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IHK Trier


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Motiv: Autos auf der Autobahn (Foto: Jevanto Productions - stock.adobe.com)
(Foto: Jevanto Productions - stock.adobe.com)
  • 09.09.2021

    Wie mobil ist die Region Trier?

    Eine aktuelle Umfrage von IHK und HWK Trier zeigt: Es hapert in der Region bei der Infrastruktur und Mobilitätsalternativen.

  • Foto: Wilfried Ebel
    Standortpolitik

    Wilfried Ebel

    Tel.: (06 51) 97 77-9 20
    Fax: (06 51) 97 77-5 05
    ebel@trier.ihk.de

  • Gute Erreichbarkeit mit Verbesserungspotenzial

    Insgesamt bescheinigen die Unternehmen der Region Trier in einer aktuellen Umfrage von IHK und HWK eine gute Erreichbarkeit (Notendurchschnitt 2,4). Aber sie signalisieren Verbesserungspotenzial. Innerhalb der Region schneidet der Landkreis Trier-Saarburg mit einem Notendurchschnitt von 2,1 am besten ab. Schlusslichter sind mit einem Durchschnitt von 2,7 das Oberzentrum Trier und der Landkreis Vulkaneifel. Die seit Jahren dort ausstehende Umsetzung zentraler Infrastrukturprojekte - wie Westumfahrung Trier und A 1-Lückenschluss -, die bei vielen Unternehmen für Verdruss sorgt, könnte eine mögliche Erklärung sein.


  • Schienenanbindung und Ladeinfrastruktur: Viel Luft nach oben

    Wie die differenzierte Bewertung der Erreichbarkeit veranschaulicht, sehen die Unternehmen markante Unterschiede zwischen den einzelnen Verkehrsangeboten und Verkehrsträgern, wobei insbesondere hinsichtlich der überregionalen Schienenanbindung(40,8 Prozent „überhaupt nicht zufrieden“), der ÖPNV-Anbindung mit der Bahn (38 Prozent „überhaupt nicht zufrieden) und der Ladeinfrastruktur für alternative Antriebe (31,9 Prozent „überhaupt nicht zufrieden“) große Unzufriedenheit bei den Unternehmen herrscht.

    Soll die Bahn auch in der Region Trier als Alternative zum Auto punkten, müssen zeitnah Lösungen gefunden werden, wie Fernverkehr und Schienenpersonennahverkehr wieder zu einem attraktiven Angebot für Bahnfahrer zusammengeführt werden können und die Schieneninfrastruktur fit für die Zukunft gemacht werden kann. Für die wegen der Flutkatastrophe im Juli massiv geschädigte Eifelstrecke gilt es hier beispielsweise, die Chance auf einen zukunftsfähigen Wiederaufbau zu nutzen.

    Grafik Zufriedenheit Erreichbarkeit


  • Neu- und Ausbaubedarf der Verkehrsinfrastruktur hoch

    Dem Neu- und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur wird über alle Bereiche hinweg eine große Bedeutung beigemessen. Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen sowie kommunale Straßen werden dabei von den meisten Unternehmen weiterhin als „sehr wichtig“ (jeweils über 40 Prozent) angesehen. Die Umsetzung zentraler Infrastrukturprojekte im Bereich der Straße muss damit auch in Zukunft mit Nachdruck erfolgen und offene Planungsverfahren müssen zügig abgeschlossen werden.

    Mit einem Gesamtanteil von 84 Prozent der Stimmen sehen die meisten Unternehmen in der aktuellen Umfrage vor allem den Ausbau des ÖPNV-Angebots mit Bus und Schiene als „sehr wichtig“ (35,2 Prozent) oder "wichtig“ (48,4 Prozent) an. Die mit dem ÖPNV-Konzept Rheinland-Pfalz Nord initiierten Angebotsverbesserungen sollten daher fortgeführt und im Rahmen der von der Landesregierung angekündigten Aufstellung eines Landesnahverkehrsplans und der Fortschreibung des Rheinland-Pfalz-Taktes weitere Verbesserungspotenziale geprüft werden. Auch die seit Jahren diskutierten Reaktivierungen von Bahnstrecken in der Region (z.B. Weststrecke Trier, Eifelquerbahn, Hunsrückbahn) sollten zeitnah zu einem Abschluss gebracht werden.

