IHK Trier


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  • Coronavirus: Prüfungen und Ausbildung

  • Ansprechpartner
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    Beate Schranz

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    Christian Reuter

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    Eda Cenikli

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    Sarah Feilen

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    Bernarda Hensel

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    Monika Roumen

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Die IHK-Organisation sieht sich angesichts der momentanen Lage gezwungen, die bundeseinheitlichen schriftlichen Abschlussprüfungen Sommer 2020 in allen Ausbildungsberufen zu verschieben. Die ordnungsgemäße Durchführung der Prüfungen ist objektiv nicht mehr möglich.

Hier haben wir die häufigsten Fragen und Antworten zur Durchführung der IHK-Prüfungen sowie der Berufsausbildung zusammengestellt.

Bitte beachten Sie, dass täglich eine neue Bewertung der Sachlage durch die IHKs erfolgt und die folgenden Informationen ständig angepasst bzw. erweitert werden.

Informationen zu Prüfungen

  • Fanden die bundeseinheitlichen schriftlichen Abschlussprüfungen Ende April/Anfang Mai statt?

    Nein, die schriftlichen Abschlussprüfungen Ende April/Anfang Mai fanden nicht wie geplant statt.
    Sie werden in die KW 25 verlegt (16. - 19. Juni 2020).

    16. und 17. Juni 2020
    • industriell-technische Abschlussprüfungen

    18. und 19. Juni 2020
    • kaufmännisch schriftliche Abschlussprüfungen

    Sie werden von der IHK Trier zum neuen Prüfungstermin eingeladen. In der Ladung wird der konkrete Prüfungstermin und der Prüfungsort mitgeteilt. Eine erneute Anmeldung ist nicht erforderlich.
  • Wann werden die Abschlussprüfungen Teil 1 aus dem Frühjahr 2020 nachgeholt?

    Die Abschlussprüfungen Teil 1 aus dem Frühjahr werden im Herbst 2020 nachgeholt.

    Dies betrifft folgende Berufe:
    • Kaufleute für Büromanagement
    • Metall- und Elektroberufe
    • Technische Systemplaner
    • Technische Produktdesigner

    Ausnahme:

    Einzelne Prüflinge, deren Abschlussprüfung Teil 2 bereits für die Sommerprüfung 2020 geplant ist, können ihre Abschlussprüfung Teil1 bereits im Rahmen der Sommerprüfung nachholen. Der schriftliche Teil der Abschlussprüfung Teil 1 findet dann am 15. Juni 2020 statt:
    • schriftliche (zeitkritische) Nachholprüfungen für Kaufleute für Büromanagement
    • schriftliche (zeitkritische) Nachholprüfungen für industriell-technische Berufe
    • eventuelle praktische (zeitkritische) Nachholtermine werden rechtzeitig mitgeteilt


    Die schriftliche Abschlussprüfung Teil 1 im Sommer 2020 wird ebenfalls verschoben. Sie findet für folgende Berufe im Zeitraum vom 16. bis 19. Juni 2020 statt:
    • Automobilkaufleute
    • Chemielaboranten
    • Kaufleute im Einzelhandel
    • Kaufleute für E-Commerce

    Sie werden von der IHK Trier zu allen neuen Prüfungstermin eingeladen. In der Ladung werden der konkrete Prüfungstermin und der Prüfungsort mitgeteilt. Eine erneute Anmeldung ist nicht erforderlich.

  • Wann finden die praktischen Prüfungen statt?

    Der Prüfungszeitraum für die praktischen Prüfungen Sommer 2020 in den industriell-technischen Berufen begann am 4. Mai 2020 .

    Sie werden von der IHK Trier zum neuen Prüfungstermin eingeladen. In der Ladung wird der konkrete Prüfungstermin und der Prüfungsort mitgeteilt. Eine erneute Anmeldung ist nicht erforderlich.
  • Wann finden die mündlichen Prüfungen statt?

    Der Prüfungszeitraum für die mündlichen Prüfungen Sommer 2020 beginnt am 2. Juni 2020 .

