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01.01.2017

Luxemburger Kunden bleiben Stütze für regionale Wirtschaft


Dieser Text ist vom 01.01.2017 und könnte inhaltlich veraltet sein.

Über ein Viertel der Unternehmen macht mehr als zehn Prozent Umsatz mit Luxemburger Kunden

Die Ausgaben von Kunden aus dem Großherzogtum machen sich in den Kassen der regionalen Unternehmen spürbar bemerkbar. Fast zwei Drittel der Betriebe erzielen mit dieser Kundengruppe Umsätze – Tendenz leicht steigend, wie eine aktuelle Umfrage belegt.

Wirtschaftsfaktor Luxemburg
Die Wirtschaft der Region Trier profitiert maßgeblich von ihrer räumlichen und wirtschaftlichen Nähe zum Großherzogtum Luxemburg. Dies schlägt sich unter anderem in einem Saldo von 30 000 regionalen Berufspendlern nieder, die in Luxemburg arbeiten, aber einen bedeutenden Teil ihres Einkommens in der Region Trier ausgeben. Informationen, in welchen Größenordnungen sich die direkten Umsätze regionaler Betriebe mit ihren Luxemburger Kunden bewegen, liegen allenfalls punktuell vor. So kann laut Einzelhandelskonzept der Stadt Trier davon ausgegangen werden, dass pro Jahr etwa 150 Millionen Euro durch die Luxemburger Klientel in den Einzelhandel des Oberzentrums fließen. Die Initiative Region Trier (IRT) hat in Kooperation mit der IHK und HWK Trier die regionale Wirtschaft nach Umfang und Entwicklung der Umsätze mit Luxemburger Kunden befragt, um ein wenig mehr Licht ins Dunkel zu bringen. Die Forschungsstelle Mittelstand (Universität Trier) hat dazu die Antworten von 800 Betrieben der gewerblichen Wirtschaft mit mehr als 30 000 Arbeitnehmern ausgewertet.

Umsätze oft im einstelligen Prozentbereich
Fast zwei Drittel der Befragten tätigt Umsätze mit Luxemburger Kunden. Bei einem Drittel sind dies weniger als zehn Prozent. Ein Siebtel aller Befragten erzielt mit dieser Kundengruppe zehn bis 20 Prozent Umsatz, ein Zehntel 20 bis 50 Prozent und ein knappes Zwanzigstel tätigt mehr als die Hälfte seines Umsatzes mit Kunden aus dem Großherzogtum. Dass sich die Bedeutung des Faktors Luxemburg innerhalb der Region räumlich differenziert darstellt, überrascht wenig. So liegen in den westlichen Kreisen der Region (Eifelkreis Bitburg-Prüm, Landkreis Trier-Saarburg, Stadt Trier) die Anteile der Unternehmen, die gar keine Luxemburger Kunden haben, zwischen einem Viertel und einem Drittel, während es im Landkreis Bernkastel-Wittlich 50 und im Landkreis Vulkaneifel 60 Prozent sind. Der Anteil der Betriebe, die mehr als zehn Prozent ihrer Umsätze mit Luxemburgern machen, liegt in der Stadt Trier und im Landkreis Trier-Saarburg bei fast 40 Prozent, während es im Landkreis Vulkaneifel nur etwa zehn Prozent sind.

Positive Dynamik

In den vergangenen drei Jahren haben sich die Umsätze mit Luxemburgern nach Angabe der Unternehmen insgesamt leicht positiv entwickelt. Jeweils rund ein Drittel der Befragten gibt an, in diesem Zeitraum keine Umsätze in diesen gemacht beziehungsweise gleichbleibende Umsatzzahlen realisiert zu haben. Von rückläufigen Umsatzziffern berichtet gut jeder zehnte Befragte, doch jeder fünfte erfreut sich steigender Werte. Diese Entwicklung zeigt sich so in allen Kreisen. Auch der Blick in die Zukunft ist von vorsichtiger Zuversicht geprägt. 44 Prozent der regionalen Unternehmen erwarten gleichbleibende Umsätze mit dem Großherzogtum. Acht Prozent befürchten, dass diese sinken werden; dem stehen jedoch 14 Prozent gegenüber, die Steigerungen erwarten. Auch diese Einschätzung zeigt sich in allen Kreisen.

Bau, Handwerk, Einzelhandel vorne
Der Umfang des mit Luxemburger Kunden erzielten Umsatzes unterscheidet sich stark in Abhängigkeit der betrachteten Branche. Besonders wichtig sind die Luxemburger für das Bau- und Ausbaugewerbe, das (sonstige) Handwerk und den Einzelhandel. Hier erzielen jeweils deutlich mehr als ein Drittel der Befragten Umsatzanteile von über zehn Prozent mit dieser Kundengruppe. Im Großhandel und Dienstleistungsgewerbe sind es nur jeweils ein Fünftel. Im Handwerk und Baugewerbe liegt der Anteil der Betriebe, die der luxemburger Nachfrage über 20 Umsatzprozentpunkte zu verdanken haben, bei einem knappen Viertel der Betriebe, im Einzelhandel bei einem Fünftel, in der Industrie sind es 12 Prozent, im Dienstleistungsgewerbe nur sechs.


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