IHK Trier


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(Foto: Romolo Tavani - stock.adobe.com)

Hinweise und Links zum Coronavirus für Unternehmen

Auf dieser fortlaufend aktualisierten Seite finden Sie erste Informationen für Unternehmen und Antworten auf verschiedene Fragen, die sich Firmen im Zusammenhang mit dem Coronavirus stellen.

Zuschüsse aus dem Sofortprogramm des Bundes können ab sofort beantragt werden

Solo-Selbstständige, Freiberufler und Unternehmen bis zu 10 Beschäftigten haben ab sofort die Möglichkeit, Zuschüsse aus dem Sofortprogramm des Bundes zu beantragen. Das Antragsformular sowie ergänzende Informationen finden Sie hier zum Download.

Achtung: Anträge nimmt ausschließlich die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) per E-Mail oder postalisch. E-Mail: CSH@isb.rlp.de, Postadresse: Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB), Bereich 2.2 Zuschuss-, Fördermittelverwaltung, Holzhofstr. 4, 55116 Mainz.

Bei Fragen helfen Ihnen unsere Berater an den Telefon-Hotlines gerne weiter.
  • Antrag auf Gewährung eines Bundeszuschusses aus der „Corona-Sofort-Hilfe für kleine Unternehmen und Soloselbstständige“ in Form einer Billigkeitsleistung

  • Bearbeitungshinweise zur Antragstellung für die Corona-Soforthilfe des Bundes

  • FAQ zum Förderprogramm „Corona-Soforthilfe für Kleinunternehmen und Soloselbstständige“ des Bundes

  • Datenschutzinformationen

    Das passiert mit Ihren Daten: Lesen Sie hier die Datenschutzinformation der ISB.
  • Hinweis zum Zukunftsfonds des Landes

    Das Zuschussprogramm der Bundesregierung  für Solo-Selbstständige und Kleinunternehmen bis zu 10 Mitarbeitern wird in Rheinland-Pfalz über die Investitions- und Strukturbank (ISB) umgesetzt.

    Das Land Rheinland-Pfalz ergänzt und erweitert dieses Programm mit dem "Zukunftsfonds Starke Wirtschaft Rheinland-Pfalz":

    Der Zukunftsfonds ergänzt die Zuschüsse des Bundes mit günstigen Sofortdarlehen für Unternehmen bis zu 10 Beschäftigten und erweitert die Soforthilfen auf Unternehmen bis zu 30 Beschäftigte.

    Das Sofort-Darlehen des Landes kann in Kürze bei der Hausbank beantragt werden.

    Die Soforthilfen von Bund und Land sehen folgendes vor:

    •     Selbstständige und Unternehmen bis zu 5 Beschäftigten (Vollzeitäquivalent):
        bis zu 9.000 Euro Zuschuss aus dem Bundesprogramm
        bis zu 10.000 Euro Sofortdarlehen des Landes bei Bedarf.
        Insgesamt beträgt die Soforthilfe bis zu 19.000 Euro.
         
    •     Unternehmen von 6 bis 10 Beschäftigten (Vollzeitäquivalent):
        bis zu 15.000 Euro Zuschuss aus dem Bundesprogramm
        bis zu 10.000 Euro Sofortdarlehen des Landes bei Bedarf.
        Insgesamt beträgt die Soforthilfe bis zu 25.000 Euro.
         
    •     Unternehmen von 11 bis 30 Beschäftigten (Vollzeitäquivalent):
        Bis zu 30.000 Euro Sofortdarlehen des Landes zuzüglich einem Landes-Zuschuss über 30 Prozent der Darlehenssumme.
        Insgesamt beträgt die Soforthilfe bis zu 39.000 Euro

    Die Sofortdarlehen haben eine Laufzeit von sechs Jahren und sind bis Ende des Jahres 2021 tilgungsfrei.

    Bitte beachten Sie, dass alle Detail-Informationen zum Programm und zum Antragsverfahren an dieser Stelle zur Verfügung gestellt werden, sobald sie vorliegen!

Telefon-Hotline für Unternehmen

Die IHK Trier hat Telefon-Hotlines für Unternehmen eingerichtet, die von Auswirkungen des Coronavirus betroffen sind. Gerne beantworten wir Ihre Fragen rund um Arbeitsrecht, finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten etc. Sie erreichen unsere Fachkollegen bei Fragen rund um das Coronavirus unter folgenden Nummern:

Bei Fragen zu Finanzhilfen und Fördermöglichkeiten
(06 51) 97 77-5 20 (Raimund Fisch)
(06 51) 97 77-5 30 (Kevin Gläser)
(06 51) 97 77-9 40 (Kai Wilwertz)
(06 51) 97 77-5 40 (Christian Kien)
(06 51) 97 77-9 01 (Dr. Matthias Schmitt)

Bei Rechtsfragen
(06 51) 97 77-4 11 (Jennifer Schöpf-Holweck)
(06 51) 97 77-4 03 (Anna Hillebrand)
(06 51) 97 77-4 10 (Fernando Koch)

Bei Fragen zu Prüfungen in der Ausbildung
(06 51) 97 77-3 51 (Beate Schranz)
(06 51) 97 77-3 50 (Christian Reuter)
(06 51) 97 77-3 54 (Eda Cenikli)

Bei sonstigen Fragen zur Ausbildung
(06 51) 97 77-3 40 (Thomas Mersch)
(06 51) 97 77-3 20 (Norman Burg)
(06 51) 97 77-3 30 (Jürgen Thomas)

Bei Fragen zum Tourismus und Gastgewerbe
(06 51) 97 77-2 40 (Hanna van de Braak)

Bei Fragen von Handelsunternehmen
(06 51) 97 77-9 10 (Luisa Marx)

Bei Fragen zur Außenwirtschaft
(06 51) 97 77-2 30 (Jan Heidemanns)

So können Sie sich auf die Antragstellung für die Corona-Soforthilfen des Bundes und des Landes vorbereiten

  • 1. Ermitteln Sie die Vollzeitäquivalente der Beschäftigten Ihres Unternehmens.