    Sie werden von der IHK Trier zum neuen Prüfungstermin eingeladen. In der Ladung wird der konkrete Prüfungstermin und der Prüfungsort mitgeteilt. Eine erneute Anmeldung ist nicht erforderlich.
  • Finden die Zwischenprüfungen im Frühjahr statt?

    Die zuständigen IHK-Gremien haben sich am 16. März 2020 darauf verständigt, die für das Frühjahr 2020 angesetzte Zwischenprüfung ersatzlos entfallen zu lassen. Auf ein nachträgliches Ablegen der Zwischenprüfung wird für die im Frühjahr 2020 betroffenen Prüflinge verzichtet.

    Die Zwischenprüfung soll den Azubis wie auch den Ausbildenden in den Betrieben zur Mitte der Berufsausbildung in erster Linie eine Rückmeldung über den Leistungsstand geben. Beide Seiten erhalten damit einen Hinweis wie beispielsweise das Lernen weiter gefördert und Ausbildungsmaßnahmen verbessert werden können.

    Anders als bei der Abschlussprüfung ergeben sich aus den Ergebnissen der Zwischenprüfung jedoch keine verbindlichen Folgen für das Bestehen des Berufsabschlusses. Sie fließt als Prüfungsleistung nicht in das Endergebnis der Abschlussnote ein.

    Daher wird seitens der IHKs als zuständige Stellen auf ein nachträgliches Ablegen der Zwischenprüfung für die im Frühjahr 2020 betroffenen Prüflinge verzichtet. Grund für diese Entscheidung ist die objektive Unmöglichkeit, die Zwischenprüfung in der derzeitigen Lage und unter den geltenden, behördlichen Auflagen im Zusammenhang mit der Corona-Krise durchzuführen.

    Das Aussetzen der Zwischenprüfung gilt ausschließlich für die im Frühjahr 2020 betroffenen Prüflinge.
  • Muss ich in den Betrieb, wenn meine Prüfung abgesagt wurde?

    Grundsätzlich muss der Auszubildende in den Ausbildungsbetrieb kommen, wenn die Prüfung ausfällt. Denn eine Freistellung erfolgt nur für die Teilnahme an der Prüfung.
  • Was tue ich mit Blick auf die Prüfung, wenn ich am Coronavirus erkrankt bin bzw. der Verdacht einer Erkrankung besteht?

    Wenn Sie zum Prüfungstermin am Coronavirus erkrankt sind, dürfen Sie nicht an der Prüfung teilnehmen. Dies stellt in der Regel einen Rücktritt mit wichtigem Grund dar. Wichtig ist, dass Sie unverzüglich der IHK die Nichtteilnahme mitteilen müssen (per E-Mail) und den wichtigen Grund (Erkrankung) durch Vorlage eines ärztlichen Attestes nachweisen müssen.

    Das Gleiche gilt, wenn Sie wegen des Verdachts einer Erkrankung am Coronavirus unter Quarantäne gestellt werden. In diesem Fall dürfen Sie nicht an der Prüfung teilnehmen, wenn die Prüfung in den Zeitraum der Quarantäne fällt. Auch das ist ein Rücktritt mit wichtigem Grund, den Sie bitte unverzüglich unter Beifügung geeigneter Nachweise (zum Beispiel Bescheinigung vom Gesundheitsamt) der IHK Trier mitteilen (per E-Mail). In diesem Fall gilt die Prüfung als nicht abgelegt.

    Hinweis für Prüfer/-innen: Bei praktischen/mündlichen Prüfungen ist der Prüfungsausschuss aus seiner Fürsorgepflicht heraus verpflichtet, Prüfungsteilnehmer/-innen von der Prüfung abzuhalten und nach Hause zu schicken, wenn sie erkennbar prüfungsunfähig sind und die Ablegung der Prüfung ein erkennbares Sicherheitsrisiko darstellen würde.
  • Welche Folgen hat es, wenn ich an der Prüfung nicht teilnehmen kann?

