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02.12.2019

Digital transformieren mit Beratungszuschuss

Fördermittel helfen Unternehmen bei der Digitalisierung

Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) haben in Rheinland-Pfalz die Möglichkeit, zwischen zwei verschiedenen, nicht zurückzuzahlenden Zuschüssen für Digitalisierungsvorhaben zu wählen: BITT
(Beratungen zu Innovation und Technologietransfer) und go-digital bezuschussen jeweils die Kosten für autorisierte, externe Beratung.

BITT-Programm bezuschusst Technologieberatung
Das BITT-Förderprogramm weist sechs unterschiedliche Beratungsbereiche auf, die einzeln in Anspruch genommen werden können: Technologieorientiert, Aufbau eines Qualitätsmanagementsystems,
Aufbau eines Innovationsmanagementsystems, Patent- und Datenbankrecherche, Begutachtungen von technologieorientierten Fördervorhaben und Einführung spezieller EDV / Informationstechnik. Förderfähig
sind Unternehmen, die weniger als 250 Beschäftigte und einen Umsatz von bis zu 50 Millionen Euro aufweisen. Die Digitale Transformation wird vor allem durch den Förderbereich zur Einführung von Informationstechnik abgedeckt. Für das geplante Vorhaben müssen mindestens 10 000 Euro investiert werden, dann können bis zu 15 Beratertage zu maximal 800 Euro mit bis zu 50 Prozent innerhalb
von drei Steuerjahren bezuschusst werden. Berater können Beratungsunternehmen, Hochschulen oder Forschungseinrichtungen mit den erforderlichen Fähigkeiten, ausreichender Erfahrung und der
notwendigen Zuverlässigkeit sein. Die Anträge können direkt bei der IHK gestellt werden, welche diese zusammen mit einer Förderempfehlung an die ISB weiterleitet.

Bei go-digital aus drei Modulen wählen
Das Förderprogramm go-digital können Unternehmen mit unter 100 Beschäftigten, einem Jahresumsatz von höchstens 20 Millionen Euro und Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland beantragen.
Dabei kann aus drei verschiedenen Modulen gewählt werden: Digitalisierte Geschäftsprozesse, Digitale Markterschließung oder IT-Sicherheit. Förderfähig sind 50 Prozent von einem maximalen Beratertagessatz von 1100 Euro bei einem Umfang von höchstens 30 Tagen.
Dazu muss ein Hauptmodul gewählt werden, welches mindestens 51 Prozent des Förderschwerpunkts ausmacht und mit bis zu 20 Beratertagen gefördert werden kann. Die restlichen zehn Beratertage
können auf ein oder zwei Nebenmodule aufgeteilt werden. Sollte sich das Unterfangen nicht hauptsächlich um das Thema IT-Sicherheit drehen, muss dieses als Nebenmodul mit mindestens zwei Beratertagen bedacht werden. Go-digital kann direkt bei einem der vom Projektträger autorisierten Beratungsunternehmen beantragt werden, welche auch den Förderantrag für die zu fördernden Unternehmen ausfüllen und abschicken. Eine Liste mit autorisierten Beratern ist auf der Seite des Förderprogramms verfügbar: www.bmwi-go-digital.de
Svenja Haase von der Johanns Systemhaus GmbH lobt das Förderprogramm go-digital. Es sei für kleine- und mittelständische Unternehmen gedacht und zeige, dass der Staat auch dort Unterstützung
bereithält. Johanns Systemhaus ist als Anbieter für das Modul IT-Sicherheit vertreten. IT-Sicherheit verfolgt das Ziel einer Vermeidung wirtschaftlicher Schäden sowie der Minimierung von Risiken beispielsweise durch Cyberangriffes. „Wir finden go-digital gut, denn dadurch werden wirklich die wichtigen Fragen in Angriff genommen, wie zum Beispiel automatisierte Geschäftsprozesse oder relevante IT-Sicherheitsfragen“, meint Haase. Ohne die Förderung gerade für kleine- und mittelständische Unternehmen wären diese Maßnahmen zu teuer und würden somit von Unternehmern nicht durchgeführt. „Bisher haben wir nur positive Resonanzen erhalten, sowohl als Durchführer
des Moduls IT-Sicherheit oder auch als Nebenmodul.“ Da IT-Sicherheit verpflichtend als Zweit-Tages-Nebenmodul bei Durchführung anderer Module ist, habe Johanns bisher in vielen unterschiedlichen
Projekten teilnehmen können. Das habe nochmals verstärkt gezeigt, wie wichtig es ist, sich auch als kleines Unternehmen mit Fragen der IT-Sicherheit zu beschäftigen.

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