IHK Trier


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(Foto: LBM)
  • 15.01.2020

    Bringen wir die Region auf die Überholspur!

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    Foto: Dr. Matthias Schmitt
    Standortpolitik

    Dr. Matthias Schmitt

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Die Industrie- und Handelskammer (IHK) und Handwerkskammer (HWK) Trier fordern, mit Blick auf die weiterhin unterdurchschnittliche regionale Wirtschaftskraft die hiesigen Standortbedingungen nachhaltig zu verbessen. Das Bruttoinlandsprodukt pro Erwerbstätigem liege mehr als 10 Prozent unter den rheinland-pfälzischen und 16 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt.

In einem gemeinsam verfassten Positionspapier mit dem Titel „Region Trier 2030: Innovationskraft stärken – Mitarbeiter qualifizieren“ adressieren die Kammern mehrere unternehmensrelevante Handlungsfelder und formulieren hierzu eine Reihe von Forderungen. Fachkräftesicherung, Digitalisierung, Mobilität, Innenstadt-, Handels- und Tourismusentwicklung, interkommunale Kooperation, Unternehmensorientierung der Verwaltung und Haushaltskonsolidierung stehen im Mittelpunkt der Ausführungen.

Die Wirtschaftskammern sehen zwar Fortschritte bei der Steigerung der Standortattraktivität in den vergangenen Jahren, beispielsweise durch die Fertigstellung des Hochmoselübergangs und den einsetzenden Ausbau der Breitbandinfrastruktur. Gleichzeitig stünden die Unternehmen in der Region jedoch weiterhin vor großen Hindernissen. „Es finden sich kaum qualifizierte Fachkräfte, es klaffen immer noch große Lücken im Breitband-, Mobilfunk- und Verkehrsnetz, Genehmigungsverfahren ziehen sich hin und die Versorgungsinfrastruktur im ländlichen Raum dünnt zunehmend aus,“ kritisieren IHK-Präsident Peter Adrian und sein HWK-Kollege Rudi Müller.

Glasfaser und Digital Hub
Besonders dringenden Handlungsbedarf sieht Adrian in Sachen Digitalisierung: „Unser ländlich geprägter Raum kann nur dann im Wettbewerb der Regionen um Investitionen und Fachkräfte punkten, wenn wir bei der digitalen Infrastruktur auf Augenhöhe mitspielen können! Davon sind wir derzeit noch ein großes Stück entfernt.“ So fordert der IHK-Präsident den flächendeckenden Ausbau der stationären und mobilen digitalen Infrastruktur mit Glasfaseranbindung bis zum Endabnehmer und regt die Weiterentwicklung des Digital Hub zu einem Zentrum der Digitalisierung für die Region Trier an.

HWK-Präsident Rudi Müller plädiert für die stärkere Vermittlung von Digitalisierungskompetenzen in Schule und Ausbildung. „Wenn wir das Fachkräfteangebot für unseren regionalen Mittelstand langfristig stabilisieren wollen, müssen wir unser international anerkanntes System der dualen Ausbildung zu einem Premiumprodukt weiterentwicklen. Dazu gehört auch eine bessere Sach- und Personalausstattung der Berufsschulen. Zudem muss die Berufsorientierung – gerade an den weiterführenden Schulen –, verbessert werden.“

Darüber hinaus machen sich IHK und HWK Trier unter anderem für den A 1-Lückenschluss und die Westumfahrung Trier, die Erarbeitung und Umsetzung von Innenstadtentwicklungskonzepten, Investitionen in die touristische Infrastruktur, stärkere interkommunale Kooperation und unternehmerfreundliches Verwaltungshandeln stark.


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