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IHK Trier


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  • 01.11.2021

    Regionale Konjunktur im Aufwärtstrend

    Gute Wirtschaftslage trotz Belastungen wegen Corona, Flut und Rohstoffpreisen

  • Foto: Dr. Matthias Schmitt
    Standortpolitik

    Dr. Matthias Schmitt

    Tel.: (06 51) 97 77-9 01
    Fax: (06 51) 97 77-5 05
    schmitt@trier.ihk.de


Dieser Text ist vom 01.11.2021 und könnte inhaltlich veraltet sein.
Die regionale Wirtschaft hat sich im Laufe des Sommers positiv entwickelt – trotz anhaltender Belastungen vieler Unternehmen wegen der Corona-Pandemie, der Flutkatastrophe sowie steigender Energie- und Rohstoffpreise. Gemessen am IHK-Konjunkturklima-Indikator bewegt sie sich aktuell wieder auf dem Vorkrisenniveau.
Der Indikator ist deutlich von 109 Punkten im Frühjahr auf aktuell 121 Zähler gestiegen – im Frühjahr 2020 notierte er mit einem Wert von 82 noch tief im roten Bereich. Aktuell liegt er wieder weit über der „konjunkturneutralen“ Marke von 100 Punkten und bewegt sich nahe des langjährigen Durchschnittswerts.
Auffallend ist die Verbesserung des Branchenindikators für den Handel von 83 auf 108 Zähler über den Sommer hinweg. Die drei großen Sektoren Industrie (122), Handel und Dienstleistungen (133) rücken hinsichtlich des Niveaus ihrer wirtschaftlichen Aktivität wieder deutlich näher zusammen. An der IHK-Konjunkturumfrage im Herbst 2021 haben sich mehr als 150 regionale Unternehmen mit rund 24 000 Beschäftigten beteiligt.

Geschäftslage und -erwartungen spürbar verbessert
45 Prozent der Unternehmen berichten derzeit von einer guten, 44 Prozent von einer befriedigenden und nur 11 Prozent von einer schlechten Geschäftslage. Hieraus ergibt sich ein Saldo aus Positiv- und Negativbewertungen von +34 Prozentpunkten gegenüber +21 Punkten im Frühjahr. Im Handel steigt der Wert sogar von -10 auf +18 Prozentpunkte.
Aufgehellt haben sich auch die mittelfristigen Geschäftserwartungen für die kommenden zwölf Monate. 22 Prozent der Befragten blicken optimistisch in die Zukunft, 65 Prozent erwarten eine Seitwärtsentwicklung ihrer Betriebskonjunktur und lediglich 13 Prozent zeigen sich pessimistisch gestimmt. Der entsprechende Erwartungssaldo aus Optimisten und Pessimisten hat sich gegenüber der Vorumfrage von -1 auf +9 Punkte verbessert.
Insbesondere das Dienstleistungsgewerbe blickt hoffnungsvoll in die Zukunft. Ein starkes Indiz für die Fortsetzung des konjunkturellen Aufschwungs sind auch die betrieblichen Investitions- und Beschäftigungspläne. Beide Komponenten sind inzwischen mit einem dicken Pluszeichen versehen. Zuversichtlich stimmt auch der Umstand, wonach 34 Prozent der Betriebe in die Ausweitung ihrer Produktionskapazitäten investieren wollen – deutlich mehr als noch vor einigen Monaten mit nur 21 Prozent.

Risiken: Fachkräftemangel und Rohstoffpreise
Zwar ist der aktuelle Konjunkturtrend deutlich nach oben gerichtet, doch die Risiken für den Aufschwung dürfen nicht aus den Augen verloren werden. Während sich die Unternehmen kaum um Finanzierungsfragen und die Wechselkursentwicklung sorgen, dominieren der Fachkräftemangel und die hohen Energie- und Rohstoffpreise deren Risikowahrnehmung: Jeweils 70 Prozent der Befragten sehen hierdurch die wirtschaftliche Entwicklung des eigenen Betriebs gefährdet. Um die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie sorgt sich die Hälfte der Firmen; vor einem Jahr waren es noch 72 Prozent. 42 Prozent hadern mit den wirtschaftspolitischen Rahmen-bedingungen.

Stabile Industriekonjunktur
Sowohl die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage als auch der mittelfristigen Wachstumsaussichten fällt im produzierenden Gewerbe ähnlich positiv aus wie bereits im Frühjahr. So passt es auch ins Bild, dass die Hälfte der Industriefirmen ihre Umsätze in den vergangenen zwölf Monaten – trotz Lieferengpässen – steigern konnten, während nur rund ein Viertel Erlösrückgänge zu verbuchen hatte. Die mittelfristigen Exportaussichten sind ebenfalls mit einem deutlichen Pluszeichen versehen und die bereits im Frühjahr gute Auslastung der Produktionskapazitäten hat sich weiter verbessert: 48 Prozent der Befragten bezeichnen sie als über- und nur 14 Prozent als unterdurchschnittlich.
Manches spricht dafür, dass dieser erfreuliche Zustand von Dauer sein wird, denn die Austragseingänge sowohl aus dem In- als auch aus dem Ausland sind in den drei der Umfrage vorangehenden Monaten deutlich gestiegen. Insbesondere die Binnennachfrage gestaltete sich sehr dynamisch, so dass die Auftragspolster der regionalen Industriebetriebe weiter anwachsen konnten.

Den Konjunkturbericht bericht finden Sie unter http://www,ihk-trier.de/p/Konjunkturberichte-185.html

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