    Sollten Sie an der Prüfung aus wichtigem Grund nicht teilnehmen, können Sie zum nächstmöglichen Termin (in der Regel sechs Monate später) an der Prüfung teilnehmen.

    Der wichtige Grund ist unverzüglich mitzuteilen und nachzuweisen. Im Krankheitsfall ist die Vorlage eines ärztlichen Attestes erforderlich. In diesem Fall gilt die Prüfung als nicht abgelegt.

    Hinweis für Auszubildende: Als Auszubildender besteht grundsätzlich ein Anspruch auf Verlängerung der Ausbildungszeit bis zum nächsten Prüfungstermin.
  • Entstehen mir Nachteile, wenn die Prüfung verschoben wird?

    Grundsätzlich sollten den Prüflingen keine Nachteile durch eine verschobene Prüfung entstehen. Der ausgefallene Termin wird selbstverständlich nicht als Prüfungsversuch gewertet.
  • Muss ich meinen geplanten Jahresurlaub verschieben, wenn der von der IHK angebotene Termine mit meinem Urlaub kollidiert? Wird es in einem solchen Fall einen Ersatztermin geben?

    Wenn es möglich ist, den bereits gebuchten Urlaub zu verschieben, dann muss gegebenenfalls ein späterer Termin der Prüfung wahrgenommen werden. Liegt der Termin der Abschlussprüfung Teil 1 bereits unmittelbar vor der Abschlussprüfung Teil 2, verschiebt sich auch der Berufsabschluss, sofern eine Prüfungsteilnahme nicht möglich ist.
  • Was muss ich tun, wenn ich bei der nächsten Prüfung nicht teilnehmen möchte?

    Sie können vor der Prüfung schriftlich gegenüber der IHK zurücktreten.

    Spätester Zeitpunkt: vor Beginn der ersten Prüfungsleistung

    Achtung: Prüfungsgebühren können gegebenenfalls nicht erstattet werden.

Informationen zur Ausbildung allgemein

  • Wann endet die Ausbildung?

    Die Ausbildung endet in den meisten Fällen mit der Ergebnismitteilung über die bestandene Prüfung. Nur wenn die vertragliche Ausbildungszeit vor der Ergebnismitteilung endet oder die Prüfung nicht bestanden sein sollte, endet das Ausbildungsverhältnis mit Vertragsablauf.

    Durch die Verschiebung der schriftlichen Prüfung stehen die Ergebnisse dieser Prüfung erst ab Anfang Juli zur Verfügung. Daher können die Endergebnisse, unabhängig von mündlichen oder praktischen Prüfungsterminen erst später festgestellt werden. Die Prüfungsbescheide werden für alle Prüflinge, die vor dem 13. Juli 2020 ihren letzten Prüfungstermin antreten, mit der Post versandt. Mit dem Eintreffen der Ergebnismitteilung endet die Ausbildung voraussichtlich für die meisten Prüflinge der Sommerprüfung 2020 zwischen dem 13. und 31. Juli 2020.
  • Verlängert sich die Ausbildung, wenn die Prüfung verschoben wird?

    Nein, die Ausbildungsdauer verlängert sich nicht.

    Die Ausbildung endet laut Gesetz mit dem Ablauf der Ausbildungsdauer (in der Regel zwei oder drei Jahre), also mit Ablauf des im Ausbildungsvertrag vereinbarten letzten Ausbildungstages. In der Regel bestehen Auszubildende aber vor Ablauf der vereinbarten Ausbildungsdauer die Abschlussprüfung. Im Falle des Bestehens der Abschlussprüfung endet das Berufsausbildungsverhältnis mit Bekanntgabe des Ergebnisses.

    Im Falle des Nichtbestehens der Abschlussprüfung endet das Berufsausbildungsverhältnis mit Ablauf des im Ausbildungsvertrag vereinbarten letzten Ausbildungstages.

