15.12.2003
Drei Römer stehen für tausend pfiffige Präsente
Dieser Text ist vom 15.12.2003 und könnte inhaltlich veraltet sein.
Wenn die Traben-Trarbacher „Römer Wein & Sekt GmbH“ Präsent-Körbe füllt, dann strahlen selbst die Fußball-Größen des FC Bayern München
'Mont Royal“ bietet viel fürs Auge, doch es ist nicht
allein der Panoramablick auf Traben-Trarbach und die markante
Mosel-Schleife, der sich sehen lassen kann. „Mont Royal“ ist auch
Standort einer Firma, die mit edlen Präsenten weit über das
Moseltal hinaus viele Sinne anspricht: feine Weine, edle Gläser,
peppige Verpackungen, kurz – Geschenkideen mit Charme und
Charakter. Nicht nur die kleinste Sektflasche der Welt kommt auf
dem „königlichen“ Berg ganz groß heraus, auch normale Zutaten
fürs Essen werden dort geadelt. Essig und Öl etwa „stecken“ in
einer Flasche, denken aber gar nicht daran, sich zu vermischen.
Und wieso lässt sich die Weinflasche plötzlich in drei
Einzelteile zerlegen, wie kommt die Visitenkarte in den Grappa?
Unternehmen in Deutschland und Europa wissen es: Diese Geschenke
tragen die Handschrift der „Römer Wein & Sekt GmbH“.
Würde plötzlich jemand auf die Idee kommen, Weihnachtsgeschenke abzuschaffen, wäre es um die „Römer Wein & Sekt GmbH“ Traben-Trarbach schlecht bestellt. „Die letzten zweieinhalb Monate eines Jahres machen mehr als Zweidrittel unseres Jahresumsatzes aus“, sagt Jürgen Römer, der gemeinsam mit Frau Martina und seinem Bruder Walter Römer die Firma führt. Weihnachtszeit ist die Zeit des Schenkens, dennoch kommt der Boom zum Jahresausklang nicht von ungefähr. Die Römer GmbH hebt sich ab von der üblichen Geschenkboutique in Stadt und Land.
SYMBOLE GUTER GESCHÄFTSVERBINDUNGEN
Die Firma hat sich auf Großkunden spezialisiert und „ schnitzt“ für sie individuelle und außergewöhnliche Präsente. So ist sie großen Unternehmen Ansprechpartner auf der Suche nach Aufmerksamkeiten für gute Kunden oder verdiente Mitarbeiter.
Da finden sich Pfeffermühlen, die nur mit einer Hand zu bedienen sind, oder stapelbare Ölflaschen – fast zu schade zum Benutzen. Da gibt es so genannte Bi-Bottles mit zwei Flaschenhälsen als Symbol für die gute Geschäftsverbindung oder Flacons in Form eines Golfschlägers. Firmenwerbung in einen Glaswürfel geblasen, das Logo auf einer Glasplatte verewigt, die „ drei Römer“ machen es möglich. Ein wenig stolz ist man auch auf die fruchtbare Zusammenarbeit mit Rosina Wachtmeister. Die österreichische Künstlerin hat exklusiv für die Römer GmbH zwei Bilder gemalt. Und flugs machen zwei Katzenmotive so manche Flasche zum Kunstwerk. Nicht nur die Wachtmeister-Etiketten passen dank des Golddrucks gut dazu, nein auch im Inneren der Flasche schneit es stilgerecht Flocken aus Blattgold. Im Angebot sind auch Arrangements zu bestimmten Themen wie „Alles Käse“, „ Muntermacher“, „Partnerwahl“, „Auf nach bella Italia“, „Viva Espagña“. Die Qual der Wahl haben Kunden auch in punkto Weine und Sekte: Darf es ein Barbera sein oder ein Barolo, ein Bordeaux oder ein Beaujolais?
