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IHK Trier


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  • 01.11.2021

    Wie mobil ist die Region Trier?

    Umfrage zeigt Nachholbedarf bei Infrastruktur und Mobilitätsalternativen auf

  • Foto: Wilfried Ebel
    Standortpolitik

    Wilfried Ebel

    Tel.: (06 51) 97 77-9 20
    Fax: (06 51) 97 77-5 05
    ebel@trier.ihk.de


Dieser Text ist vom 01.11.2021 und könnte inhaltlich veraltet sein.
Die Region Trier ist zwar gut erreichbar, aber es gibt reichlich Verbesserungspotenzial. So sehen es die Unternehmen in der Region laut einer aktuellen Umfrage der IHK und HWK Trier. Innerhalb der Region schneidet der Landkreis Trier-Saarburg mit einem Notendurchschnitt von 2,1 am besten ab. Schlusslichter sind mit einem Durchschnitt von 2,7 das Oberzentrum Trier und der Landkreis Vulkaneifel. Die seit Jahren dort ausstehende Umsetzung zentraler Infrastrukturprojekte – wie die Westumfahrung Trier und der A 1-Lückenschluss – könnte eine mögliche Erklärung sein.

Schienenanbindung und Lade-infrastruktur: Viel Luft nach oben
Überhaupt nicht zufrieden sind die Betriebe mit der überregionalen Schienenanbindung (40,8 Prozent), der ÖPNV-Anbindung mit der Bahn (38 Prozent) und der Ladeinfrastruktur für alternative Antriebe (31,9 Prozent). Die Unternehmen signalisieren damit bereits wichtige Baustellen auf dem Weg zu einer alternativen Mobilität.
Hierzu zählt insbesondere auch der Neu- und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur, dem die Unternehmen in allen Bereichen große Bedeutung beimessen. Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen sowie kommunale Straßen werden dabei von den meisten Unternehmen weiterhin als „sehr wichtig“ (jeweils über 40 Prozent) angesehen und verdeutlichen damit die auch künftig notwendige Umsetzung zentraler Straßenprojekte.
Mit einem Gesamtanteil von 84 Prozent der Stimmen sehen die meisten Unternehmen den Ausbau des ÖPNV-Angebots mit Bus und Schiene als „sehr wichtig“ (35,2 Prozent) oder „wichtig“ (48,4 Prozent) an. Hier gilt es daher, wie auch beim ähnlich dringlich gewerteten Ausbau der Lade-Infrastruktur für alternative Antriebe (79,8 Prozent „sehr wichtig“ und „wichtig“), bereits eingeleitete Vorhaben systematisch voranzutreiben, zu ergänzen und mit schlankeren Planungsverfahren deutlich zu beschleunigen.

Wirtschaft fordert Klimaschutz mit Augenmaß
Die Wirtschaft bekennt sich zu einer nachhaltigen Verkehrs- und Klimaschutzpolitik, ist jedoch nicht mit allen diskutierten Klimaschutzmaßnahmen im Bereich der Mobilität einverstanden. Als „genau richtig“ werten die meisten Unternehmen „Finanzielle Anreize für alternative Antriebe“ (51,2 Prozent), die Idee eines „365 €-ÖPNV-Tickets“ (48,8 Prozent) und die „Förderung zum Ausbau der Ladeinfrastruktur“ (41,8 Prozent). Viele finden diese sogar noch als „zu zurückhaltend“.
Etwas uneinig scheinen die Unternehmen bezüglich der „Vorgaben zur Begrenzung des CO2-Ausstoßes im Verkehrsbereich“. Rechnet man die Unternehmen mit ein, die diese Vorgaben als „zu zurückhaltend“ (24,4 Prozent) bewerten, überwiegt mit 61,5 Prozent („genau richtig“ oder „zu zurückhaltend“) allerdings noch deutlich die Zustimmung.
Ganz oben auf der Liste der Projekte, die mehr als der Hälfte der Befragten als „zu weitgehend“ ansieht, steht das „Verbot reiner Verbrennungsmotoren bei Neufahrzeugen ab 2030“ (73,7 Prozent), gefolgt von der „Einführung einer Klima-Maut für Pkw“ (62 Prozent), „Fahrverbote in Städten“ (61 Prozent), „CO2-Bepreisung von Kraftstoffen“ (58,7 Prozent) sowie dem „Tempolimit auf Autobahnen (130 km/h)“ (52,1 Prozent).
Die Rückmeldungen bestätigen damit die von der IHK immer wieder geforderte Technologieoffenheit und den Einsatz von Anreizen statt Verboten zum Erreichen der Klimaschutzziele im Verkehrsbereich.

„Erreichbarkeit des ländlichen Raums“: Mobilitätsthema Nr. 1

Befragt nach den wichtigsten Mobilitätsthemen der Zukunft sieht ein Großteil der befragten Unternehmen (78,9 Prozent) die „Erreichbarkeit des ländlichen Raums“ an erster Stelle. Die schnelle, flexible, kostengünstige Mobilität von Gütern und Personen wird auch in Zukunft ein entscheidender Faktor im Standortwettbewerb sein, der über den Erfolg der Unternehmen entscheidet.
Die laufende Diskussion um eine notwendige Verkehrswende muss daher gerade für den ländlichen Raum Lösungen aufzeigen, die hier auch in Zukunft Mobilität von Gütern und Personen wettbewerbsfähig gewährleisten und verhindern, dass diese Räume den Anschluss an die mobile Zukunft verlieren. Wie die von den Unternehmen auf Platz zwei und drei gewählten Themen verdeutlichen, zählt hierzu allen voran der „Erhalt und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur vor Ort” (65,3 Prozent) sowie der „Erhalt und Ausbau der überregionalen Verkehrsinfrastruktur” (57,3 Prozent).

Den Auswertungsbericht finden Sie unter https://www.ihk-trier.de/p/Mobil-7-22255.html.

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