    Die Verschiebung der schriftlichen Prüfungen von April auf Juni bewirkt, dass in vielen Fällen auch die mündlichen und praktischen Prüfungen, welche in der Regel als letzte Prüfungsleistung abgenommen werden, später durchgeführt werden. Die Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses wird deshalb voraussichtlich auch erst etwas später als in den Vorjahren erfolgen können. Bis dahin läuft das bestehende Ausbildungsverhältnis weiter, längstens bis zum vertraglich vereinbarten Enddatum.

    Der Auszubildende kann bei der zuständigen IHK jedoch eine Verlängerung der Ausbildungszeit beantragen. Voraussetzung: Die Verlängerung ist erforderlich, um das Ausbildungsziel zu erreichen. Diese kann bei einer längeren Corona-bedingten Ausfallzeit der Berufsausbildung im Betrieb oder in der Berufsschule durchaus der Fall sein.

    Sollte kein Verlängerung beantragt worden sein, sollten Betriebe ihre Auszubildenden nach Ende der vertraglich vereinbarten Ausbildungszeit nicht weiter beschäftigen, da sonst die Gefahr besteht, dass ein unbefristetes Arbeitsverhältnis begründet wird.
  • Darf ein Auszubildender von der Ausbildung fernbleiben?

    Grundsätzlich darf ein Auszubildender die Arbeit nicht verweigern, weil die Ansteckungsgefahr bei der Arbeit oder auf dem Weg dorthin erhöht sein könnte. Im Einzelfall kann der Arbeitgeber bei einer konkreten Gefährdung aufgrund seiner Fürsorgepflicht verpflichtet sein, den Auszubildenden von der Arbeit freizustellen oder Teile der Ausbildung (zum Beispiel das Führen des Ausbildungsnachweises) zu Hause zu erlauben.
  • Dürfen Auszubildende im Homeoffice arbeiten?

    Grundsätzlich sollten Auszubildende nicht im Homeoffice arbeiten. Aufgrund der derzeitigen Umstände ist es jedoch vertretbar, dass Auszubildende im Homeoffice arbeiten, wenn dies betrieblich ermöglicht werden kann.

    Auch im Homeoffice sind Auszubildende aber auszubilden und anzuleiten. Ausbilder müssen ihnen als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Es wird deshalb empfohlen, Kontakt mit den Auszubildenden zu halten, konkrete Arbeitsaufträge zu erteilen und miteinander zu kommunizieren, insbesondere darüber, wie sich die Ausbildungsfortschritte gestalten.
  • Kann für Auszubildende Kurzarbeit angeordnet werden?

    Auszubildenden gegenüber kann in der Regel keine Kurzarbeit angeordnet werden. Der Ausbildungsbetrieb ist dazu verpflichtet, alle Mittel auszuschöpfen, um die Ausbildung weiter zu gewährleisten. Hierbei hat er beispielsweise folgende Möglichkeiten:
    • Umstellung des Ausbildungsplans durch Vorziehen anderer Lerninhalte
    • Versetzung in eine andere Abteilung
    • Rückversetzung in die Lehrwerkstatt
    • Durchführung besonderer Ausbildungsveranstaltungen


    Erst wenn alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind, kann Kurzarbeit auch für Auszubildende in Frage kommen. Diese Option ist allerdings restriktiv zu handhaben.

    Sollte Auszubildenden gegenüber Kurzarbeit angeordnet werden, haben sie Anspruch auf Zahlung der vollen Ausbildungsvergütung für mindestens sechs Wochen (§ 19 Abs. 1 Nr. 2 BBiG). Abweichend von der gesetzlichen Mindestdauer können Ausbildungs- und Tarifverträge längere Fristen vorsehen.
  • Kann für Ausbilder/-innen Kurzarbeit angeordnet werden?