DER KRÖVER NACKTARSCH DARF NICHT FEHLEN
Selbstverständlich findet König Kunde auch Weine aus Deutschland und natürlich aus der Umgebung der „Römer GmbH“. Schließlich sitzen die Römers an der Quelle, stammen die Brüder doch aus einem Winzerbetrieb in Kröv. Keine Frage also, dass Köstlichkeiten aus den Lagen wie Kröver Nacktarsch, Kröver Letterlay, Trabener Würzgarten oder Trarbacher Schloßberg nicht fehlen dürfen. „Der Bereich Wein und Sekt ist ein wichtiges Standbein unserer Gesellschaft. So ist mein Bruder nicht nur für den Produktionsbereich in der Firma zuständig, sondern auch Winzermeister. In unserem Weingut Römerhof bieten wir zum Beispiel groß angelegte Veranstaltungen für Firmen an“, so Jürgen Römer. Man wolle mit dem „Pfund der genialen Landschaft“ wuchern, Geschäft, Landschaft und Wein sollen eine Symbiose eingehen.
In einem Winzerbetrieb aufgewachsen sei sein Bezug zum Thema Weinbau eher negativ belastet: „Als Kind musste ich in den Weinberg, während andere ins Schwimmbad gingen.“ So führte sein Weg zunächst in eine vollkommen andere Richtung. Jürgen Römer und seine Frau sind beide ausgebildete Lehrer und bringen als Quereinsteiger ihre Ideen ein. Den Abschluss hat Jürgen Römer in den Fächern Musik, Katholische Theologie und Philosophie, sogar die Promotion war schon „weit gediehen.“ Dennoch war für ihn klar, nicht im Bildungsbereich arbeiten zu wollen, sondern „als Selbstständiger mein Schicksal in die Hand zu nehmen.“ So entschied das Trio 1984, in Kröv den Römerhof zu kaufen und zu renovieren, sich auch an große Hotels wie das Maritim heranzutrauen und schließlich auf die Geschenkschiene zu setzen. 1989 auf der grünen Woche, also noch vor der Wiedervereinigung, wurden erstmals auch die Fühler in Richtung ehemalige DDR ausgestreckt. „Auf die ersten Inserate bekamen wir etwa 2 000 Zuschriften von DDR-Bürgern, die für uns Vertreter sein wollten. Wir haben viel in Mark der DDR umgesetzt, und wenn das nicht geklappt hätte, wären wir pleite gewesen. Doch das Gegenteil trat ein, wir sind gewachsen“, erzählt Jürgen Römer. Den Sekt- und Champagnertrüffeln mit Maritim-Logo folgten besonders aufgebohrte Flaschen und Gefäße mit Zapfhähnen.
FURORE MIT NEUER MIT NEUER SANDSTRAHL-METHODE
Für Furore auf dem Markt sorgte Jürgen Römer – im Unternehmen für Vermarktung und Ideen zuständig – schließlich, indem er Neuland betrat. Er entwickelte die Methode, sandgestrahlte Flaschen herzustellen. Lohn für die pfiffige Idee: ein großer Auftrag, 4 000 Flaschen mit dem aufwändigen, computergesteuerten Verfahren zu behandeln. Zwar dauerte es nicht lange, bis die Nachahmer auf den Plan traten, aber für die Römer GmbH ging es stetig bergauf, trotz der Konkurrenz des Hanseatischen Wein- und Sekt-Kontors (HAWESKO) in Hamburg. Lange Zeit orientierte man sich an den Mitbewerbern, studierte deren Kataloge und beobachtete den Markt. Römer: „Mittlerweile gehen wir unseren eigenen Weg“. HAWESKO zum Beispiel ist zwar Marktführer, hat aber dennoch ein anderes Firmenprofil als die drei „Römer“. Sie können in ihrem produzierenden Betrieb flexibel und spezifisch auf Kundenwünsche eingehen. Ob nun zwei Flaschen oder aber tausend bedruckt werden sollen, für die Römer GmbH kein Problem.
Der Präsente-Sektor wuchs, im Jahr 2000 folgte der Umzug vom Ortskern auf den Berg, nach „Mont Royal“ mit Platz zum Produzieren, Verpacken und Lagern.
Die bisher einzige Delle verzeichnete die GmbH ausgerechnet nach dem „Super-Millenium-Geschäft, als der Umsatz verdreifacht werden konnte“. Doch es sei nur ein Durchhänger gewesen, 2002 konnte der Umsatz um satte 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr erhöht werden. „Und auch für 2003 sieht es super aus. Wir lagen im Oktober schon mit 30 Prozent über dem Ist-Zustand des vergangenen Jahres, gehen also stressfrei in die letzten Wochen“, freut sich Jürgen Römer.
