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  • Zuschussprogramm "Ausbildungsplätze sichern" wurde aktualisiert

    Ausbildungsprämien

  • Foto: Thomas Mersch
    Ausbildung

    Thomas Mersch

    Tel.: (06 51) 97 77-3 40
    Fax: (06 51) 97 77-3 05
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    Foto: Jürgen Thomas
    Ausbildung

    Jürgen Thomas

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    Ausbildung

    Petra Scholz

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    Foto: Marion Fisch
    Ausbildung

    Marion Fisch

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    Fax: (06 51) 97 77-3 05
    marion.fisch@trier.ihk.de

Das im Sommer gestartete Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ sieht verschiedene Unterstützungsangebote in Form von Zuschüssen für Ausbildungsbetriebe vor. Das Förderprogramm richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die von der Corona-Krise betroffen sind und weiterhin jungen Menschen eine Ausbildung ermöglichen.

Die Förderungen wurden folgendermaßen erweitert:
  • Ausbildungsbetriebe werden künftig mit Ausbildungsprämien gefördert, wenn sie im Zeitraum von April bis Dezember 2020 in zwei zusammenhängenden Monaten einen Umsatzeinbruch von durchschnittlich mindestens 50 Prozent oder in fünf zusammenhängenden Monaten von durchschnittlich mindestens 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr verkraften müssen (bisher: durchschnittlich mindestens 60 Prozent in April und Mai 2020 gegenüber dem Vorjahr)
  • Die Durchführung von Kurzarbeit wird in Zukunft auch im zweiten Halbjahr 2020 berücksichtigt (bisher: nur erstes Halbjahr 2020).
  • Ausbildungen, die vom 24. Juni 2020 (das ist das Datum des Kabinettbeschlusses zu den Eckpunkten des Bundesprogramms) bis zum 31. Juli 2020 begonnen haben, werden in die Ausbildungsprämien miteinbezogen.
  • Die Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung zur Vermeidung von Kurzarbeit in der Ausbildung werden bis einschließlich Juni 2021 verlängert (bisher: Laufzeit bis einschließlich Dezember 2020).
  • Die Übernahme von Auszubildenden, deren Ausbildungsstelle wegen pandemiebedingter Insolvenz des ursprünglichen Betriebes verloren gegangen ist, wird künftig unabhängig von den Betriebsgrößen mit einer Übernahmeprämie gefördert (bisher: nur, wenn beide Betriebe maximal 249 Mitarbeiter hatten).
  • Solche Übernahmen werden bis zum 30. Juni 2021 gefördert (bisher: bis zum 31. Dezember 2020).
  • Antragsverfahren

    Unternehmen müssen die Förderung bei Ihrer zuständigen Agentur für Arbeit beantragen.

    Zusätzlich zum Antrag benötigen Sie eine Bescheinigung der zuständigen Stelle für den Ausbildungsberuf(nach dem Berufsbildungsgesetz, der Handwerksordnung oder dem Seearbeitsgesetz). Meist sind das die Kammern, zum Beispiel die Industrie- und Handelskammern oder die Handwerkskammern.

    Außerdem müssen Sie eine De-minimis-Erklärung abgeben.


    Über den folgenden Link finden Sie Antragsformulare der Agentur für Arbeit:
    https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/bundesprogramm-ausbildungsplaetze-sichern
  • Bedingungen für alle Förderungen

    Die Förderung können kleine und mittlere Unternehmen (KMU) beantragen. KMU sind Unternehmen mit bis zu 249 Beschäftigten. Als Beschäftigtenzahl wird die Zahl der Mitarbeiter in Vollzeitäquivalenten zum Stichtag 29. Februar 2020 zugrunde gelegt. Bei verbundenen Unternehmen werden die Beschäftigten der einzelnen Unternehmen zusammen berücksichtigt.

    Bitte beachten Sie, dass die Übernahmenprämien auch auf die Ausbildung fortsetzende Unternehmen mit mehr als 249 Mitarbeitern zielen.

    Für die Förderung kommen KMU in Betracht, die eine Berufsausbildung in staatlich anerkannten Ausbildungsberufen oder in den bundes- und landesrechtlich geregelten praxisintegrierten Ausbildungen im Gesundheits-und Sozialwesen durchführen. Praktika sind ausgeschlossen.


  • Einschränkungen

    Es werden Ausbildungsverhältnisse gefördert, die im Zeitraum von 24.06.2020 bis 15.02.2021 beginnen.

    Unternehmen können nur eine Prämie pro Ausbildungsvertrag erhalten.

    Sie können die Förderungen aus dem Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ nicht mit Förderungen auf anderen rechtlichen Grundlagen oder nach anderen Programmen des Bundes oder der Länder kombinieren, die die gleiche Zielrichtung oder den gleichen Inhalt haben.

