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01.03.2026

„Genug Zeit einplanen und den Weg mitentscheiden“


Dieser Text ist vom 01.03.2026 und könnte inhaltlich veraltet sein.

Hotel Moselauen: Familie Kölchens baut sich die Zukunft zentrumsnah

Das Unternehmen: Das Hotel Moselauen mit 56 Betten in Bernkastel-Kues bietet seinen Gästen stilvoll eingerichtete Zimmer und Suiten für Übernachtung und Frühstück. Geschäftsführer Pascal Kölchens (40) beschäftigt je nach Saison bis zu zwölf Mitarbeiter. 

Die Ausgangssituation: Manfred Kölchens (75) und Ehefrau Maria (68) betrieben zunächst ein Hotel in Maring-Noviand und später auf dem Bernkasteler Plateau das Hotel Kölchens. Sohn Pascal absolvierte eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker, fand dann durch Aushilfstätigkeiten im Betrieb seiner Eltern Gefallen an der Hotelbranche. „Ich mag den Kontakt mit Menschen, bin sehr flexibel und ein Allrounder. Ich kenne mich im handwerklichen wie im kaufmännischen Bereich aus“, beschreibt Pascal Kölchens, was ihm als Selbständigem zugutekommt. Nach seiner Ausbildung zum Hotelfachmann folgte die Fortbildung zum Hotelbetriebswirt.

Die Zukunftsidee:
„Ein Hotel mit Restaurant wollte ich nicht allein betreiben, aber durchaus ein Hotel Garni, also mit Frühstück“, sagt Pascal Kölchens. So entstand die Idee, das Hotel Kölchens zu verkaufen und auf einem zentrumsnahen Grundstück mit leerstehendem Einfamilienhaus ein neues Hotel zu bauen.  Ende 2017 schloss das Hotel Kölchens, im April 2018 öffnete das Hotel Moselauen in der Saarallee, nur einen Steinwurf vom Moselufer und der Moselbrücke entfernt. So gelang ein idealer Übergang.

Die Vorbereitung: Die Familie ließ sich von einem Steuerberater und der Vereinigte Volksbank Raiffeisenbank beraten. Ein Notar setzte den Vertrag auf für den offiziellen Übergang zum 1. Januar 2024.
Von den Formalien ließen sich die Kölchens nicht abschrecken: „Natürlich mussten wir uns informieren und alles regeln, Termine wahrnehmen und die nötigen Punkte abhaken. Das gehört dazu, und irgendwann ist es geschafft.“ Auch die IHK Trier wirkte mit in Form einer Stellungnahme wegen eines Förderantrags bei der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz.

Der Anbau:Von Hotelgästen war öfter der Wunsch zu hören, nach dem Abendessen in einem Restaurant in der Stadt noch etwas zu trinken und zum Beispiel Karten zu spielen. „Deshalb wollten wir für sie einen gemütlichen Aufenthaltsraum schaffen“, erklärt der Hotelchef. Gesagt, getan: Auf Stahlstützen entstand ein Anbau, der den Aufenthaltsraum und darüber zwei Wellness-Suiten mit Finnischer Sauna und herrlichem Moselblick umfasst. Ab Mai/Juni können die neuen Räume genutzt werden und sind bereits rege nachgefragt. „In unserer Branche muss man immer dranbleiben, das Angebot auf dem neuesten Stand halten“, betont Kölchens.

Der Familienbonus:
„Die Abstimmung untereinander hat bei uns immer gut funktioniert“, nennt Pascal Kölchens einen Vorteil der Nachfolge innerhalb der Familie. Seine Eltern und seine Schwester Saskia helfen weiterhin im Hotelbetrieb mit. Pascals Frau Mareike steigt zum 1. März ebenfalls mit ein. Die beiden haben zwei Kinder.

Die Nachfolge-Tipps:
„Alles in allem ist eine Unternehmensnachfolge gar nicht so schwierig. Man darf keine Angst davor haben und sollte sich genügend Zeit einplanen. Das Ganze frühzeitig angehen, am besten einige Jahre vor der angepeilten Übergabe. Ratsam ist, sich frühzeitig zu überlegen, wohin die Reise geht. Was ist persönlich wichtig? Und dann auch mitentscheiden zu können.“ 

Die Wünsche an die Politik:
„Bürokratieabbau! Bei Genehmigungen braucht man einen langen Atem. Bei der Kurtaxe von 1,70 Euro pro Gast und Tag wüsste ich gerne: Wohin genau geht das Geld? Und die Steuer- und Abgabenbelastungen für Selbstständige sind schon heftig.“

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