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TIPP, Freihandelsabkommen, IHK Trier
(Foto: daboost - Fotolia.com)

28.05.2014

TTIP: Wirtschaft hofft auf leichteren Warenverkehr

Große Chance statt Bedrohung: Die in den USA tätigen Unternehmen aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland sehen dem umstrittenen Transatlantic Trade and Investment Partnership (TTIP) mit hohen Erwartungen entgegen: 85 Prozent der Unternehmen erhoffen sich positive oder sogar sehr positive Effekte für ihre Geschäftstätigkeit durch das Freihandelsabkommen. Das hat eine aktuelle Umfrage der Industrie- und Handelskammern aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland ergeben.

Die IHKs bedauern vor diesem Hintergrund, mit welch kritischen Tönen die TTIP-Verhandlungen zuletzt öffentlich begleitet wurden, zum Teil selbst von Vertretern der Landesregierung. „Für Rheinland-Pfalz  und das Saarland sind die USA der wichtigste Handelspartner außerhalb Europas. Das geplante Freihandelsabkommen würde den Warenverkehr erheblich erleichtern und damit den transatlantischen Handel deutlich beleben“, betont Albrecht Ehses, Geschäftsführer International und Wein bei der IHK Trier.

Fast 90 Prozent der befragten Unternehmen unterhalten bereits heute Geschäftsbeziehungen in die USA, rund 44 Prozent sind mit einer Niederlassung vor Ort vertreten. Als wichtigste Verhandlungsziele nannten sie über alle Betriebsgrößen hinweg den Abbau von Zöllen und das Angleichen von Normen und Standards. „Die unterschiedlichen Vorgaben führen dazu, dass Unternehmen heute oftmals Produkte doppelt produzieren müssen. Das bedeutet für die Unternehmen viel Aufwand und hohe Kosten. Gerade die mittelständischen Betriebe würden daher von einer Anpassung oder gegenseitigen Anerkennung von Normen und Standards enorm profitieren“, sagt Susanne Martin, Referentin International der IHK Trier.

Die IHKs erhoffen sich in der künftigen Debatte mehr Objektivität. Es müssten wieder die eigentlichen Verhandlungsziele in den Fokus rücken. Wichtig sei auch mehr Transparenz für die Betriebe und die Bevölkerung. Martin: „TTIP darf nicht als Schreckgespenst dargestellt werden.“

Alle Ergebnisse finden Sie im Internet unter www.ihk-arbeitsgemeinschaft-rlp.de.



Ansprechpartner

Susanne Kant
International
Tel.: (06 51) 97 77-2 30
Fax: (06 51) 97 77-2 05
E-Mail: susanne.kant@trier.ihk.de




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