Förderungen des Bundesprogramm "Ausbildungsplätze sichern"

  • (1) Ausbildungsprämie bei Erhalt des Ausbildungsniveaus (Ausbildungsprämie)

    Ziel der Förderung ist es, Ausbildungsbetriebe und ausbildende Einrichtungen zu motivieren, ihr Ausbildungsniveau trotz der Folgen der Corona-Krise aufrecht zu erhalten.

    Eine Förderung setzt voraus, dass das Unternehmen sein Ausbildungsniveau im Jahr 2020 im Vergleich zu den drei Vorjahren nicht verringert. Verglichen werden die Ausbildungsverträge, die für das Ausbildungsjahr 2020 abgeschlossen worden sind, mit dem Durchschnitt der über die letzten drei Jahre (2017–2019) abgeschlossenen Ausbildungsverträge.

    Antragsberechtigt sind kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), die durch die COVID-19-Krise in erheblichem Umfang betroffen sind. Davon ist auszugehen,
    • wenn das Unternehmen in den Monaten von Januar bis Dezember 2020 wenigstens in einem Monat Kurzarbeit durchgeführt hat
    • oder dessen Umsatz um durchschnittlich mindestens 50 Prozent in zwei zusammenhängenden Monaten oder 30 Prozent in fünf zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis Dezember 2020 gegenüber dem jeweiligen Zeitraum im Jahr 2019 eingebrochen ist. Bei einem Ausbildungsbetrieb, der nach April 2019 gegründet worden ist, kann in beiden Varianten alternativ der Durchschnitt des jeweiligen Zeitraums für 2020 mit dem Durchschnitt der Umsätze der Monate November und Dezember 2019 verglichen werden.

    Gefördert wird bei Vorliegen der Voraussetzungen durch einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 2.000 Euro für jeden für das Ausbildungsjahr 2020 abgeschlossenen Ausbildungsvertrag. Die Auszahlung erfolgt nach dem Ende der erfolgreich abgeschlossenen Probezeit.

    Der Antrag ist innerhalb von drei Monaten nach
    • dem 11. Dezember 2020
    • oder - wenn die Probezeit erst nach diesem Tag abläuft - dem erfolgreichen Abschluss der Probezeit des jeweiligen Ausbildungsverhältnisses
    zu stellen.
  • (2) Ausbildungsprämie bei Erhöhung des Ausbildungsniveaus (Ausbildungsprämie plus)

    Ziel der Förderung ist es, Ausbildungsbetriebe und ausbildende Einrichtungen zu motivieren, ihr Ausbildungsniveau im Vergleich zu den Vorjahren nicht nur aufrecht zu erhalten, sondern sogar zu erhöhen.

    Eine Förderung setzt voraus, dass das Unternehmen sein Ausbildungsniveau im Jahr 2020 im Vergleich zu den drei Vorjahren erhöht. Verglichen werden die Ausbildungsverträge, die für das Ausbildungsjahr 2020 abgeschlossen worden sind, mit dem Durchschnitt der über die letzten drei Jahre (2017–2019) abgeschlossenen Ausbildungsverträge. 

    Antragsberechtigt sind KMU, die durch die COVID-19-Krise in erheblichem Umfang betroffen sind. Davon ist auszugehen,
    • wenn das Unternehmen in den Monaten von Januar bis Dezember 2020 wenigstens in einem Monat Kurzarbeit durchgeführt hat
    • oder dessen Umsatz um durchschnittlich mindestens 50 Prozent in zwei zusammenhängenden Monaten oder 30 Prozent in fünf zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis Dezember 2020 gegenüber dem jeweiligen Zeitraum im Jahr 2019 eingebrochen ist. Bei einem Ausbildungsbetrieb, der nach April 2019 gegründet worden ist, kann in beiden Varianten alternativ der Durchschnitt des jeweiligen Zeitraums für 2020 mit dem Durchschnitt der Umsätze der Monate November und Dezember 2019 verglichen werden.

    Gefördert wird bei Vorliegen der Voraussetzungen ein einmaliger Zuschuss in Höhe von 3.000 Euro für jeden über das frühere Ausbildungsniveau zusätzlich für das Ausbildungsjahr 2020 abgeschlossenen Ausbildungsvertrag. Die Auszahlung erfolgt auch in diesem Falle nach dem Ende der erfolgreich abgeschlossenen Probezeit.

    Der Antrag ist innerhalb von drei Monaten nach 
    • dem 11. Dezember 2020
    • oder - wenn die Probezeit erst nach diesen Tag abläuft - dem erfolgreichen Abschluss der Probezeit des jeweiligen Ausbildungsverhältnisses
    zu stellen.
  • (3) Förderung bei Vermeidung von Kurzarbeit (Zuschuss zur Ausbildungsvergütung)

    Ziel der Förderung ist es, Kurzarbeit bei Auszubildenden zu vermeiden, um den erfolgreichen Abschluss der begonnenen Ausbildung sicherzustellen.

    Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung werden einem Ausbildungsbetrieb und einer ausbildenden Einrichtung gewährt, der
    • Kurzarbeit durchgeführt hat und
    • trotz relevantem Arbeitsausfall aufgrund der Corona-Krise im Betrieb oder in einer Betriebsabteilung
    • Auszubildende und - außerhalb von Zeiten des Berufsschulunterrichts - deren Ausbilder, die jeweils von erheblichem Arbeitsausfall betroffen sind, nicht in Kurzarbeit bringt oder hält, sondern seine laufenden Ausbildungsaktivitäten fortsetzt.

    Erforderlich ist ein Arbeitsausfall von mindestens 50 Prozent im gesamten Betrieb; anderenfalls wird davon ausgegangen, dass die Ausbildungsaktivitäten auch ohne Förderung wie üblich fortgesetzt werden können.

    Die Förderung erfolgt in Höhe von 75 Prozent der Brutto-Ausbildungsvergütung für jeden Monat, in dem im Betrieb ein Arbeitsausfall von mindestens 50 Prozent zu verzeichnen ist. Die Förderung ist befristet bis Juni 2021.
  • (4) Übernahme bei Insolvenzen fördern (Übernahmeprämie)

    Ziel der Förderung ist die Sicherung der Weiterführung von Ausbildungsverhältnissen bei pandemiebedingter Insolvenz eines ausbildenden Unternehmen.

    Antragsberechtigt sind ausbildende Unternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen, die Auszubildende aus pandemiebedingt insolventen ausbildenden Unternehmen bis zum 30. Juni 2021 für die Dauer der restlichen Ausbildung übernehmen.
    • Voraussetzung beim insolventen Unternehmen: Eine pandemiebedingte Insolvenz, das heißt, das Insolvenzverfahren wurde zwischen dem 1. April 2020 und dem 31. Dezember 2020 eröffnet und das Unternehmen war vor dem dem 31. Dezember 2019 gemäß EU-Definition nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten.
    • Voraussetzung beim Übernahme-Unternehmen: Antragsberechtigt sind ausbildende Unternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen, die Auszubildende aus pandemiebedingt insolventen Ausbildungsbetrieben bis zum 30. Juni 2021 für die Dauer der restlichen Ausbildung übernehmen.

    Die Förderung erfolgt bei Vorliegen der Voraussetzungen durch eine einmalige Übernahmeprämie in Höhe von 3.000 Euro pro aufgenommenem Auszubildenden an das aufnehmende Unternehmen. Die Förderung ist bis zum 30. Juni 2021 befristet.

    Der Antrag ist innerhalb von drei Monaten nach 
    • dem 11. Dezember 2020
    • oder - wenn die Probezeit erst nach diesem Tag abläuft - dem erfolgreichen Abschluss der Probezeit des jeweiligen Ausbildungsverhältnisses
    zu stellen.
  • (5) Förderung von Auftrags- und Verbundausbildung

    Ziel der Förderung ist die Stimulierung der stärkeren Nutzung von Verbund- oder Auftragsausbildung im Ausbildungsjahr 2020/21 für Auszubildende in KMU, die ihre Ausbildung temporär nicht im eigenen Betrieb weiterführen können, weil der Betrieb vollständig oder zu wesentlichen Teilen pandemiebedingt von Schließungen oder erheblichen Auflagen, die eine Fortsetzung des Geschäftsbetriebs maßgeblich behindern, betroffen ist. Die Verbund- oder Auftragsausbildung kann in anderen KMU, in Überbetrieblichen Berufsbildungsstätten (ÜBS) oder durch andere etablierte Ausbildungsdienstleister durchgeführt werden, wobei die betriebliche Ausbildung Vorrang hat.

    Eine Einstellung oder maßgebliche Behinderung des Geschäftsbetriebs vollständig oder zu wesentlichen Teilen in Folge der Corona-Pandemie wird angenommen, wenn der Umsatz in den Monaten April und Mai 2020 um durchschnittlich mindestens 60 Prozent gegenüber den entsprechenden Vorjahresmonaten zurückgegangen ist.

    Antragsberechtigt sind
    • KMU aus allen Wirtschaftsbereichen, die o. g. Auszubildende im Rahmen der Auftrags- oder Verbundausbildung für mindestens sechs Monate im eigenen Betrieb ausbilden und über die hierfür notwendige Ausbildungseignung verfügen, und
    • ÜBS sowie andere etablierte Ausbildungsdienstleister, die o. g. Auszubildende im Rahmen der Auftrags- oder Verbundausbildung für mindestens sechs Monate ausbilden.

    Gemäß der Vorgabe der Ziffer 30 des Beschlusses des Koalitionsausschusses vom 3. Juni 2020 sollen die Details der Durchführung einer solchen Verbund- oder Auftragsausbildung im Rahmen der Allianz für Aus- und Weiterbildung erörtert werden.

    Eine Förderung erfolgt frühestens ab Inkrafttreten der Förderrichtlinie. Sie ist befristet bis zum 30. Juni 2021.

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