    • Antragsberechtigt sind Unternehmen mit Sitz in Rheinland-Pfalz bis zu 10 Beschäftigten. Die Beschäftigtenzahl errechnet sich nach so genannten Vollzeitäquivalenten.
    • Für die Berechnung der Vollzeitäquivalente von Teilzeitkräften und 450-Euro-Jobs in Vollzeitäquivalenten gelten folgende Faktoren:
      • Beschäftigte bis 20 Wochenarbeitsstunden = Faktor 0,5
      • Beschäftigte bis 30 Wochenarbeitsstunden = Faktor 0,75
      • Beschäftigte über 30 Wochenarbeitsstunden = Faktor 1 und
      • Beschäftigte auf 450-Euro-Basis = Faktor 0,3.
      • Auszubildende können mit dem Faktor 1 berücksichtigt werden (dies ist Ihnen bei der Antragstellung freigestellt).
  • 2. Halten Sie eine der folgenden Nummern bereit:

    • Handelsregisternummer
    • Betriebsnummer
    • Umsatzsteuer-ID
    • Steuer-ID
  • 3. Halten Sie Scans oder Kopien der folgenden Unterlagen bereit:

    • Vorder- und Rückseite des Personalausweises oder eines vergleichbaren Legitimationspapiers
    • Gewerbeanmeldung oder Handelsregisterauszug oder letzter Steuerbescheid oder Bescheinigung des Finanzamts in Steuersachen oder Nachweis der Umsatzsteuernummer
  • 4. Beziffern Sie Ihre Liquiditätsschwierigkeiten bis Ende Mai 2020

    Die Höhe des Zuschusses hängt von der Höhe Ihres Liquiditätsbedarfs ab. Sie werden gebeten, Ihren Bedarf zu benennen. Ein Liquiditätsbedarf liegt dann vor, wenn die vorhandenen liquiden Mittel nicht ausreichen, um die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus dem fortlaufenden erwerbsmäßigen Sach- und Finanzaufwand des Unternehmens (bspw. Mieten, Personal, Kredite für Betriebsräume, Leasingsraten) zu zahlen (Liquiditätsengpass). Außerdem darf dieser Liquiditätsengpass nicht mit Hilfe von Entschädigungsleistungen, Versicherungsleistungen, Steuerstundungen oder sonstigen Liquiditätsmaßnahmen ausgeglichen werden können. Private Erpsarnisse oder Privatvermögen müssen nicht zum Ausgleich herangezogen werden.

    Es wird kein detaillierter Nachweis Ihrerseits erforderlich sein. Sie müssen glaubhaft machen, dass Sie nach dem 11. März 2020 durch die Auswirkungen des Corona-Virus in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind, die Ihre Existenz bedrohen. Das ist insbesondere der Fall, wenn

    • Ihr Umsatz- bzw. Honorarrückgang im zurückliegenden Monat um mindestens 50 Prozent verglichen mit dem durchschnittlichen monatlichen Umsatz (bezogen auf den aktuellen und die zwei vorangegangenen Monate) im Vorjahr (bei Gründungen im Vergleich zum Vormonat) zurückgegangen ist oder
    • mehr als die Hälfte der Aufträge aus der Zeit vor dem 1. März durch die Krise weggefallen sind. Sie müssen den Umsatz-, Honorar- oder Auftragsrückgang bei der Antragstellung nicht weiter nachweisen.

  • Ganz wichtig!

    Das Antragsformular muss vollständig ausgefüllt und unterschrieben sein. Wir bitten Sie, den Antrag auszudrucken, zu unterschreiben, danach den Antrag und alle anderen notwendigen Unterlagen (siehe oben, 3.) einzuscannen oder zu fotografieren und als PDF-Dokument per E-Mail oder per Fax oder postalisch an die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz zu schicken. Die dafür vorgesehene E-Mail-Adresse und Fax-Nummer werden auf der Homepage der ISB bekannt gegeben.
  • Alle Unternehmen bis 30 Beschäftigten (Vollzeitäquivalent)

    ...können ab Ende März 2020 im Rahmen des Zukunftsfonds "Starke Unternehmen Rheinland-Pfalz" ein Sofortdarlehen des Landes über Ihre Hausbank beantragen. Vorgesehen sind Laufzeiten von 6 Jahren und eine Haftungsfreistellung der Hausbank von 90 Prozent. Die Zeit bis 31.12.2021 ist tilgungsfrei. Tilgung ist auf Wunsch des Kreditnehmers jederzeit möglich.

    Die Höchstsummen für die Sofortkredite sind wie folgt gestaffelt:

    • bis zu 10 Mitarbeiter          10.000 Euro
    • bis zu 30 Mitarbeiter          30.000 Euro

  • Unternehmen mit 11 bis 30 Beschäftigten

    ...erhalten zusätzlich einen Zuschuss in Höhe von 30 Prozent der Kreditsumme.

Fördermöglichkeiten/Finanzhilfen

  • Betriebsmittelkredit der ISB

    Der Betriebsmittelkredit der Investitions- und Strukturbank (ISB) bietet die Möglichkeit der finanziellen Unterstützung bei zusätzlichem Betriebsbedarf. Der Antrag auf Gewährung eines Betriebsmittelkredits muss über Ihre Hausbank oder über eine andere Bank Ihrer Wahl gestellt werden.
  • Betriebsmittelkredit der KfW

    Der Betriebsmittelkredit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet die Möglichkeit der finanziellen Unterstützung bei zusätzlichem Betriebsbedarf. Der Antrag auf Gewährung eines Betriebsmittelkredits muß über Ihre Hausbank bzw. über eine Bank Ihrer Wahl gestellt werden.
  • Bürgschaft der Bürgschaftsbank Rheinland-Pfalz

    Vielfach müssen auch Betriebsmittelkredite in wirtschaftlich schwierigen Zeiten abgesichert werden. Bei der Bürgschaftsbank Rheinland-Pfalz können Sie hierzu das Bürgschaftsprogramm Classic nutzen.
  • Notfallfonds für Kleinunternehmen

    Der von unserer Organisation geforderte Notfallfonds für kleine Betriebe und Soloselbständige kommt sehr wahrscheinlich. Es geht um direkte Zuschüsse für die nächsten Monate. Ausführliche Informationen zur geplanten Soforthilfe finden Sie in diesem Dokument.

