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17.11.2014

Auswirkungen der LMIV auf Wein

Über die im geltenden Recht bereits bestehenden obligatorischen Angaben in der Kennzeichnung von Weinbauerzeugnissen hinaus sieht die ab 13.12.2014 geltende Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV VO (EU) Nr. 1169/2011) als verpflichtende Angaben das Verzeichnis der Zutaten sowie eine Nährwertdeklaration vor. Jedoch ist in der Verordnung festgelegt, dass diese Angaben für Getränke mit einem Alkoholgehalt von mehr als 1,2 Volumenprozent zunächst nicht verpflichtend sind. Die EU- Kommission ist gehalten, bis zum 13.12.2014 zum weiteren Procedere einen Bericht vorzulegen.
Desweiteren sieht die LMIV vor, dass die obligatorischen Angaben in einer Mindestschriftgröße von 1,2 Millimeter bezogen auf den kleinen Buchstaben „x“ auf dem Etikett erscheinen müssen.
Die im Weinsektor geltenden Besonderheiten bezüglich der Mindestschriftgröße der Schriftzeichen bei der Angabe des Alkoholgehalts und des Nennvolumens bleiben bestehen.
Unmittelbare Auswirkung hat, dass neben Erzeugniskategorie (Wein, Schaumwein, Perlwein) und der Angabe des Namens oder der Firma künftig auch die Anschrift des Lebensmittelunternehmers auf der Außenverpackung erscheinen muss, in der die vorverpackten Lebensmittel vermarktet werden. Die Angabe des Mindesthaltbarkeitsdatums oder des Verbrauchdatums ist bei Wein, Likörwein, Schaumwein etc. nicht erforderlich.
Auf Bundesebene tritt zum 13. Dezember eine Verordnung zur Allergenkennzeichnung bei unverpackten Lebensmitteln in Kraft (offener Ausschank von Weinerzeugnissen). Die Kennzeichnung kann erfolgen in Speise- und Getränkekarten oder Preisverzeichnissen, durch einen Aushang in der Verkaufsstätte oder durch sonstige schriftliche oder elektronische Unterrichtung, die vor Abgabe des Lebensmittels zur Kenntnis genommen werden können. Unter besonderen Voraussetzungen reicht auch eine mündliche Information.


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