Offizielles Internetangebot der IHK Trier


03.07.2012

Allergenkennzeichnung Wein

Allergenkennzeichnung bei WeinIn Brüssel ist die Verordnung über die Kennzeichnung weiterer allergener Inhaltsstoffe als Durchführungsverordnung (EU) Nr. 579/2012 der Kommission vom 29. Juni 2012 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 607/2009 mit Durchführungsbestimmungen zur Verordnung (EG) Nr. 479/2008 des Rates hinsichtlich der geschützten Ursprungsbezeichnungen und geographischen Angaben, der traditionellen Begriffe sowie der Kennzeichnung und Aufmachung bestimmter Weinbauerzeugnisse (EU-Amtsblatt L Nr. 171 v. 30. Juni 2012) veröffentlicht worden und seit 3. Juli in Kraft.Der Artikel 51 („Anwendung bestimmter horizontaler Vorschriften“) der Verordnung (EG) Nr. 607/2009, in dem bisher schon die Verpflichtung zur Kennzeichnung von Sulfiten geregelt ist, wurde neu gefasst:

(1) Zur Angabe der Zutaten gemäß Artikel 6 Abs. 3a der Richtlinie 2000/13/EG sind für Sulfite, für Milch und daraus gewonnene Erzeugnisse sowie für Eier und daraus gewonnene Erzeugnisse die in Anhang X Teil A aufgeführten Angaben zu verwenden.
(2) Die Angaben gemäß Absatz 1 können durch Verwendung der in Anhang X Teil B aufgeführten Piktogramme ergänzt werden.“ Gemäß Anhang X Teil A sind danach in deutscher Sprache folgende Angaben zu verwenden:
•    Angaben für Sulfite: Es bleibt bei der bisherigen Angabe „Sulfite“ oder „Schwefeldioxid“
•    Angaben für Eier und daraus gewonnene Erzeugnisse:     „Ei“, „Eiprotein“, „Eiprodukt“, „Lysozym aus Ei“ oder „Albumin aus Ei"
•    Angaben für Milch und daraus gewonnene Erzeugnisse: „Milch“, „Milcherzeugnis“, „Kasein aus Milch“ oder „Milchprotein“.

Die Verpflichtung zur Kennzeichnung der Angaben für Milch, Ei und den daraus gewonnenen Erzeugnissen gilt für Weine und Weinbauerzeugnisse gemäß Anhang XI b der Verordnung (EG) Nr. 1234/2007, die vollständig oder teilweise aus Trauben der 2012er Lese und nachfolgender Erntejahre gewonnen und nach dem 30. Juni 2012 etikettiert wurden.Eine Kennzeichnungspflicht entfällt, wenn bei der Herstellung des Weines keine Mittel auf Ei- oder Milchbasis eingesetzt wurden oder ein Nachweis dieser allergenen Inhaltsstoffe im Endprodukt nach den von der OIV verabschiedeten Analysenmethoden (OIV = ELISA-Test, Nachweisgrenze 0,25 mg/l) nicht möglich ist.

Die Dienststellen der Europäischen Kommission haben zur Frage, in welcher Sprache die Allergenkennzeichnung in den Mitgliedstaaten zu erfolgen hat, eine Information in englischer Sprache bereitgestellt. (siehe PDF). Danach müssen diese Angaben in Deutschland in jedem Fall in deutscher Sprache gemacht werden. – auch bei der zusätzlichen Verwendung eines Piktogramms.


Ansprechpartner

Albrecht Ehses
IHK Trier
Tel.: (06 51) 97 77-2 01
Fax: (06 51) 97 77-9 65
E-Mail: ehses@trier.ihk.de