    Die Eckpunkte sehen wie folgt aus:
    • Finanzielle Soforthilfe (steuerbare Zuschüsse) für Kleinstunternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen sowie Soloselbständige und Angehörige der Freien Berufe bis zu 10 Beschäftigten.
    • Bis 9.000€ Einmalzahlung für 3 Monate bei bis zu 5 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente)
    • Bis 15.000€ Einmalzahlung für 3 Monate bei bis zu 10 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente)
    • Sofern der Vermieter die Miete um mindestens 20 % reduziert, kann der ggf. nicht ausgeschöpfte Zuschuss auch für zwei weitere Monate eingesetzt werden.
    Ziel: Zuschuss zur Sicherung der wirtschaftlichen Existenz der Antragsteller und zur Überbrückung von akuten Liquiditätsengpässen, u.a. durch laufende Betriebskosten wie Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten u.ä (auch
    komplementär zu den Länderprogrammen)

    Voraussetzung: wirtschaftliche Schwierigkeiten in Folge von Corona. Das heißt, das Unternehmen darf vor März 2020 nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten gewesen sein. Der Schadenseintritt muss nach dem 11. März 2020 erfolgt sein.
  • Zukunftsfonds "Starke Wirtschaft Rheinland-Pfalz"

    Hierbei handelt es sich um ein zusätzliches Hilfspaket der Landesregierung, das ergänzend zum Notfallfonds der Bundesregierung für Kleinunternehmen aufgelegt worden ist. Das Programm ist ein Teil des Nachtragshaushalts der rheinland-pfälzischen Landesregierung und muss vom Landtag noch verabschiedet werden. Das wird voraussichtlich am Freitag, 27. März 2020, geschehen. Mit der Umsetzung soll unmittelbar begonnen werden. Wir rechnen mit dem Start der Bearbeitung in der kommenden Woche.

    Der Zukunftsfonds sieht drei Stufen vor:

    1. Unternehmen mit bis zu 5 Mitarbeitern (Vollzeitäquivalente) können neben dem Zuschuss des Bundes von 9000 Euro ein Darlehen über 10.000 Euro vom Land beantragen. Das Darlehen wird zu einem niedrigen Zinssatz über die Hausbank beantragt. Insgesamt können Unternehmen dieser Größenordnung also 19.000 Euro beantragen.
    2. Unternehmen mit 6 bis 10 Mitarbeitern (Vollzeitäquivalente) können neben dem Zuschuss des Bundes von 15.000 Euro ein Darlehen über 10.000 Euro vom Land beantragen. Das Darlehen wird zu einem niedrigen Zinssatz über die Hausbank beantragt. Insgesamt können Unternehmen dieser Größenordnung also 25.000 Euro beantragen.
    3. Unternehmen mit 11 bis 30 Mitarbeitern (Vollzeitäquivalente) können ein Darlehen bis zu einer Höhe von 30.000 Euro vom Land beantragen. Zusätzlich erhalten diese Unternehmen 30 Prozent des Darlehens als Zuschuss zusätzlich zum Darlehen. Insgesamt können Unternehmen dieser Größenordnung also 39.000 Euro beantragen. Das Darlehenwird zu einem niedrigen Zinssatz über die Hausbank beantragt.
  • Welche steuerlichen Erleichterungen werden gewährt?

    Beim zuständigen Finanzamt können Anträge auf Herabsetzung von Vorauszahlungen sowie auf Billigkeitsmaßnahmen, wie zum Beispiel Stundung, Erlass der Steuerforderung oder Aussetzung der Vollstreckung gestellt werden. Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat in dem Schreiben vom 19.3.2020 genauere Details hierzu festgelegt. Außerdem können Unternehmen beantragen, dass die Sondervorauszahlung auf die Umsatzsteuer für das Jahr 2020 auf Null gesetzt wird. Im Regelfall wird dann der bereits gezahlte Betrag erstattet.

    • Stundungen
    Nachweislich unmittelbar und nicht unerheblich von der Corona-Epidemie betroffene Steuerpflichtige können die Stundung der festgesetzten Einkommen- und Körperschaftsteuer beantragen. Die Anträge müssen zwar begründet werden, ein wertmäßiger Nachweis der entstandenen Schäden im Einzelnen ist aber nicht erforderlich. Auch wenn die Umsatzsteuer nicht ausdrücklich genannt ist, dürften auch hier Stundungen zulässig sein.

    • Vorauszahlungen
    Für Anträge auf Anpassung der Vorauszahlungen auf die Einkommen-, Körperschaft- und Gewerbesteuer gelten ebenfalls die vorgenannten Grundsätze. Es kann auch die Erstattung der Vorauszahlung aus dem ersten Quartal beantragt werden.

    • Vollstreckungen
    Nach dem BMF-Schreiben sollen die Finanzämter bei unmittelbar und nicht unerheblich von der Coronakrise betroffenen Steuerpflichtigen bis zum 31.12.2020 von Vollstreckungsmaßnahmen bei allen rückständigen Steuern absehen. Auch hier muss ein entsprechender Antrag gestellt werden. Säumniszuschläge fallen nicht an beziehungsweise werden erlassen.
    Anmerkung: Das BMF-Schreiben regelt nicht, wie lange die Steuern gestundet werden können. Außerdem ist nicht ausdrücklich vorgesehen, dass keine Stundungszinsen anfallen. Das BMF-Schreiben sagt hierzu nur, dass „in der Regel“ auf Stundungszinsen verzichtet werden kann. Die IHK-Organisation wird in diesen beiden Punkten darauf drängen, dass noch ein konkreter Stundungszeitraum und der generelle Verzicht auf Stundungszinsen festgehalten wird.

Veranstaltungen

Sämtliche Prüfungen (schriftliche wie mündliche) der IHK Trier sind bis Ende Mai 2020, abgesagt. Alle Veranstaltungen der IHK Tirer sind vorerst bis zum 24. April 2020 abgesagt. Auch das Bildungszentrum ist bis zum 24. April geschlossen. Die Webinare des Bildungszentrums finden jedoch weiterhin statt. In der Zwischenzeit versuchen wir, neue Veranstaltungstermine für die Angebote des Bildungszentrums zu finden. Möglicherweise müssen wir dafür auf Termine in den Sommer- und Herbstferien ausweichen. Eine Absage erhalten Teilnehmer selbstverständlich auch über den Kontaktweg, den sie uns bei der Anmeldung hinterlassen haben.

