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  • 24.09.2018

    "Internet of Things: Unternehmen für Pilotprojekte gesucht" IoT-Pilot

    (gefördert vom BMEL)

  • Ansprechpartner
    Foto: Tobias Scholl
    Innovation, Umwelt, Energie

    Tobias Scholl

    Tel.: (06 51) 97 77-5 40
    Fax: (06 51) 97 77-5 05
    scholl@trier.ihk.de

IoT Pilot




Thematik und Ziele

Die digitale Transformation wird unsere Wirtschaft und Gesellschaft in den nächsten Jahrzehnten gravierend verändern. Bei der Vernetzung der analogen Welt spielt das Internet der Dinge (IoT) eine wesentliche Rolle. Der selbstverständliche Umgang mit Sensoren und Kommunikationsmodulen, aber auch deren Programmierung bis hin zur Cloud-Anwendung ist die Voraussetzung für neue Anwen-dungsideen und Geschäftsmodelle.

Insbesondere Deutschlands mittelständische Unternehmen haben jedoch einen enormen Fachkräf-temangel in diesem Bereich, da es wenige gute Informatikabsolventen gibt, die eine Spezialisierung im Themengebiet Internet der Dinge haben. Für den Mittelstand entsteht daher mittelfristig ein enormer Bedarf an Know-How. Hier wollen wir mit unserem Konzept eine Lösung erforschen, wie der Zugang zum Internet der Dinge insbesondere für mittelständische Unternehmen erleichtert und die Entwicklung erster Prototypen beschleunigt (Rapid Prototyping) werden kann. Viele mittelständische Unternehmen in der Region haben innovative Ideen, die sich mit IoT-Technologie umsetzen lassen würden. Es gibt jedoch Unternehmen, die nicht das nötige IoT-Know-How besitzen, um ihre Ideen auch zu realisieren. Wir haben hierfür bereits eine Basisplattform entwickelt, die wir als Pilotplattform weiterentwickeln möchten. Folgende vier Ziele haben wir für dieses Projekt definiert:

  1. Ziel - Unternehmensinterne IoT-WeiterbildungEs werden Schulungsprogramme im Themenbe-reich IoT in Kooperation mit der IHK konzipiert. Die Schulungen basieren auf dem Einsatz einer IoT-Pilotplattform und versetzt die Teilnehmenden in die Lage, anschließend Prototypen für neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Interessierte Unternehmen sollen skizzieren, welche neuen Use-Cases und Geschäftsmodelle sie sich vorstellen können. Aus diesen Einreichungen werden bis zu 5 Skizzen ausgewählt, die möglichst in multiplen Industrie- und Handwerksbetrieben angesiedelt sind. Basierend auf diesen Ideen können unternehmensinterne Hackathon-Veranstaltungen durchgeführt werden.
  2. Ziel - Rapid Prototyping: Der IoT-Pilot erforscht Aufbau und Erweiterung einer Plattform, mit der in Zukunft weitere Prototypen entwickelt werden können. Die Plattform ist mit Hilfe einer graphischen Entwicklungssoftware leicht verständlich und kann auch von Fachkräften genutzt werden können, die zunächst keine IoT-Kenntnisse besitzen. Um den Einstieg in das Rapid-Prototyping zu erleichtern, kann auf die Ergebnisse der Forschung im Projekt zugegriffen werden und mithilfe einfacher Beispiele der Einstieg in die Thematik nachvollzogen werden.
  3. Ziel - Anpassung an die individuellen Bedürfnisse: Die IoT-Pilotplattform ist erweiterbar und kann an die Bedürfnisse des jeweiligen Unternehmens der Region angepasst werden.
  4.  Ziel - Datenbasierte Geschäftsmodelle: Durch die Integration einer Datenanalyse-Software-Umgebung in IoT-Pilotplattform sollen Unternehmen in die Lage versetzt werden auch neue datenbasierte Geschäftsmodelle zu testen. Auch dieser Bereich der Plattform soll mit Hilfe graphischer Entwicklungssoftware leicht verständlich sein, um die Nutzung durch Fachabtei-lungen zu vereinfachen. Automatismen zum Data-Mining, Data-Cleaning und Data-Analytics werden dadurch einfach konfigurierbar, um eine Basis für datengetriebene Anwendungen zu bieten. Komplexe Machine-Learning Algorithmen werden in einer Toolbox zur Verfügung gestellt, um die Nutzung ohne weitreichende Programmierkenntnisse zu ermöglichen.

Technologie und Prototyp

Unser derzeitiges System besteht aus einem IoT-Gateway, welches ein großes Portfolio an Sensoren unterstütz, und per WLAN mit einer Edge-Cloud verbunden ist. Die Cloud ist Open-Source und einfach konfigurierbar. Die beiden Komponenten IoT-Gateway und IoT-Edge-Cloud werden über intuitiv programmierbare IoT-Development-Tools programmiert. Mit dieser Softwareumgebung können alle notwendigen Sensoren und Aktoren an die Cloud angebunden werden und es sind keine tiefgehenden Hardwarekenntnisse notwendig. Zukünftig wollen wir für dieses Konzept eine Daten-Analyse-Software anbinden, die es ermöglicht neue datenbasierte Geschäftsmodelle zu entwickeln.
Somit entsteht ein ganzheitliches Konzept von Ausbildung (IoT-Educator), über vereinfachte Prototy-pentwicklung (IoT-Developer) und vereinfachte Erweiterbarkeit (IoT-Software-Tools) bis zur Daten-Analyse-Tools (IoT-Analytics).

Kontaktpersonen:
Prof. Dr.-Ing. Guido Dartmann, g.dartmann@umwelt-campus.de
Prof. Dr.-Ing. Klaus Gollmer, k.gollmer@umwelt-campus.de
Levin Czenkusch, B.SC: l.czenkusch@umwelt-campus.de
Rüdiger Machhamer, B.Sc: r.machhamer@umwelt-campus.de
Florian Stolz, M.Sc: f.stolz@umwelt-campus.de


IoT Pilot


















  • IoT Pilot

    Für die Bewerber ist eine Informationsveranstaltung am Umwelt Campus Birkenfeld vorgesehen; die Unternehmen, die für das Förderprojekt in Frage kommen, werden in dieser Veranstaltung über den weiteren Prozessablauf informiert.

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