GUT AUFGESTELLTER BETRIEB
Gab es im alten Betrieb noch drei Beschäftigte, so sind es nun schon sieben. Hinzu kommt ein großer Fundus an freien Mitarbeitern, mit denen der Betrieb auch in Stoßzeiten wie jetzt kurz vor dem Weihnachtsfest gut aufgestellt ist. Im Millenium-Jahr zum Beispiel sollten 3 000 Mitarbeiter eines großen Düsseldorfer Unternehmens ihre Geschenke an einem ganz bestimmten Programmpunkt der Weihnachtsfeier erhalten. „Keine Stunde früher durfte angeliefert werden, keine Stunde später, sondern just in time. Eine gute Struktur und perfekte Organisation sind dann das A und O.“
Dass in der Region viele die Firma gar nicht kennen, ist für die Römers kein Wermutstropfen, denn „man kennt uns in der Branche“. Zielgruppe ist nicht der Privatkunde, sondern die Industrie in Europa (zum Beispiel England und der „kleine, aber feine Markt Holland) mit Schwerpunkt Deutschland.
BALSAM FÜR DEN MAGEN
Mal gehen 40 000 säuremattierte, schön bedruckte Flaschen für Vodafone über die Ladentheke, mal ist die Ideenschmiede im Auftrag eines Pharmakonzerns gefragt: „Mit welchen Geschenken können unsere Referenten Pluspunkte sammeln?“ Zum Beispiel mit „ Balsam für den Magen“ Marke Römer. Beliefert wird auch der renommierte Schäfer-Shop. „Es gibt Firmen, die sehr viel Geld ausgeben, um ihre treuen Mitarbeiter und Kunden zu belohnen“, sagt Jürgen Römer.
Bei Vodafone spielte Kollege Zufall eine große Rolle. „Wir sind eingesprungen, weil ein anderer den Auftrag nicht bedienen konnte. Die 40 000 Flaschen mussten unglaublich rasch beschafft, besprüht, verpackt und mit den richtigen Korken versehen werden.“
Viele schöne Aufträge hat die „Römer Wein & Sekt GmbH“ schon bearbeitet, viele Präsentkörbe mit sicherem Gespür für guten Geschmack gefüllt, doch ein Besonderer zaubert Jürgen Römer noch heute ein Lächeln ins Gesicht. „Stellen Sie sich das mal vor: Da kommt die UEFA mit Sitz in der Schweiz auf uns zu, für das Spiel Bayern München gegen Manchester United – das wohlgemerkt in Mailand stattfand – italienische Geschenksets mit Pasta und Vino bei uns zu kreieren und dann nach Mailand anliefern zu lassen. Also, das hatte schon was.“
Ingrid Fusenig
Würde plötzlich jemand auf die Idee kommen, Weihnachtsgeschenke abzuschaffen, wäre es um die „Römer Wein & Sekt GmbH“ Traben-Trarbach schlecht bestellt. „Die letzten zweieinhalb Monate eines Jahres machen mehr als Zweidrittel unseres Jahresumsatzes aus“, sagt Jürgen Römer, der gemeinsam mit Frau Martina und seinem Bruder Walter Römer die Firma führt. Weihnachtszeit ist die Zeit des Schenkens, dennoch kommt der Boom zum Jahresausklang nicht von ungefähr. Die Römer GmbH hebt sich ab von der üblichen Geschenkboutique in Stadt und Land.
SYMBOLE GUTER GESCHÄFTSVERBINDUNGEN
Die Firma hat sich auf Großkunden spezialisiert und „ schnitzt“ für sie individuelle und außergewöhnliche Präsente. So ist sie großen Unternehmen Ansprechpartner auf der Suche nach Aufmerksamkeiten für gute Kunden oder verdiente Mitarbeiter.