    Auch bei Ausbildern sollte Kurzarbeit nur in Ausnahmefällen angeordnet werden, da der Betrieb gewährleisten muss, dass der Ausbilder seiner Ausbildungspflicht gegenüber dem Auszubildenden nachkommt. Werden die Auszubildenden mangelhaft oder gar nicht ausgebildet, kann ein Schadensersatzanspruch gegenüber dem Ausbildungsbetrieb entstehen.
  • Können Auszubildende in den (Zwangs-)Urlaub geschickt werden bzw. kann Betriebsurlaub angeordnet werden?

    Auszubildende können nicht pauschal in “Zwangsurlaub” geschickt werden. Urlaub müssen Auszubildende beantragen und er kann nicht gegen dessen Willen einfach angeordnet werden. Die Auszubildenden selbst oder auch der Betriebsrat können eine Vereinbarung mit der Unternehmensleitung treffen. Hier zählt der Einzelfall.

    Betriebsurlaub kann vom Ausbildenden im Rahmen seines Direktionsrechtes nach den Grundsätzen der höchstrichterlichen Rechtsprechung (BAG, Urt. v. 28.07.81, Az. 1 ABR 79/79) angeordnet werden. Es muss sich dann um eine generelle Regelung für den gesamten Ausbildungsbetrieb oder zumindest für organisatorisch klar abgegrenzte Betriebsteile handeln, auf die sich die betriebliche Sondersituation auswirkt.
  • Kann dem Auszubildenden gekündigt werden?

    Kurzarbeit an sich kann keine Kündigung der Auszubildenden durch den betroffenen Ausbildungsbetrieb rechtfertigen. Es sei denn der Ausbildungsbetrieb kommt für längere Zeit vollständig zum Erliegen. Entfällt dadurch die Ausbildungseignung des Betriebes, ist eine Kündigung der Auszubildenden möglich, ohne dass ein Schadensersatzanspruch entsteht. Die Ausbilder sind aber dazu verpflichtet, sich mit der zuständigen Agentur für Arbeit rechtzeitig um einen anderen Ausbildungsbetrieb für den Auszubildenden zu bemühen.

Informationen für die Zeit der Schulschließungen (Quelle: Bildungsministerium)

  • Beschulung der Berufsschüler der Berufsbildenden Schulen in Rheinland-Pfalz (Stand: 27.04.2020)

    Grundsätzliches:
    • Vorab weisen wir nochmals darauf hin, dass parallel zu der stufenweisen Schulöffnung die pädagogischen Angebote zum Lernen zuhause (bzw. im betrieblichen Umfeld) ab dem 20. April 2020 fortgesetzt werden. (Auch die Auszubildenden, deren Unterricht in Blockform organisiert ist, nehmen am Lernen in dieser Form wieder teil.)
    • Der Präsenzunterricht der genannten Klassen- und Jahrgangsstufen soll möglichst nach regulärem Stundenplan unter Berücksichtigung der geltenden Hygienemaßnahmen organisiert werden.
    • Nach derzeitigem Stand sollen die Lerngruppen nicht größer als 15 Schülerinnen und Schüler sein. Der Unterricht kann für die betroffenen Schülerinnen und Schüler dann im Wechsel zwischen Präsenzunterricht und pädagogischen Angeboten zum Lernen zuhause (bzw. im betrieblichen Umfeld) stattfinden.
    • Bei Anlaufen des Schulbetriebs soll während der Pausen von Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

    Abfolge der Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts:

    • Am 27. April 2020 beginnt die Prüfungsvorbereitung bzw. der Unterricht für die Abschlussklassen der Berufsschule. (Zu den Schülerinnen und Schülern der Abschlussklassen in diesem Sinne zählen die Auszubildenden, die im Schuljahr 2019/2020 – konkret in den Frühjahr-/Sommermonaten 2020 - ihre Kammerabschlussprüfungen absolvieren.)
    • Der Berufsschulunterricht für Berufsschülerinnen und -schüler des letzten Ausbildungsjahres, die regulär in Teilzeitform unterrichtet werden, endet unabhängig vom Zeitpunkt der schriftlichen und praktischen Abschlussprüfungen (Kammerprüfungen) dieses Jahr sechs Wochen vor Schuljahresende (vgl. VV vom 11. Dezember 1992, Unterrichtsorganisation in der Berufsschule für die Zeit der Ausbildungsabschlussprüfungen (943 D – 51 244/35)) – das ist in diesem Jahr der 22. Mai 2020.
    • Da der Unterricht für Abschlussberufsschülerinnen und -schüler, die regulär im Blockunterricht beschult werden, seit dem 16. März 2020 ausgesetzt worden ist, kann die Schule die Festlegung des letzten Schultages individuell vornehmen.
    • Über den Unterricht für Schülerinnen und Schüler, die im Schuljahr 2019/2020 keinen Abschluss machen, wird in Abhängigkeit vom Infektionsgeschehen Ende Mai entschieden.


