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24.03.2020

SIMON-Fleisch baut neue Förderbrücke

Rund 5 Millionen Euro investiert das Wittlicher Familienunternehmen SIMON-Fleisch GmbH derzeit in die Optimierung ihrer innerbetrieblichen Technik. Schon von Weitem sichtbar spannt sich neuerdings eine Förderbrücke mit einer Länge von mehr als 300 Metern über einen Teil des Betriebsgeländes. Über diese Brücke werden künftig rote Euro-Kisten zwischen Reinigungszentrum und Produktionsbereich transportiert. 
Damit setzt das Familienunternehmen auf eine Optimierung der innerbetrieblichen Logistik, wie Geschäftsführer Dr. Bernhard J. Simon erklärt. Die roten Kunststoffbehälter seien europaweit der heute gängige Transportbehälter für eine Vielzahl von Lebensmitteln. Nach der Zerlegung der Schweinehälften würden bei SIMON-Fleisch die einzelnen Teilstücke wie Rücken und Schultern in diese roten Kisten gelegt. Jeden Tag befülle das Unternehmen etwa 35 000 dieser Kisten – mit steigendender Tendenz. 
Habe der Schlachtbetrieb früher primär am Fleischhaken hängende Schweinehälften und grob zerlegte Teilstücke an seine Kunden geliefert, die sich der Kunde dann weiter zugeschnitten habe, würden heute fast ausschließlich vollständig fertig zugeschnittene Teilstücke ohne Knochen nachgefragt. „Bei den Herstellern von Wurstwaren und Schinken geht der Trend zum messerlosen Betrieb“, sagt Simon. 
Die roten Kisten sind Mehrwegtransportbehälter. Täglich kommen dementsprechend wieder etwa 35 000 Kisten vorgereinigt vom Kunden zurück. SIMON-Fleisch reinigt und desinfiziert sie gründlich und transportiert sie in die Produktion an die jeweiligen Arbeitsplätze – künftig per Förderband.  
Das Wittlicher Unternehmen schlachtet bis zu 23 000 Schweine in der Woche und ist damit das größte Schlachtunternehmen in Rheinland-Pfalz. Mehr als 90 Prozent der Schweine im Land werden in der Eifelstadt geschlachtet. Bundesweit zählt das Unternehmen zu den Top 10 in diesem Sektor. Mit rund 530 Mitarbeitern erwirtschaftet der Standort Wittlich einen Jahresumsatz von knapp 230 Millionen Euro. Zur Unternehmensgruppe gehören zudem der Schlachtbetrieb für Rinder, die Klaus-Dieter Fuchs GmbH in Prüm, und die Fleischwarenfabrik Eifeler Fleischwaren Ludwig Babendererde GmbH in Lissendorf. Insgesamt erwirtschaftet die Gruppe einen Umsatz von knapp 260 Millionen Euro pro Jahr. 
Auch in Zukunft will das Unternehmen nachhaltig und konstant wachsen, einen Schwerpunkt jedoch auch auf die Optimierung und Weiterentwicklung von Technik und Logistik legen. Wie Simon erklärt, sei es gerade in Zeiten des Fachkräftemangels nötig, in Technik und Logistik zu investieren, um Arbeitskräfte so effektiv wie möglich einzusetzen. Im April soll die neue Förderanlage in Betrieb gehen.

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