Da finden sich Pfeffermühlen, die nur mit einer Hand zu bedienen sind, oder stapelbare Ölflaschen – fast zu schade zum Benutzen. Da gibt es so genannte Bi-Bottles mit zwei Flaschenhälsen als Symbol für die gute Geschäftsverbindung oder Flacons in Form eines Golfschlägers. Firmenwerbung in einen Glaswürfel geblasen, das Logo auf einer Glasplatte verewigt, die „ drei Römer“ machen es möglich. Ein wenig stolz ist man auch auf die fruchtbare Zusammenarbeit mit Rosina Wachtmeister. Die österreichische Künstlerin hat exklusiv für die Römer GmbH zwei Bilder gemalt. Und flugs machen zwei Katzenmotive so manche Flasche zum Kunstwerk. Nicht nur die Wachtmeister-Etiketten passen dank des Golddrucks gut dazu, nein auch im Inneren der Flasche schneit es stilgerecht Flocken aus Blattgold. Im Angebot sind auch Arrangements zu bestimmten Themen wie „Alles Käse“, „ Muntermacher“, „Partnerwahl“, „Auf nach bella Italia“, „Viva Espagña“. Die Qual der Wahl haben Kunden auch in punkto Weine und Sekte: Darf es ein Barbera sein oder ein Barolo, ein Bordeaux oder ein Beaujolais?
DER KRÖVER NACKTARSCH DARF NICHT FEHLEN
Selbstverständlich findet König Kunde auch Weine aus Deutschland und natürlich aus der Umgebung der „Römer GmbH“. Schließlich sitzen die Römers an der Quelle, stammen die Brüder doch aus einem Winzerbetrieb in Kröv. Keine Frage also, dass Köstlichkeiten aus den Lagen wie Kröver Nacktarsch, Kröver Letterlay, Trabener Würzgarten oder Trarbacher Schloßberg nicht fehlen dürfen. „Der Bereich Wein und Sekt ist ein wichtiges Standbein unserer Gesellschaft. So ist mein Bruder nicht nur für den Produktionsbereich in der Firma zuständig, sondern auch Winzermeister. In unserem Weingut Römerhof bieten wir zum Beispiel groß angelegte Veranstaltungen für Firmen an“, so Jürgen Römer. Man wolle mit dem „Pfund der genialen Landschaft“ wuchern, Geschäft, Landschaft und Wein sollen eine Symbiose eingehen.
In einem Winzerbetrieb aufgewachsen sei sein Bezug zum Thema Weinbau eher negativ belastet: „Als Kind musste ich in den Weinberg, während andere ins Schwimmbad gingen.“ So führte sein Weg zunächst in eine vollkommen andere Richtung. Jürgen Römer und seine Frau sind beide ausgebildete Lehrer und bringen als Quereinsteiger ihre Ideen ein. Den Abschluss hat Jürgen Römer in den Fächern Musik, Katholische Theologie und Philosophie, sogar die Promotion war schon „weit gediehen.“ Dennoch war für ihn klar, nicht im Bildungsbereich arbeiten zu wollen, sondern „als Selbstständiger mein Schicksal in die Hand zu nehmen.“ So entschied das Trio 1984, in Kröv den Römerhof zu kaufen und zu renovieren, sich auch an große Hotels wie das Maritim heranzutrauen und schließlich auf die Geschenkschiene zu setzen. 1989 auf der grünen Woche, also noch vor der Wiedervereinigung, wurden erstmals auch die Fühler in Richtung ehemalige DDR ausgestreckt. „Auf die ersten Inserate bekamen wir etwa 2 000 Zuschriften von DDR-Bürgern, die für uns Vertreter sein wollten. Wir haben viel in Mark der DDR umgesetzt, und wenn das nicht geklappt hätte, wären wir pleite gewesen. Doch das Gegenteil trat ein, wir sind gewachsen“, erzählt Jürgen Römer. Den Sekt- und Champagnertrüffeln mit Maritim-Logo folgten besonders aufgebohrte Flaschen und Gefäße mit Zapfhähnen.