    Ähnlich dringlich werten die Unternehmen den weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur für alternative Antriebe (79,8 Prozent „sehr wichtig“ und „wichtig“). Soll die angestrebte Antriebswende gelingen, müssen der bereits eingeleitete Ausbau der Ladeinfrastruktur zügig weiter vorangetrieben und deutlich intensiviert werden. Da zur Erreichung der Klimaziele ein Mix alternativer Kraftstoffe und Antriebe notwendig ist, sollte diesem Umstand beim Aufbau der Tank- und Ladeinfrastruktur gebührend Rechnung getragen werden.

    Grafik Neu- und Ausbaubedarf Infrastruktur

  • „Erreichbarkeit des ländlichen Raums“: Mobilitätsthema Nr. 1

    Ganz oben auf der Liste der wichtigen Zukunftsthemen steht für die befragten Unternehmen die „Erreichbarkeit des ländlichen Raums“ (168 Nennungen). Die schnelle, flexible, kostengünstige Mobilität von Gütern und Personen wird auch in Zukunft ein entscheidender Faktor im Standortwettbewerb sein, der über den Erfolg der Unternehmen entscheidet. Die laufende Diskussion um eine notwendige Verkehrswende muss daher gerade für den ländlichen Raum Lösungen aufzeigen, die hier auch in Zukunft Mobilität von Gütern und Personen wettbewerbsfähig gewährleisten und verhindern, dass diese Räume den Anschluss an die mobile Zukunft verlieren.

    Wie die von den Unternehmen auf Platz zwei und drei gewählten Themen verdeutlichen, zählt hierzu allen voran der “Erhalt und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur vor Ort”(139 Nennungen) sowie der “Erhalt und Ausbau der überregionalen Verkehrsinfrastruktur” (122 Nennungen). Auch hier gilt es, den ländlichen Raum künftig bei den notwendigen Infrastrukturmaßnahmen nicht aus den Augen zu verlieren und bei verkehrspolitische Debatten über die Verlagerung von Verkehr auf die Schiene auch den meist limitierten Mobilitätsalternativen jenseits der Verdichtungsräume Rechnung zu tragen und, wo sinnvoll möglich, dort attraktive Mobilitätsalternativen zu schaffen.

    Grafik Mobilitätsthemen der Zukunft

  • Nur wenige Klimaschutzmaßnahmen für Unternehmen „genau richtig“

    Die Wirtschaft bekennt sich zu einer nachhaltigen Verkehrs- und Klimaschutzpolitik, hält jedoch nicht alle diskutierten Klimaschutzmaßnahmen im Bereich der Mobilität für richtig. Als „genau richtig“ werten die meisten Unternehmen„Finanzielle Anreize für alternative Antriebe“(51,2 Prozent), die Idee eines „365 €-ÖPNV-Tickets“ (48,8 Prozent) und die „Förderung zum Ausbau der Ladeinfrastruktur“(41,8 Prozent). Viele finden diese sogar noch als „zu zurückhaltend“.

    Etwas uneinig scheinen die Unternehmen bezüglich der „Vorgaben zur Begrenzung des CO2-Ausstoßes im Verkehrsbereich“. Rechnet man die Unternehmen mit ein, die diese Vorgaben als „zu zurückhaltend“ (24,4 Prozent) bewerten, überwiegt mit 61,5 Prozent („genau richtig“ oder „zu zurückhaltend“) allerdings noch deutlich die Zustimmung.

    Ganz oben auf der Liste der Projekte, die mehr als der Hälfte der Befragten als „zu weitgehend“ ansieht, steht das „Verbot reiner Verbrennungsmotoren bei Neufahrzeugen ab 2030“ (73,7 Prozent), gefolgt von der „Einführung einer Klima-Maut für Pkw“ (62 Prozent), „Fahrv erbote in Städten“ (61 Prozent), „CO2-Bepreisung von Kraftstoffen“(58,7 Prozent) sowie dem "Tempolimit auf Autobahnen (130 km/h)“ (52,1 Prozent).

    Den gesamten Auswertungsbericht zu der Umfrage finden Sie hier. 

    klima

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