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IHK Trier


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  • 01.11.2020

    IT: kein Buch mit sieben Siegeln

    "Transferstelle IT-Sicherheit im Mittelstand" hilft bei der Orientierung, unter anderem mit einer neuen App

  • Foto: Christian Kien
    Innovation, Umwelt, Energie

    Christian Kien

    Tel.: (06 51) 97 77-5 40
    Fax: (06 51) 97 77-5 05
    kien@trier.ihk.de

Ohne IT geht heutzutage gar nichts mehr – eine Aussage in aller Munde. Im Widerspruch dazu ist jedoch der Kreis derjenigen gering geblieben, die sich intensiver mit der Informationstechnik (IT) beschäftigen. Was kann sie tatsächlich für mich leisten und wie nutze ich sie sicher? Bei der Suche nach Antworten auf diese, keineswegs nur für Experten, wichtigen Fragen unterstützt die Transferstelle IT-Sicherheit im Mittelstand (TISiM), die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert wird und eng mit den Industrie- und Handelskammern zusammenarbeitet. Bundesweit werden ab Januar 2021 sukzessive regionale TISiM-Anlaufstellen in den IHKs eingerichtet. Die IHK Trier ist bereits seit Oktober 2020 gemeinsam mit zehn weiteren IHKs Teil der Pilotphase.

In die richtige Richtung lenken
Ein besonders einfach nutzbares Werkzeug der TISIM ist dabei „Sec-O-Mat“: Die neue App befindet sich zurzeit im Praxistest, unter anderem bei der IHK Trier. Mit der neuen App können Unternehmen sich schnell und zuverlässig einen Überblick darüber verschaffen, welche Schutzmaßnahmen für sie wichtig sind und wie sie diese konkret umsetzen können. „Es ist wichtig, zumindest grundsätzlich zu wissen, welche Möglichkeiten es gibt. Nur dann lässt sich IT-Sicherheit in die richtige Richtung lenken“, meint Christian Kien, Referent der IHK Trier für Innovation, Technologie und Energie. Genau hier setzt „Sec-O-Mat“ an: Ein Fragenkatalog prüft den jeweiligen Wissensstand der Nutzer ab und leitet zu entsprechenden Handlungsempfehlungen und Ansprechpartnern weiter. Das System ist daher sowohl für komplette Neueinsteiger geeignet als auch für jene, die sich bereits eingehender mit IT-Fragen in ihrem Unternehmen auseinandergesetzt haben.
Einzelne Unternehmen der Region Trier haben bereits Erfahrungen mit dem „Sec-O-Mat“ gemacht. Sie waren bei einem vorgeschalteten Benutzertest im Sommer 2020 eingebunden, der von der Hochschule Mannheim koordiniert wurde. Zu diesen Erst-Testern zählte Thomas Nellinger vom Hotel Deutscher Hof in Trier. „Die Software ist sehr benutzerfreundlich gestaltet. Die benötigten Informationen erreicht man leicht und präzise über die Menüleiste“, lautete sein erster Eindruck. Das Erstellen eines sogenannten „Aktionsplans“ bewertet er als sehr hilfreich: „So kann auch jemand, der nicht allzu viel Wissen im Bereich IT-Sicherheit hat, sich entsprechend über die Möglichkeiten und Unterpunkte informieren.“ Die wichtigen Punkte würden dem Aktionsplan zugewiesen, um dann abgearbeitet zu werden. Und auch, wenn man seit Jahren von einem IT-Unternehmen betreut werde, sei die Anwendung nützlich. „Manche Dinge sollte, ja muss man in Frage stellen, um eventuelle Lücken beziehungsweise Verbesserungen herbeizuführen“, meint Nellinger.

Cyberkriminellen kein Ziel bieten
Die TISiM rät gerade auch kleineren und mittleren Unternehmen sowie Selbstständigen, sich mit solchen Themen zu beschäftigen. Denn leider nehmen viele Kriminelle der digitalen Welt auch solche Betriebe ins Visier. Durch Datenspionage, Schadsoftware und Cyberattacken entstünden jährlich Schäden in Milliardenhöhe. Zusätzlich leide häufig die Reputation der betroffenen Unternehmen. Gleichzeitig bietet das Digitale neue Kommunikationsmöglichkeiten und Chancen zur Optimierung von Arbeitsprozessen. Viele gute Gründe also, sich mit IT-Sicherheit zu beschäftigen.

Kostenloser Download kommt 2021
Auf welche Spuren einen der „Sec-O-Mat“ bringt, können zurzeit Besucher im Foyer der IHK Trier erleben. Dort ist die Pilotversion der Software auf einer Infostehle mit Touchscreen aufrufbar. Auch bei Veranstaltungen der IHK, die Christian Kien betreut, kommt dieser Infoterminal zum Einsatz. „Sehen Sie einfach mal ein paar Minuten in die App hinein und lassen Sie sich überraschen, welche Anregungen sie Ihnen mitgibt“, lädt er ein. Gemeinsam mit weiteren Pilotkammern im Bundesgebiet sammelt die IHK außerdem die Rückmeldungen der Nutzer. Diese Erkenntnisse fließen dann in die weitere Entwicklung von „Sec-O-Mat“ ein. Ab Januar 2021 wird der Sec-O-Mat dann als App kostenlos verfügbar sein. Besonders freuen können sich die KMUs dann auf die sogenannte „Smart-Matching“-Funktion. Aus hunderten von Angeboten werden diese passgenau den Bedarfen des KMU zugeordnet und in einem individuellen Aktionsplan dargestellt.

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