FURORE MIT NEUER MIT NEUER SANDSTRAHL-METHODE
Für Furore auf dem Markt sorgte Jürgen Römer – im Unternehmen für Vermarktung und Ideen zuständig – schließlich, indem er Neuland betrat. Er entwickelte die Methode, sandgestrahlte Flaschen herzustellen. Lohn für die pfiffige Idee: ein großer Auftrag, 4 000 Flaschen mit dem aufwändigen, computergesteuerten Verfahren zu behandeln. Zwar dauerte es nicht lange, bis die Nachahmer auf den Plan traten, aber für die Römer GmbH ging es stetig bergauf, trotz der Konkurrenz des Hanseatischen Wein- und Sekt-Kontors (HAWESKO) in Hamburg. Lange Zeit orientierte man sich an den Mitbewerbern, studierte deren Kataloge und beobachtete den Markt. Römer: „Mittlerweile gehen wir unseren eigenen Weg“. HAWESKO zum Beispiel ist zwar Marktführer, hat aber dennoch ein anderes Firmenprofil als die drei „Römer“. Sie können in ihrem produzierenden Betrieb flexibel und spezifisch auf Kundenwünsche eingehen. Ob nun zwei Flaschen oder aber tausend bedruckt werden sollen, für die Römer GmbH kein Problem.
Der Präsente-Sektor wuchs, im Jahr 2000 folgte der Umzug vom Ortskern auf den Berg, nach „Mont Royal“ mit Platz zum Produzieren, Verpacken und Lagern.
Die bisher einzige Delle verzeichnete die GmbH ausgerechnet nach dem „Super-Millenium-Geschäft, als der Umsatz verdreifacht werden konnte“. Doch es sei nur ein Durchhänger gewesen, 2002 konnte der Umsatz um satte 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr erhöht werden. „Und auch für 2003 sieht es super aus. Wir lagen im Oktober schon mit 30 Prozent über dem Ist-Zustand des vergangenen Jahres, gehen also stressfrei in die letzten Wochen“, freut sich Jürgen Römer.
GUT AUFGESTELLTER BETRIEB
Gab es im alten Betrieb noch drei Beschäftigte, so sind es nun schon sieben. Hinzu kommt ein großer Fundus an freien Mitarbeitern, mit denen der Betrieb auch in Stoßzeiten wie jetzt kurz vor dem Weihnachtsfest gut aufgestellt ist. Im Millenium-Jahr zum Beispiel sollten 3 000 Mitarbeiter eines großen Düsseldorfer Unternehmens ihre Geschenke an einem ganz bestimmten Programmpunkt der Weihnachtsfeier erhalten. „Keine Stunde früher durfte angeliefert werden, keine Stunde später, sondern just in time. Eine gute Struktur und perfekte Organisation sind dann das A und O.“
Dass in der Region viele die Firma gar nicht kennen, ist für die Römers kein Wermutstropfen, denn „man kennt uns in der Branche“. Zielgruppe ist nicht der Privatkunde, sondern die Industrie in Europa (zum Beispiel England und der „kleine, aber feine Markt Holland) mit Schwerpunkt Deutschland.
BALSAM FÜR DEN MAGEN
Mal gehen 40 000 säuremattierte, schön bedruckte Flaschen für Vodafone über die Ladentheke, mal ist die Ideenschmiede im Auftrag eines Pharmakonzerns gefragt: „Mit welchen Geschenken können unsere Referenten Pluspunkte sammeln?“ Zum Beispiel mit „ Balsam für den Magen“ Marke Römer. Beliefert wird auch der renommierte Schäfer-Shop. „Es gibt Firmen, die sehr viel Geld ausgeben, um ihre treuen Mitarbeiter und Kunden zu belohnen“, sagt Jürgen Römer.
Bei Vodafone spielte Kollege Zufall eine große Rolle. „Wir sind eingesprungen, weil ein anderer den Auftrag nicht bedienen konnte. Die 40 000 Flaschen mussten unglaublich rasch beschafft, besprüht, verpackt und mit den richtigen Korken versehen werden.“
Viele schöne Aufträge hat die „Römer Wein & Sekt GmbH“ schon bearbeitet, viele Präsentkörbe mit sicherem Gespür für guten Geschmack gefüllt, doch ein Besonderer zaubert Jürgen Römer noch heute ein Lächeln ins Gesicht. „Stellen Sie sich das mal vor: Da kommt die UEFA mit Sitz in der Schweiz auf uns zu, für das Spiel Bayern München gegen Manchester United – das wohlgemerkt in Mailand stattfand – italienische Geschenksets mit Pasta und Vino bei uns zu kreieren und dann nach Mailand anliefern zu lassen. Also, das hatte schon was.“
Ingrid Fusenig