IHK Trier


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  • 01.05.2019

    Trier - Oberzentrum für die Region

    IHK-Positionspapier zur Kommunalwahl veröffentlicht

  • Ansprechpartner
    Foto: Dr. Matthias Schmitt
    Standortpolitik

    Dr. Matthias Schmitt

    Tel.: (06 51) 97 77-9 01
    Fax: (06 51) 97 77-5 05
    schmitt@trier.ihk.de


Dieser Text ist vom 01.05.2019 und könnte inhaltlich veraltet sein.
Der Stadt Trier kommt als Oberzentrum eine besondere wirtschaftliche Bedeutung für die gesamte Region zu. Dies zeigt sich unter anderem an einem – im Vergleich zur Einwohnerzahl – überdurchschnittlichen Anteil der regionalen Wertschöpfung und Beschäftigung. Gleichzeitig hat sich das relative wirtschaftliche Gewicht des Oberzentrums in der Region jedoch in den vergangenen Jahrzehnten rückläufig entwickelt. Dies ist ein Signal dafür, dass es einer weiteren Optimierung der unternehmensrelevanten Standortbedingungen bedarf, wenn Trier seine Wirtschaftskraft in die Zukunft hinein sichern will. Die IHK Trier hat die am 26. Mai 2019 stattfindenden Kommunalwahlen zum Anlass genommen, ein Fakten- und Positionspapier zu verfassen, das von der IHK Vollversammlung am 11. April 2019 verabschiedet wurde. Die Unternehmerschaft will damit den kommunalpolitischen Entscheidungsträgern einen Kompass für die wirtschaftsfreundliche Gestaltung der Rahmenbedingungen in Trier an die Hand geben.

Attraktive Standortbedingungen schaffen

Um die allgemeinen Standortbedingungen für unternehmerische Tätigkeit zu verbessern, erteilt die IHK weiteren Erhöhungen der Realsteuern eine klare Absage. Sie sieht mit der jüngsten Erhöhung der Gewerbesteuer und der Grundsteuer den Belastungsrahmen für die gewerbliche Wirtschaft bereits mehr als ausgereizt. Ein gutes Zeugnis stellt die IHK der Aktivität der städtischen Wirtschaftsförderung aus, die ihre Wahrnehmbarkeit in den vergangenen Jahren deutlich gesteigert hat. Bestehende Kooperationen sollten weiter intensiviert und eine Bündelung der Wirtschaftsförderungseinrichtungen der Stadt mit denen des Landkreises Trier-Saarburg ernsthaft geprüft werden. Damit die Mittelstandsfreundlichkeit der Verwaltung sichergestellt und mit diesem Pfund auch nach außen gewuchert werden kann, sollte sich das Oberzentrum am Audit zur Verleihung des Gütezeichens „Mittelstandsorientierte Kommunalverwaltung“ beteiligen.

Mobilitäts- und Flächenmanagement optimieren
Die IHK fordert die zeitnahe Umsetzung städtischer Infrastrukturprojekte um gleichzeitig eine Stärkung des Umweltverbunds als auch eine Optimierung des Verkehrsflusses beim motorisierten Individualverkehr zu erreichen. Zentrale Projekte sind in diesem Zusammenhang unter anderem die Anbindung der Höhenstadtteile, die Realisierung des Moselbahndurchbruchs und der Ausbau des Knotenpunkts Weismark-Aulstraße. Wichtig ist die frühzeitige infrastrukturelle Anbindung neuer Wohngebiete, um eine weitere Überlastung der Hauptverkehrswege zu vermeiden. Zudem bedarf es eines angebotsorientierten Ausbaus städtischer Gewerbeflächen sowie der konsequenten Sicherung und Entwicklung bestehender Gewerbe- und Industrieflächen, damit das Oberzentrum seine Wirtschaftskraft steigern kann.

Innenstadt stärken

Die Trierer Innenstadt präsentiert sich als attraktiver Kunden- und Besuchermagnet. Sie hat für die Wertschöpfung von Handel, Gastronomie und Dienstleistern eine hohe Relevanz. Die IHK fordert daher eine Fortsetzung der innenstadtorientierten Ansiedlungspolitik großflächiger Einzelhandelsbetriebe. Sie lehnt Ansiedlungen solcher Betriebe mit zentrenrelevanten Sortimenten außerhalb der Innenstadt ab. Um die Trierer City in ihrer Funktionalität zu erhalten, bedarf es eines umfassenden strategischen Ansatzes, der mit dem SENI-Prozess in Aussicht gestellt wurde. Darüber hinaus kommt der Verbesserung der innerstädtischen Erreichbarkeit für alle Formen des Wirtschaftsverkehrs hohe Bedeutung zu.

In touristische Infrastruktur investieren
Die IHK plädiert für eine Abschaffung der Beherbergungssteuer und fordert, zumindest den Bezug zum kommunalen Abgabengesetz und damit eine enge Zweckbindung der eingenommen finanziellen Mittel herzustellen. Dabei ist ein Mitwirkungsrecht der Wirtschaft bei der Mittelvergabe zentral. Die großen wirtschaftlichen Impulse, die der Tourismus dem Oberzentrum verleiht und die dadurch generierten Einnahmen, rechtfertigen gezielte Investitionen in die touristische Infrastruktur, um diese nachhaltig zu stärken. Gleiches gilt für investive Maßnahmen in das kulturelle Angebot.

Bei der Fachkräftesicherung unterstützen
Der Fachkräftemangel ist der zentrale Risikofaktor für den Geschäftserfolg der regionalen Unternehmen. Auch die Stadt kann einen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten, indem sie die Berufsschulen beispielsweise durch eine verbesserte Ausstattung im IT-Bereich unterstützt und die Kita-Betreuungsinfrastruktur weiter ausbaut, um Eltern eine einfachere Teilnahme am Erwerbsleben zu ermöglichen.

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