft  oder  Restaurant. Doch ihr Gründergeist stößt mitunter auf  Starthürden.  Schwierigkeiten  bei  der  Finanzierung, Unsicherheit gegenüber den zahlreichen Rechtsvorschriften und mangelnde  Deutschkenntnisse  zählen  zu  den  häufigsten. Wie diese Hürden angegangen werden können, darüber berät Kevin  Gläser, Gründungsberater der Industrie- und Handelskammer Trier. Bei einer Gründungsveranstaltung zusammen mit dem Deutschen Roten Kreuz Bitburg-Prüm erhalten Flüchtlinge von IHK-Gründungsberater Kevin Gläser einen Gründungsfahrplan.
Jeder fünfte Betrieb in Rheinland-Pfalz wurde 2018 von Nicht-Bundesbürgern gegründet. Dabei liegen die Neugründungen von EU-Bürgern weiterhin auf einem höheren Niveau als die durch Bürger aus Drittländern. Dazu gehören etwa die Türkei oder Syrien. Insgesamt geht die Zahl der Neugründungen von Bürgern aus anderen europäischen Ländern jedoch stetig zurück. Gleichzeitig steigt der Anteil an Neugründungen durch Bürger, die weder eine deutsche noch eine andere europäische Staatsbürgerschaft besitzen, über den Betrachtungszeitraum kontinuierlich.
Von insgesamt 5.803 Gewerbeanmeldungen durch nicht Bundesbürger im Jahr 2018 entfielen rund 40 Prozent der Neugründungen auf Bürger aus Drittländern. Gleichzeitig wurden insgesamt 5.449 Unternehmen von nicht Bundesbürgern abgemeldet – jedes dritte Unternehmen davon durch Bürger, die nicht aus der EU stammen. Für das Jahr 2018 ergibt sich damit eine positive Gründungsbilanz von 354, die vor allem auf Anmeldungen von Bürgern aus Drittländern beruht.

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