IHK-Beitrag kann gestundet oder auf Ratenzahlung umgestellt werden

IHK-Mitgliedsunternehmen, die von den Auswirkungen des Coronavirus betroffen sind, können formlos einen Antrag auf Beitragsstundung oder Ratenzahlung stellen. Senden Sie hierfür eine E-Mail an team-beitrag@trier.ihk.de.

Rechtliche Fragen

  • Darf ich mein Geschäft noch öffnen?

    Die Bundesregierung hat gemeinsam mit den Ministerpräsidenten einen Maßnahmenkatalog beschlossen, der das öffentliche Leben deutlich einschränkt. Die Landesregierung hat diese Regeln ab Samstag, 21.03.2020, 00:00 Uhr, noch einmal deutlich verschärft.

    Geöffnet bleiben dürfen weiterhin:

    • Einzelhandel für Lebensmittel
    • Wochenmärkte
    • Abhol- und Lieferdienste
    • Getränkemärkte
    • Apotheken
    • Sanitätshäuser
    • Drogerien
    • Tankstellen
    • Banken und Sparkassen
    • Poststellen
    • Reinigungen
    • Waschsalons
    • der Zeitungsverkauf
    • Bau-, Gartenbau- und Tierbedarfsmärkte
    • Großhandel

    Schließen müssen:

    • Restaurants
    • Frisöre
    • Tattoo-/Percingstudios
    • Nagelstudios
    • Kosmetikstudios
    • Wellnessanlagen
    • Floristen
    • Tabakläden ohne Zeitschriftensortiment
    • Cafés
    • Intercafés
    • Fahrschulen
    • Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen
    • Theater, Opern, Konzerthäuser, Museen und ähnliche Einrichtungen
    • Messen, Ausstellungen, Kinos
    • Freizeit- und Tierparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen)
    • Spezialmärkte, Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen
    • Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen
    • der Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, Schwimm- und Spaßbädern, Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen
    • alle weiteren, nicht explizit erlaubte Verkaufsstellen des Einzelhandels, insbesondere Outlet-Center
    • Spielplätze
    • Untersagt sind ebenfalls Reisebusreisen

    Außerdem gibt es erhebliche Einschränkungen für die Hotel- und Reisebranche. Beherbungsbetriebe dürfen vorerst keine touristischen Gäste mehr empfangen. 
  • Darf ich einen Abhol- und Lieferdienst einrichten?

    Grundsätzlich können Gewerbetreibende, die von der Schließung betroffen sind, Bestellungen telefonisch oder per E-Mail entgegennehmen. Liefer- und Abholdienste dürfen sie ebenfalls betreiben. Dabei dürfen sie Waren auch unter Missachtung des Abstandsgebotes von 1,50 Meter übergeben, das ergibt sich aus § 1 der 3. Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes Rheinland-Pfalz. Zu beachten ist allerdings, dass ein Vertragsschluss mit einem Verbraucher per Telefon oder E-Mail ein so genanntes Fernabsatzgeschäft darstellt. Bei Fernabsatzgeschäften steht den Kunden grundsätzlich ein zweiwöchiges Widerrufsrecht zu. Wichtigste Ausnahmen von diesem Grundsatz gelten für nach Kundenwunsch individuell hergestellte Sonderanfertigungen (zum Beispiel Maßkleidung), schnell verderbliche Waren wie frische Lebensmittel und Schnittblumen oder Hygieneprodukte (sofern diese eine Versiegelung enthalten, die entfernt wurde). Über das Bestehen oder Nichtbestehen eines Widerrufsrechts muss der Betrieb den Verbraucher informieren. Das Muster für eine solche Widerrufsbelehrung finden Sie hier. Ein Formular zur Erklärung des Widerrufs finden Sie hier. Daneben bestehen noch weitere Informationspflichten, die der Gewerbetreibende zur Verfügung stellen muss. Der Verbraucher muss all diese Informationen vor Abschluss des Vertrages erhalten. Dabei sind die Informationen in einer dem Kommunikationsmittel angepassten Art und Weise zu geben. Wichtig: Spätestens bei Lieferung der Ware muss der Verbraucher eine Bestätigung des Vertrages erhalten, die den Vertragsinhalt wiedergibt (zum Beispiel in Papierform).
  • Wer darf ab jetzt auch sonntags öffnen und wie lange?

    Nach einer Allgemeinverfügung der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion dürfen bis Mitte April folgende Geschäfte an Sonntagen zusätzlich zwischen 12 und 18 Uhr öffnen:

    • Lebensmittelmärkte
    • Getränkemärkte
    • Drogerien
    • Sanitärgeschäfte
    • Märkte mit Bau- und Gartenbaubedarf
    • Zeitungsstellen
    • Verkaufsstellen für den Tierbedarf
    Nach Angaben der ADD sind die Lockerungen der Ladenschlusszeiten mit besonderen Auflagen zur Hygiene und zur Steuerung des Zutritts verbunden. Insbesondere muss darauf geachtet werden, dass sich keine Schlangen bilden. Außerdem muss Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt werden.

    STAND: 18.03.2020, 08:43 UHR
  • Was muss ich beim Kurzarbeitergeld beachten?

    Unternehmen, die beispielsweise wegen des Coronavirus vorübergehende Arbeitsausfälle zu verzeichnen haben, können dies mit Kurzarbeit überbrücken. Sie kann den gesamten Betrieb oder nur einen Teil dessen betreffen.

    Informationen zur Beantragung hat die Agentur für Arbeit Trier zusammengestellt.

    Der Bund hat die Voraussetzungen für den Bezug von Kurzarbeitergeld abgesenkt und die Leistungen erweitert. Nun ist der Bezug auch im Bereich der Leiharbeit möglich. Es müssen mindestens 10 Prozent der im Betrieb beschäftigten Arbeitnehmer vom Entgeltausfall betroffen sein (bisher: ein Drittel). Auf den Einsatz negativer Arbeitszeitsalden zur Vermeidung von Kurzarbeit wird verzichtet. Die Beiträge zur Sozialversicherung für Arbeitnehmer, die Kurzarbeitergeld beziehen, werden erstattet. Bisher mussten die Arbeitgeber diese alleine tragen.

    Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Homepage des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.


    Angezeigt werden muss die Kurzarbeit der Agentur für Arbeit. Sie bearbeitet auch den Antrag auf das Kurzarbeitergeld. Die Bezugsdauer beträgt maximal 12 Monate.

    Kontakt bei der Agentur für Arbeit Trier:
    Telefon: 0651/205 3500,
    E-Mail:
    Trier.031-OS@arbeitsagentur.de

    Der Arbeitgeber kann die Kurzarbeit jedoch nicht einseitig anordnen. Die Möglichkeit zur Kurzarbeit kann entweder durch Tarifvertrag oder Betriebsvereinbarung eröffnet sein. Fehlt es an dieser Möglichkeit, weil keine Tarifbindung oder kein Betriebsrat besteht, muss sie einzelvertraglich mit jedem Arbeitnehmer vereinbart werden.


    Weitere Fragen beantwortet:

    Jennifer Schöpf-Holweck
    Telefon: (06 51) 97 77-4 11
    schoepf-holweck@trier.ihk.de

     

  • Darf ein Arbeitnehmer der Arbeit fernbleiben, weil er Angst vor Ansteckung hat?

    Grundsätzlich darf ein Arbeitnehmer die Arbeit nicht verweigern, weil die Ansteckungsgefahr bei der Arbeit oder auf dem Weg dorthin erhöht sein könnte. Im Einzelfall kann der Arbeitgeber aber bei einer konkreten Gefährdung aufgrund seiner Fürsorgepflicht verpflichtet sein, den Arbeitnehmer von der Arbeit freizustellen oder Arbeit im Homeoffice zu erlauben, wenn diese Möglichkeit besteht.

    Arbeitsrechtliche Fragen beanwortet Ihnen gerne

    Jennifer Schöpf-Holweck
    Telefon: (06 51) 97 77-4 11
    schoepf-holweck@trier.ihk.de
  • Was passiert, wenn Mitarbeiter wegen des Virus nicht arbeiten dürfen?

    Bricht eine Pandemie aus, kann die zuständige Behörde Maßnahmen nach dem Infektionsschutzgesetz (IFSG) treffen und zum Beispiel eine Quarantäne verhängen. Dabei kann für Arbeitnehmer ein Tätigkeitsverbot ausgesprochen werden. Für den daraus folgenden Verdienstausfall kann der Arbeitnehmer eine Entschädigung beanspruchen. Diese Entschädigung zahlt bis zu sechs Wochen lang der Arbeitgeber, der wiederum einen Erstattungsanspruch gegen die zuständige Behörde hat. Dies gilt jedoch nur dann, wenn der Arbeitnehmer nicht aus anderen Gründen einen Anspruch auf Zahlung hat. Weitere Informationen zum Tätigkeitsverbot liefert das Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung in Rheinland-Pfalz.

    Weitere arbeitsrechtliche Fragen beantwortet Ihnen gerne

    Jennifer Schöpf-Holweck
    Telefon: (06 51) 97 77-4 11
    schoepf-holweck@trier.ihk.de
  • Was ist, wenn ich einen Vertrag wegen des Coronavirus nicht erfüllen kann?

    Das kommt auf den konkreten Vertrag an: Eine Höhere Gewalt-Klausel – auch Force Majeure-Klausel genannt – kann hier weiterhelfen. Es kommt jedoch auf ihre Formulierung und die jeweiligen Umstände des Einzelfalls an: Nennt die Klausel eine Epidemie als Beispiel? Sonst ist die Rechtslage unklar. Oft werden Epidemien zu Höherer Gewalt gezählt. Sie müssen aber unvorhersehbar sein. Ob das je nach Zeitpunkt des Vertragsschlusses und Inhalt des Vertrages der Fall ist, kann man nicht pauschal sagen.

    Zumindest für jetzt noch abzuschließende Verträge ist das angesichts der sich seit Wochen ausbreitenden Epidemie und der Presseberichterstattung zweifelhaft. Vor Vertragsabschluss sollte deshalb über individuelle Klauseln zur Vertragsanpassung (Lieferzeitverlängerungen, Preisanpassungen…) nachgedacht werden.

    Ohne eine Höhere Gewalt-Klausel kann man sich auf höhere Gewalt nur berufen, wenn die Lieferung unmöglich geworden ist (§ 275 BGB), also zum Beispiel alternative Lieferwege oder Ersatzware auch mit Mehraufwendungen nicht zur Verfügung stehen. Eine Erschwerung der Leistung reicht nicht aus.

    Bei Vorliegen von Höherer Gewalt wird die Vertragspartei ganz oder teilweise von ihren vertraglichen Pflichten, deren Erfüllung ihr unmöglich geworden ist, befreit.

    Prüfen Sie also Ihre Altverträge genau. Oft enthalten die Klauseln auch Fristen oder bestimmte Handlungspflichten.

    Sofern ein Berufen auf höhere Gewalt nicht möglich ist, kann gegebenenfalls eine Vertragsanpassung oder ein Rücktritt vom Vertrag aufgrund Wegfalls der Geschäftsgrundlage (§313 BGB) möglich sein.

    Fragen zum Vertragsrecht beantwortet gerne

    Jennifer Schöpf-Holweck
    Telefon: (06 51) 97 77-4 11
    schoepf-holweck@trier.ihk.de
  • Was ist, wenn eine große Zahl von Arbeitnehmern erkrankt, Auftrags- oder Lieferengpässe eintreten und mein Unternehmen wegen des Coronavirus in eine schwere Krise gerät?

    Der Arbeitgeber trägt das Betriebsrisiko. In einem solchen Fall können Unternehmen aber womöglich Kurzarbeit beantragen. Zunächst muss ein Betrieb aber alle anderen Möglichkeiten ausschöpfen, um Kurzarbeit zu vermeiden (z.B. Urlaub, Überstundenabbau, Homeoffice, etc.).

    Weitere arbeitsrechtliche Fragen beantwortet Ihnen gerne

    Jennifer Schöpf-Holweck
    Telefon: (06 51) 97 77-4 11
    schoepf-holweck@trier.ihk.de
  • Was muss ich beachten, wenn ich Mitarbeiter ins Ausland entsende?

