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Corona-Mutmacher: Die Cocktailshakerz aus Lösnich

Wie handgemachte Mojitos und Pina Coladas die Krise versüßen

Wenn das Leben dir Limetten gibt, mach‘ Cocktails daraus! So ähnlich ließe sich der Beginn der Corona-Erfolgsgeschichte der Cocktailshakerz betiteln. Denn mit einem Berg Limetten, den die Betreiber der mobilen Cocktailbar aus Lösnich für eine Großveranstaltung gekauft hatten, fing sie an. Das Event fiel wegen der einsetzenden Coronapandemie ins Wasser, und die Früchte sollten nicht in den Kisten versauern. Also entschieden sich Carolin Müllers und Marco Maurer kurzerhand, einen Lieferservice auf die Beine zu stellen. Und der bringt immer mehr Kunden auf den Geschmack.

Statt auf Straßenfesten, Hochzeiten und Geburtstagen mixt das berufliche wie private Paar Caipirinhas, Mojitos & Co. nun in ihrer umfunktionierten Garage. Am Wochenende oder nach Feierabend, schließlich haben beide hauptberuflich andere Jobs. Carolin Müllers (34) arbeitet als Köchin, Marco Maurer (44) als Straßenwärter. Doch die flüssigen Kreationen sind ihre Leidenschaft. Beide haben eine Barschule besucht und 2015 ihr kleines Familienunternehmen gegründet.  

Das Geschäft lief gut – bis die Coronapandemie fast allen Veranstaltungen einen Strich durch die Rechnung machte. Innerhalb weniger Tage richteten die Cocktailshakerz den Lieferdienst als Alternative ein. Erst waren es Nachbarn und Freunde, die bestellten, dann zog das Angebot immer weitere Kreise. Bei Facebook wirbt das Duo mit einer wöchentlich wechselnden Karte. In Richtung Bernkastel-Kues, Wittlich, Traben-Trarbach und Morbach sind sie nun meistens unterwegs. „An einem Abend bin ich fünfmal zu den gleichen Leuten gefahren“, erzählt Müllers und lacht.

„Wir machen das ja nicht unbedingt, um Geld zu verdienen, sondern um im Gespräch zu bleiben.“ Die großen Events sehnt sie also dennoch zurück. Und bis dahin versüßt eben der Pina Colada die Zeit. „Man muss in jeder Krise eine Chance sehen.“

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