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IHK Trier


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  • 01.03.2022

    Gewerbegebiete der Zukunft

    Veranstaltungsreihe: Wie lassen sich regionale Flächen nachhaltig entwickeln?

  • Foto: Wilfried Ebel
    Standortpolitik

    Wilfried Ebel

    Tel.: 0651 9777-920
    Fax: 0651 9777-505
    ebel@trier.ihk.de


Dieser Text ist vom 01.03.2022 und könnte inhaltlich veraltet sein.
Der Engpass an Industrie- und Gewerbeflächen hat sich in Rheinland-Pfalz in den zurückliegenden Jahren deutlich verschärft. Erweiterungen, Verlagerungen oder Neuansiedlungen von Betrieben werden dadurch zunehmend zum Problem. Geeignete Flächen fehlen, Verdichtungspotenzial ist erschöpft und vermeintliche Flächenreserven der Gemeinden sind häufig bei näherer Betrachtung wegen Restriktionen nicht nutzbar.

Auch in der Region Trier zeichnet sich diese Entwicklung schon länger ab. So sind etwa in Wittlich trotz mehrerer Erweiterungen nahezu alle Gewerbe- und Industrieflächen ausverkauft – auch dank Fertigstellung des Hochmoselübergangs. Die Suche nach Erweiterungspotenzial gestaltet sich zunehmend schwer. Auch in Trier ist das Thema keineswegs neu, und die fortschreitende Umwandlung von Gewerbeflächen für den Wohnungsbau verschärft den Flächenengpass zunehmend.

Die Chancen für eine Trendwende sind mit Blick auf den städtischen Flächennutzungsplan eher gering. Die laufende Entwicklung der General-von-Seidel-Kaserne zum Gewerbegebiet bietet in dieser Hinsicht aktuell den größten Lichtblick. Bis 2024 soll sich hier auf einer Fläche von rund zehn Hektar eine Perspektive für Handwerker, Dienstleister und nicht störende, innovative Unternehmen eröffnen.

Gewerbe braucht Platz
Pläne für eine mögliche Entwicklung eines verkehrsgünstig gelegenen Gewerbegebietes an der A 64 stehen weiter aus. Auch der Industriepark Region Trier, der lange Zeit für Unternehmen eine beliebte Anlaufstelle war, ist mittlerweile zum Opfer seines eigenen Erfolgs geworden. Nach der anstehenden Erweiterung um eine Netto-Ansiedlungsfläche von 40 Hektar dürfte das Erweiterungspotenzial ausgereizt sein. Wer sich nicht schon eine Fläche gesichert hat, dürfte leer ausgehen, denn auch die Erweiterungsflächen gelten bereits als vergeben.

Da die Nachfrage nach Gewerbeflächen inzwischen längst auch schon andere, verkehrlich nicht ganz so gut gelegene Teilregionen des Landes erfasst hat und auch dort zu Flächenengpässen führt, ist zur Stärkung des Industrie- und Wirtschaftsstandorts Rheinland-Pfalz eine bedarfsgerechte Erweiterung der Industrie- und Gewerbeflächen dringend geboten. Hier ist einerseits die Landesregierung gefordert, mit der schon länger angekündigten Industrie- und Gewerbeflächenstrategie Rheinland-Pfalz 2030 unter anderem die notwendige landesplanerische Weichenstellung und den geeigneten Förderrahmen zu schaffen.
Zum anderen sind die kommunalen Planungsträger gefordert, die konzeptionellen Vorarbeiten zu leisten und im Idealfall gemeinsam mit den Planungsgemeinschaften regionale Gewerbeflächenkonzepte zu erarbeiten, die eine solide Basis für die interkommunale Ausweisung ergänzender und neuer Industrie- und Gewerbegebiete darstellen. Wie nicht nur das gelungene Beispiel Industriepark Region Trier zeigt, gehen einige Kommunen hier bereits mit gutem Beispiel voran. Weitere sollten unbedingt folgen, um angesichts steigender Anforderungen bei Planung, Vermarktung und Betrieb sinnvoll die Kräfte zu bündeln.

Modernisierung von Flächen hilft

Da die Neuausweisung von Gewerbeflächen an immer größere Hürden geknüpft ist, rückt die Nachverdichtung und Qualifizierung bestehender Gewerbegebiete verstärkt in den Fokus. Häufig treten in Gewerbegebieten mit fortschreitendem Alter Trading-Down-Prozesse auf, die mit Leerständen, Mindernutzung und einer mangelhaften städtebaulichen Qualität einhergehen. Um solche Wirtschaftsstandorte auf Dauer nicht zu gefährden oder ganz zu verlieren, bedarf es einer konsequenten Modernisierung und Weiterentwicklung, die den vorhanden Betrieben eine langfristige Standortperspektive bietet und durch Aktivierung von Flächenreserven auch neuen Unternehmen eine Entwicklung ermöglicht.
Ob Neuausweisung oder Qualifizierung von Bestandsgebieten: Sämtliche Vorhaben unterliegen heute auch den wachsenden Anforderungen des Natur- und Klimaschutzes und den Vorgaben zum sparsamen Umgang mit Flächen. Dies verlangt häufig ein Umdenken in der Planung, bietet Kommunen und Betrieben aber auch die Chance, alte und neue Standorte fit für die Zukunft zu machen.

IHKs planen Online-Veranstaltungen
Die IHKs in Rheinland-Pfalz und der Metropolregion Rhein-Neckar möchten vor diesem Hintergrund in einer Online-Veranstaltungsreihe wesentliche Herausforderungen dieser Entwicklung veranschaulichen, gelungene Beispiele und deren Erfolgsfaktoren vorstellen, sowie gemeinsam mit kommunalen Planungsträgern, Wirtschaftsförderern und Unternehmen diskutieren. Die drei Webinare finden am Donnerstag, 10. März, Mittwoch, 16. März, und Mittwoch, 23. März 2022, jeweils von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr online statt. Infos und Anmeldung unter www.ihk-trier.de.

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