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01.01.2017

Karriere in der regionalen Industrie


Dieser Text ist vom 01.01.2017 und könnte inhaltlich veraltet sein.

IHK bringt Studierende und Unternehmen zusammen

Die mittelständischen Industrieunternehmen der Region haben es nicht leicht, geeignete Fachkräfte zu finden. Der Nachwuchs in der Region wird weniger – und gleichzeitig gehen immer mehr junge Fachkräfte, angelockt von höheren Nettolöhnen, den Schritt über die Grenze nach Luxemburg. „Dabei haben wir in der Region eine spannende Industrielandschaft mit vielen leistungsfähigen mittelständischen Unternehmen“, weiß Dr. Matthias Schmitt, Geschäftsführer bei der IHK Trier. „Sie sind vielen Studierenden nur nicht ausreichend bekannt.“

Um regionale mittelständische Unternehmen mit den potenziellen Fachkräften von morgen zusammenzubringen, hat die Industrie- und Handelskammer Trier daher erstmalig zum Aktionstag „Karriere in der regionalen Industrie“ geladen. Sechs Bachelor- und Masterstudierende der Elektrotechnik an der Hochschule Trier und acht Bachelor- und Masterstudierende der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Trier nutzten die Gelegenheit, in regionale Unternehmen hinein zu schnuppern und erste Kontakte zu knüpfen. Auf dem Programm: die Trierer Unternehmen alwitra GmbH & Co Klaus Göbel und Natus GmbH & Co KG.

Personal im Umbruch
Jörg Hausmann, Kaufmännischer Leiter, stellte den Studierenden die alwitra GmbH & Co Klaus Göbel näher vor: Über 160 Millionen qm Dachfläche hat der Produzent von Flachdach-Systemen bisher abgedichtet – darunter viele Familienhäuser, aber auch zahlreiche spannende Bauprojekte weltweit. Und im Personalbereich tut sich einiges: „Altersbedingt wird es hier in den kommenden Jahren zu einem Umbruch kommen“, erläuterte Hausmann. „Für Verwaltung wie Produktion suchen wir Nachwuchskräfte.“ Beste Chancen also für den Nachwuchs von Universität und Hochschule.

Zum Abschluss stand noch ein Highlight auf dem Programm: die Besichtigung einer Pulverbeschichtungsanlage, in der die am Standort gefertigten Aluminiumprofile für den Dachrand veredelt und farblich gestaltet werden. Für sie hat alwitra am Standort Trier gerade erst eine neue Halle gebaut.

Vorteil: Familienunternehmen
Wie die Produktion elektrotechnischer Gesamtlösungen aus einer Hand aussieht, erfuhren die Studierenden bei der Natus GmbH & Co KG, dem Hersteller von Schaltanlagen-Systemen. Bevor es zu einem Rundgang durch die Produktion ging, stellte Geschäftsführer Frank Natus sein Unternehmen vor: „Rund 500 Mitarbeiter arbeiten hier, es gibt gute Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten – auch hinsichtlich internationaler Aufgaben.“ Er betonte vor allem die Vorteile eines Familienunternehmens als Arbeitgeber im Vergleich zu großen Konzernen.

Von der Theorie in die Praxis
„Die beiden Unternehmen waren uns zwar namentlich vertraut, aber was sich wirklich hinter ihnen verbirgt, konnten wir uns bisher nicht vorstellen“, da waren sich Lina Alirezania, Lena Benz und Janina Lossjew, alle BWL-Bachelorstudentinnen, im Vorfeld einig. Das hat sich geändert: Die anspruchsvollen Arbeitsfelder rund um Flachdächer und Schaltanlagen-Systeme sind den 14 Teilnehmern des Aktionstages nun bekannt. Und nicht nur das: Die eine oder andere Bachelor- und Masterarbeit konnte auf diesem Weg angebahnt werden. „Auf solche erste Resultate haben wir gehofft“, fasst Schmitt die Aktion zusammen. „Wir möchten Studierenden zeigen, welch spannende, erfolgreiche und international tätige Arbeitgeber die Region zu bieten hat, und Unternehmen die Möglichkeit bieten, Kontakte zu potenziellen Fachkräften von morgen aufzubauen. Wir hoffen natürlich, dass es zwischen beiden Seiten funkt.“

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