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Motiv: Eifeler Wirtschaftsgespräche (Foto: IHK Trier - Frank Martini)
(Foto: IHK Trier - Frank Martini)
  • 27.03.2026

    Eifeler Wirtschaftsgespräche: Mehr Innovation und weniger Bürokratie

  • Foto: Raimund Fisch
    Standortpolitik

    Raimund Fisch

    Tel.: 0651 9777-520
    fisch@trier.ihk.de

Die Unternehmen in der Region fordern von der Politik durchgreifende Reformen, um die Arbeits-, Bürokratie- und Energiekosten zu senken und endlich wieder wirtschaftliches Wachstum zu ermöglichen. Bei den 2. Eifeler Wirtschaftsgesprächen der IHK Trier in Kooperation mit der Kreissparkasse Bitburg-Prüm, der Volksbank Trier Eifel eG und der Bitburger Braugruppe mit 170 Teilnehmenden ging es um Lösungswege aus der Wirtschaftskrise.

Mut zu echten Reformen

Die Kernbotschaft von IHK-Präsident Thomas Stiren an die Politik lautete im Haus Beda in Bitburg: „Weg mit dem Bürokratie- und Regulierungswahnsinn! Wir können nicht länger warten – wir brauchen jetzt den Mut zu echten Reformen.“

Gastredner Peter Adrian, Präsident der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) und Vizepräsident der IHK Trier, forderte ein politisches Umdenken: „Wir brauchen neue Anreizsysteme und die nötige Freiheit, um Innovationen entwickeln zu können. Die Regierung kann in der Wirtschaft schnell nachhaltige Impulse auslösen, wenn sie auf übertriebene Kontrolle und Dokumentationspflichten verzichtet. Ein Anfang könnte sein, bürokratische Vorgaben testweise für ein oder zwei Jahre auszusetzen und dann zu schauen, ob die Regelung wirklich gebraucht wird. Gleichzeitig muss sich der Staat insgesamt wieder stärker auf seine Kernaufgaben konzentrieren, um weiter steigende öffentliche Ausgaben und Schulden zu vermeiden.“

Programme bisher ohne Wirkung
IHK-Hauptgeschäftsführerin Jennifer Schöpf-Holweck moderierte die Diskussionsrunde mit regionalen Unternehmern. „Die Bundesregierung hat zwar einige Programme beschlossen, aber wir spüren bisher im Handel keine Wirkung“, sagte Lars Messerich, Geschäftsführer von Messerich Mode und Vorsitzender des Gewerbevereins Bitburg. 
Laut Herbert Zahnen, Geschäftsführer der Deutschen Wasser Holding GmbH sowie der Zahnen Technik GmbH in Arzfeld, profitieren Leasing und viele digitale Modelle nur eingeschränkt von den aktuellen Investitionsförderungen: „Gerade moderne, nutzungsbasierte Ansätze werden damit systematisch benachteiligt. Hier ist Deutschland nicht auf der Höhe der Zeit.“ 

Verlässliche Rahmenbedingungen

Rainer Nickels, Vorsitzender des Vorstands der Kreissparkasse Bitburg-Prüm, wünscht sich von der Politik „verlässliche Rahmenbedingungen und weniger Bürokratie“. Michael Simonis, Vorstand der Volksbank Trier Eifel eG, rät der Politik zum „Mut, auch mal unpopuläre Entscheidungen zu treffen“. 

Im Anschluss nutzten die Gäste die Gelegenheit zum Erfahrungs- und Meinungsaustausch. Ganz im Sinne von Andreas Kruppert, Landrat des Eifelkreises Bitburg-Prüm: „Veranstaltungen wie die Eifeler Wirtschaftsgespräche tragen dazu bei, dass die hier gelebte Vernetzung und Zusammenarbeit noch ein Stück enger werden.“

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