    Ein Arbeitnehmer darf die Arbeit bzw. eine Entsendung grundsätzlich nicht verweigern. Wenn eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes für das Land oder die Region vorliegt, kann eine Verweigerung aber gerechtfertigt sein. Unabhängig davon sollten Unternehmen angesichts der fortschreitenden Ausbreitung des Coronavirus und den damit einhergehenden Einschränkungen in verschiedenen Ländern abwägen, ob die jeweilige Reise derzeit sinnvoll bzw. zwingend erforderlich ist. Ob der Arbeitgeber bereits im Ausland tätige Arbeitnehmer zurückholen oder zumindest in ein sicheres anderes Land bringen lassen muss, hängt vom jeweiligen Einzelfall ab.

    Weitere Fragen zur Entsendung von Arbeitnehmern ins Ausland beantworten Ihnen gerne

    Jennifer Schöpf-Holweck
    Telefon: (06 51) 97 77-4 11
    schoepf-holweck@trier.ihk.de
  • Was passiert, wenn Auszubildende die Schule nicht mehr besuchen können oder Prüfungen abgesagt werden?

    Im Bereich der Ausbildung kann es zu vielen Einzelfällen kommen, die unterschiedlich zu bewerten sind. Eine erste Übersicht über mögliche Folgen erhalten Sie auf unsere Seite zu Prüfungen und Ausbildung.
  • Was müssen Arbeitgeber und Arbeitnehmer bei der Schließung von Kitas und Schulen beachten?

    Wird die Kita oder Schule geschlossen und besteht ein Betreeungsbedarf der Kinder, dann müssen Eltern zunächst alles unternehmen, um die Kinderbetreuung über andere Wege sicherzustellen. Das kann zum Beispiel die Betreuung durch einen anderen Elternteil sein.

    Kann die Betreuung nicht durch andere Personen sichergestellt werden, besteht für den Arbeitnehmer keine generelle Pflicht auf der Arbeit zu erscheinen. Der Arbeitnehmer ist nicht verpflichtet, Urlaub zu nehmen.

    Bei einer Verweigerung der Arbeit durch den Arbeitnehmer aus persönlichen Gründen, besteht nur unter bestimmten Vorraussetzungen ein Anspruch auf das reguläre Gehalt. Der Arbeitgeber kann insbesondere dann nicht zu einer Gehaltszahlung verpflichtet sein, je länger der Arbeitnehmer der Arbeit fern bleibt. Der Anspruch auf eine Gehaltsfortzahlung kann außerdem über arbeits- und tarifvertragliche Vereinbarungen eingeschränkt oder sogar vollständig ausgeschlossen sein. Grundlage ist der geschlossene Arbeitsvertrag.

    In jedem Fall sollten Arbeitgeber und Arbeitnehmer über die Situation sprechen und nach einer gemeinsamen Lösung suchen.

    Nimmt der Arbeitnehmer Urlaub, erhält er Urlaubsentgelt.
  • Sonderregelungen für Speditionen und Gefahrgutbeauftragte

    Lkw ab 7,5 Tonnen dürfen bis Ende Mai auch an Sonn- und Feiertagen fahren, sofern sie Waren aus dem "Trockensortiment", wie haltbare Lebensmittel oder Hygieneartikel, geladen haben. Für Frischwaren besteht nach StVO ohnehin kein Sonntagsfahrverbot.

    Das rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerium weist darauf hin, dass in anderen Bundesländern andere Regeln gelten können. Rheinland-Pfalz will mit der Abschaffung des Sonntagsfahrverbots mögliche Versorgungsengpässe infolge des Coronavirus verhindern.

    Für Gefahrgutbeauftragte gelten ab sofort folgende Regelungen:

    Abweichend von den ADR-Vorschriften bleiben alle Bescheinigungen über die Fahrzeugführerschulung sowie Schulungsbescheinigungen für Gefahrgutbeauftragte, deren Geltungsdauer zwischen dem 1. März 2020 und dem 1. November 2020 endet, bis zum 30. November 2020 gültig. Die Bescheinigungen müssen erneuert werden, wenn der Fahrzeugführer vor dem 1. Dezember 2020 die Teilnahme an einer Auffrischungsschulung gemäß Unterabschnitt 8.2.2.5 ADR nachweist und eine Prüfung gemäß Unterabschnitt 8.2.2.7 ADR bestanden hat. Laut Mitteilung BMVI  kann ab sofort danach verfahren werden.

    Weitere Informationen erhalten Sie bei uns im Bereich Standortpolitik.

Hinweise zum Im- und Export

  • Bescheinigung von Außenhandelsdokumenten

    Die IHK Trier will dazu beitragen, persönliche Kontakte auf ein Minimum zu beschränken und die Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen und hat aus diesem Grund bis auf weiteres für Publikumsverkehr geschlossen. Selbstverständlich ist der Bescheinigungsservice weiterhin sichergestellt! Wir bitten Sie, uns im Vorfeld telefonisch zu kontaktieren, bevor Ihr Bote zu uns kommt.

    Desweiteren empfehlen wir Ihnen dringend die Umstellung auf die elektronische Ausstellung, um die Abwicklung Ihrer Warenlieferungen für die nächste Zeit sicherzustellen. Es ist derzeit leider nicht auszuschließen, dass die manuelle Ausstellung der Dokumente evtl. eingestellt werden muss. Bei Fragen zur elektronischen Antragstellung kontaktieren Sie uns jederzeit gerne:

    Gudrun Wewering
    (06 51) 97 77-2 10
    wewering@trier.ihk.de

    Matthias Lex
    (06 51) 97 77-2 11
    lex@trier.ihk.de


  • Muss ich jetzt bei Importwaren vorsichtig sein?