    Diese Regelungen sind für die schulische Seite getroffen worden, um das Schuljahr 2019/2020 für die jungen Menschen, die in unserer gemeinsamen Verantwortung als duale Partner derzeit ihre Berufsabschlüsse erlangen wollen, zu einem erfolgreichen Abschluss zu führen. Neben der Prüfungsvorbereitung ist es auch wichtig, noch einmal Gelegenheit zum persönlichen Austausch zwischen Lehrkräften und Auszubildenden im Rahmen der Erstellung der Berufsschulzeugnisse zu geben.

    Für Nachfragen stehen Ihnen die jeweiligen Schulen und die Schulbehörde zur Verfügung.
  • Auszubildende müssen trotz der Schulschließung in ihren Ausbildungsbetrieb

    • Auszubildende haben einen Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen und müssen diesen auch erfüllen.
    • Ob die Ausbildung im Betrieb stattfinden kann, entscheidet der jeweilige Arbeitgeber. Dabei sind die Regelungen zu beachten, die derzeit auch für alle anderen Teile der Gesellschaft gelten (z.B. Beschäftigung von Risikogruppen/Menschen mit Vorerkrankungen, Kontakt mit infizierten Personen, Hygiene- und Abstandsregelungen). Ggf. ist hier auch die Einschätzung des zuständigen Gesundheitsamtes maßgeblich.
  • Organisation des Lernens während der Schulschließungen

    • Das Lernen findet nicht mehr am physischen Lernort Schule statt, sondern - in durch Lehrkräfte begleiteter Form – im häuslichen und/oder betrieblichen Umfeld. Dazu werde ein pädagogisches Angebot zur Verfügung gestellt und Feedbackstrukturen zur Rückkopplung zwischen Lehrkräften und Auszubildenden eingerichtet. Vom Berufsschultag nach Stundenplan kann ggf. abgewichen werden.
    • Die Lehrkräfte treten mit den Auszubildenden und ggf. Ausbildungsbetrieben beispielsweise per Mail, per Telefon, per Post und in anderer Form, die für die Auszubildenden geeignet ist, in Kontakt. Insbesondere die in den BBS bereits vielerorts etablierten Lernplattformen sollen für die Bereitstellung von Lernaufgaben und Lernmaterialien genutzt werden.
  • Anwendung des Berufsbildungsgesetzes

    Die Vorgaben für das Lernen im häuslichen und/oder betrieblichen Umfeld ergeben sich aus dem Berufsbildungsgesetz und finden während der Schulschließungen analog Anwendung. Die Auszubildenden haben ihren schulischen Lernaufgaben nachzukommen, auch wenn die Schulgebäude geschlossen sind.
  • Beurlaubungen von der Bearbeitung schulischer Aufgaben

    Momentan gibt es Betriebe, die jede helfende Hand brauchen, weil sie für die Daseinsvorsorge der Menschen wichtig sind. Die Betriebe können in diesem Fall bei der für sie zuständigen Berufsschule eine Beurlaubung ihrer Auszubildenden aus wichtigen Gründen erwirken. Die im Sinne der Daseinsvorsorge vorgebrachten Gründe sind von der Schule nicht als betriebliche Gründe zu werten. Der Betrieb erhält eine entsprechende Mitteilung durch die Schule.

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