    Das Robert Koch-Institut schätzt eine Infektion mit dem Coronavirus über importierte Waren als sehr unwahrscheinlich ein, da im Vorfeld eine Kontamination stattgefunden haben und das Virus nach dem weiten Transportweg noch aktiv sein müsste. Eine Übertragung über unbelebte Oberflächen sei bislang nicht dokumentiert, so das Institut auf seiner Internetseite. 
  • Vorübergehende Grenzkontrollen an den Binnengrenzen zu Österreich, der Schweiz, Frankreich, Luxemburg und Dänemark

    Bundesinnenminister Seehofer hat in Abstimmung mit den Nachbarstaaten und den betroffenen Bundesländern entschieden, zur weiteren Eindämmung der Infektionsgefahren durch das Corona-Virus vorübergehende Grenzkontrollen einzuführen. Die Kontrollen an den Binnengrenzen zu Österreich, der Schweiz, Frankreich, Luxemburg und Dänemark greifen seit Montag, 16. März 2020, 8:00 Uhr, und wurden bis auf Weiteres angeordnet.

    Der Bundesinnenminister bittet alle Bürger, nicht zwingend notwendige Reisen unbedingt zu unterlassen. Reisende ohne triftigen Reisegrund dürfen an den Binnengrenzen zu Österreich, der Schweiz, Frankreich, Luxemburg und Dänemark grundsätzlich nicht mehr ein- und ausreisen. Dies gilt auch für Reisende mit Krankheitssymptomen, die auf eine Corona-Infektion hindeuten könnten. In diesen Fällen werden in Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden die erforderlichen Maßnahmen eingeleitet.

    Grenzüberschreitendes Reisen ist aber – unabhängig von der Staatsangehörigkeit – aus triftigen Gründen (u.a. ärztliche Behandlungen, familiäre Todesfälle) nach den Umständen des jeweiligen Einzelfalls grundsätzlich zulässig. Zudem bleibt die Rückreise von EU-Bürgern und Drittstaatsangehörigen in ihre Herkunftsstaaten oder in den Staat, in dem sie zum Aufenthalt (längerfristige Aufenthaltstitel) berechtigt sind, mittels Transit durch Deutschland zulässig.

    Der grenzüberschreitende Warenverkehr sowie grenzüberschreitendes Reisen aus berufsbedingten Gründen oder zur Ausübung einer Berufstätigkeit zur Durchführung von Vertragsleistungen bleibt – unabhängig von der Staatsangehörigkeit – zulässig (u.a. Berufspendler, Saisonarbeitnehmer, EU-Parlamentarier, akkreditierte Diplomaten). Dies ist durch Mitführung geeigneter Unterlagen (u.a. Arbeitsvertrag, Auftragsunterlagen, Grenzgängerkarte) zu belegen.

    Reisen von Drittstaatsangehörigen mit Schengen-Visa zu touristischen Zwecken sind demgegenüber grundsätzlich nicht mehr gestattet. Fragen zur Aufrechterhaltung des grenzüberschreitenden öffentlichen Personennah bzw. Regionalverkehrs obliegen den Ländern.

    Welche grenzüberschreitende Privatreise als zwingend notwendig anzusehen ist, liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Beamten vor Ort. Die Beamten der Bundespolizei sind erfahren in der Beurteilung solcher Einsatzfälle, da dieses "tägliches Geschäft" einer Grenzpolizei sind.

    Auf der Website des BMI finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen, unter anderem zu Reisebeschränkungen und Grenzkontrollen.

  • Welche Grenzübergänge kann ich noch nutzen?

    Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat hat ab Freitag, 20.03.2020, viele Grenzübergänge zu Österreich, Frankreich, Luxemburg, Dänemark und der Schweiß gesperrt. Eine Liste der noch offenen Grenzen bietet das BMI auf seiner Internetseite.

    Nach Luxemburg ist Stand 20. März 2020 nur noch der Grenzübertritt an folgenden Stellen möglich:
    • BAB 64 (Mesenich)
    • B 419 Wellen
    • B 419 Wincheringen
    • B 418 Wasserbilligerbrück
    • B 257 (E29) Echternachbrück Dasburg Vianden
  • Welche Reisebeschränkungen gelten in den Nachbarländern?

    Die Europäische Kommission hat eine Übersicht erstellt, mit welchen Reisebeschränkungen Sie innerhalb der Europäischen Union zu rechnen haben. Da die EU-Länder teils unterschiedlich stark von der Ausbreitung des Coronavirus betroffen sind, haben die Staaten sehr unterschiedliche Regelungen getroffen. Informieren Sie sich vor Ihrer Reise noch einmal genau, über die jeweils geltenden Bestimmungen.
  • Luxemburg schließt Baustellen und schränkt Handwerksleistungen drastisch ein

    Baustellen sind ab dem 20. März 2020 um 17:00 geschlossen. Von der Schließung ausgenommen sind Baustellen für Krankenhäuser und kritische Infrastrukturen bei Bedarf. Jegliche Handwerkertätigkeiten außerhalb der Werkstatt sind ab dem 20. März um 17:00 verboten. Ausgenommen von diesem Verbot sind nur Reparaturen, Pannendienste, Umzugsdienste und Sanierungen. Auch Wartungsdienste, welche aus Sicherheitsgründen notwendig sind, bleiben erlaubt. Es ist auch möglich, über Telefon oder online bestellte Apparate auszuliefern (zum Beispiel: Waschmaschine, Kühlschrank). Einen laufend aktualisierten Überblick über die Corona-Konsequenzen in Luxemburg speziell für Unternehmen stellt die luxemburgische Regierung auf Deutsch auf ihrer Homepage zusammen.
  • Export von medizinischer Schutzausrüstung

    Das BMWi hat am 19. März 2020 das deutsche Exportverbot für medizinische Schutzausrüstungen aufgehoben. Damit bestehen keine nationalen Ausfuhr- und Verbringungsverbote für medizinische Schutzausrüstung mehr. Verbringungen dieser Produkte innerhalb der EU sind damit wieder möglich.

    Ungeachtet dessen bestehen seit dem 15. März 2020 unionsrechtliche Genehmigungspflichten für die Ausfuhr medizinischer Schutzausrüstung aufgrund der Durchführungsverordnung (EU) 2020/402 der Kommission vom 14. März 2020. Nach Artikel 1 dieser Verordnung ist für die Ausfuhr der dort in Anhang I aufgeführten persönlichen Schutzausrüstung aus der Union unabhängig davon, ob diese Ausrüstung ihren Ursprung in der Union hat oder nicht, eine Ausfuhrgenehmigung erforderlich. Ausgenommen sind ab dem 21. März 2020 die EFTA- und eng mit der EU assoziierte Länder. Darüber hinaus sind Ausfuhrgenehmigungen der Mitgliedstaaten möglich, wenn die Verfügbarkeit von Schutzausrüstung dadurch nicht gefährdet wird.

    Das bedeutet, dass für Ausfuhren dieser Produkte aus der EU eine Genehmigung des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle erforderlich ist. Die Zollverwaltung hat am 19. März 2020 hier Hinweise zur Unterlagencodierung für persönliche Schutzausrüstungen in ATLAS veröffentlicht. Weitere Informationen zum Exportverbot für medizinische Schutzausrüstung finden Sie auf der Internetseite des BAFA.

Fragen rund um die Ausbildung

  • Finden die Zwischenprüfungen im Frühjahr statt?

    Die zuständigen IHK-Gremien haben sich am 16. März 2020 darauf verständigt, die für das Frühjahr 2020 angesetzte Zwischenprüfung ersatzlos entfallen zu lassen. Auf ein nachträgliches Ablegen der Zwischenprüfung wird für die im Frühjahr 2020 betroffenen Prüflinge verzichtet.

    Die Zwischenprüfung soll den Azubis wie auch den Ausbildenden in den Betrieben zur Mitte der Berufsausbildung in erster Linie eine Rückmeldung über den Leistungsstand geben. Beide Seiten erhalten damit einen Hinweis wie beispielsweise das Lernen weiter gefördert und Ausbildungsmaßnahmen verbessert werden können.

    Anders als bei der Abschlussprüfung ergeben sich aus den Ergebnissen der Zwischenprüfung jedoch keine verbindlichen Folgen für das Bestehen des Berufsabschlusses. Sie fließt als Prüfungsleistung nicht in das Endergebnis der Abschlussnote ein.

    Daher wird seitens der IHKs als zuständige Stellen auf ein nachträgliches Ablegen der Zwischenprüfung für die im Frühjahr 2020 betroffenen Prüflinge verzichtet. Grund für diese Entscheidung ist die objektive Unmöglichkeit, die Zwischenprüfung in der derzeitigen Lage und unter den geltenden, behördlichen Auflagen im Zusammenhang mit der Corona-Krise durchzuführen.

    Das Aussetzen der Zwischenprüfung gilt ausschließlich für die im Frühjahr 2020 betroffenen Prüflinge.

Fragen rund um die Tourismuswirtschaft

Hinweise für Verkehrsunternehmen

Allgemeine Hinweise

  • Wie kann ich in meinem Betrieb Vorsorge treffen?

    Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) empfiehlt grundsätzlich die Einhaltung der Hygieneregeln, die auch für den Schutz vor der Grippe gelten:

    • Händeschütteln vermeiden
    • Regelmäßiges und gründliches Hände waschen
    •  Hände aus dem Gesicht fernhalten
    • Husten und Niesen in ein Taschentuch oder in die Armbeuge
    • Im Krankheitsfall Abstand halten
    • Geschlossene Räume regelmäßig lüften 
    Die jeweils für Ihren Betrieb zuständige Berufsgenossenschaft bietet Aushänge für Hygieneinfos an. Eine Liste von Berufsgenossenschaften finden Sie auf der Seite der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGVU). Für die Allgemeinheit bietet zudem die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Infografiken zum Download an.

    Eine weitere Möglichkeit ist, je nach den betrieblichen Möglichkeiten das Arbeiten im Home Office zu ermöglichen. Anstelle von Dienstreisen können womöglich auch Videokonferenzen oder Telefonkonferenzen durchgeführt werden.

    Darüber hinaus hat die DGUV 10 Tipps für eine Betriebliche Pandemieplanung veröffentlicht. Diese beziehen sich allerdings nicht speziell auf das Corona-Virus.
  • Was kann ich tun, wenn ich glaube, dass Mitarbeiter meines Unternehmens am Corona-Virus erkrankt sein können?

    Als Verdachtsfälle gelten derzeit Patienten, die Symptome einer Corona-Erkrankung aufweisen und sich bis 14 Tage vor Erkrankungsbeginn in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder Kontakt mit einem Erkrankten hatten. Besteht ein Verdacht, sollte zunächst der arbeitsmedizinische Dienst oder der jeweilige Hausarzt informiert werden. Verdachtsfälle werden dann von dem jeweiligen Arzt dem zuständigen Gesundheitsamt gemeldet. Das Gesundheitsamt kümmert sich dann um einen Test auf das Coronavirus. Personen, die keine typischen Krankheitsanzeichen haben, aber trotzdem besorgt sind, weil sie sich eventuell angesteckt haben könnten, können sich über das Robert-Koch-Institut oder die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung informieren.
  • Was kann ich sonst noch tun?

    Auch unabhängig vom Corona-Virus ist es für Unternehmen immer empfehlenswert, für den Fall einer Erkrankung des Geschäftsführers/der Geschäftsführerin einen „Notfallkoffer“ zu packen, der etwa mit Vollmachten, einem Vertretungsplan, Informationen zu Kunden- und Lieferantenstrukturen und einer Dokumentenmappe mit Bankverbindungen, Passwörtern versehen ist.

    Weitere Informationen dazu gibt Ihnen gerne

    Raimund Fisch
    Leiter Unternehmensförderung
    (06 51) 97 77-5 20
    fisch@trier.ihk.de
  • Informationen zu Verbreitung, Symptomen und Präventionsmaßnahmen bezüglich des Coronavirus

    Im Internet finden Sie aktuelle Informationen zu Verbreitung, Symptomen und Präventionsmaßnahmen bezüglich des Coronavirus. Zu empfehlen sind die Risikobewertungen des Auswärtigen Amts (China, Italien, letzte Aktualisierungen allgemein), der WHO, des European Center for Disease Prevention and Control und des Robert-Koch-Instituts (RKI). Empfehlungen zu Vorsichtsmaßnahmen enthält ein Merkblatt, das auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes veröffentlicht ist. Allgemeine Informationen finden Sie ebenfalls laufend aktualisiert auf der Seite des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK). Hier informiert die rheinland-pfälzische Landesregierung über die Lage.

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