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01.04.2007

Im Nischengeschäft erfolgreich


Dieser Text ist vom 01.04.2007 und könnte inhaltlich veraltet sein.

Plamex produziert am Standort Kelberg

Seit 13 Jahren am Markt der Folienherstellung und Produktverpackung ist die Kelberger Firma PLAMEX Maschinenbau. 40 Mitarbeiter fertigen vom Extruder, Spezialblasfolienanlagen Flachfolien- und Tafelanlagen bis zu Schnecken, Zylinder und Plastifiziereinheiten Produkte die in alle Welt gehen.

Sie sind allgegenwärtig in jedem Haushalt, jedem Supermarkt und ohne sie geht gar nichts. Folien sind sowohl für jeden einzeln unverzichtbar, aber auch die Industrie kommt ohne sie nicht aus. Egal ob synthetische Kunstdärme für Wurst- oder Folien für die Käseverpackung oder auch bei der Sicherung von Produkten auf Paletten, ohne die richtigen Folien läuft gar nichts. Ein Betrieb, der davon eine Menge versteht und den Unternehmen in der Verpackungs- und Lebensmittelindustrie die richtigen Maschinen dafür liefert, ist das Kelberger Unternehmen PLAMEX Maschinenbau GmbH. Mit der Übernahme einer bestehenden Extrusions-Maschinenfabrik nahm die PLAMEX Maschinenbau 1993 den Geschäftsbetrieb in Kelberg auf. Mit drei Mitarbeitern fingen der Diplom-Ingenieur Heinz Schlier und der Diplom-Kaufmann Jochen Herchenbach in der Eifel an. Heute beschäftigt das innovative Unternehmen 40 Mitarbeiter und hat im vergangenen Jahr einen Umsatz von vier Millionen Euro erzielt.

WELTWEITER EXPORT
Um sich auf dem Markt für seine Kunden aus dem In- und Ausland besser zu präsentieren und seine technische Leistungsfähigkeit zu demonstrieren, hat das Kelberger Unternehmen nun mit finanzieller Unterstützung durch die landeseigene Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) eine Demo-Anlage gebaut. Denn das eigentlich kleine Unternehmen Plamex ist global aktiv. So gibt es mit der argentinischen Firma Diplex ein joint-venture, und auch in China existiert seit Dezember 2005 mit dem größten Blasfolienhersteller Guangdong Jinming Plastik Equipment eine Kooperation. Diese hat eine Lizenz für einen Folienwickler von Plamex und vertreibt die Anlage im asiatischen Raum. Das profunde, konstruktive verfahrens- und fertigungstechnische Know-how, hoch spezialisierte Mitarbeiter und ein auf große Fertigungstiefe ausgerichteter Maschinenpark mit höchstem Automatisierungsgrad und eine hohe Qualität sind das wertvollste Kapital der Kelberger Firma. „Unser Geschäft ist ein Nischengeschäft, weniger die Serienproduktion. Wir produzieren in Kelberg Extruder, Schnecken, Zylinder, Schmelzeleitungen. Wickler. Und das mit weltweitem Erfolg“, erklärt Mitgeschäftsführer Diplom-Volkswirt Maximilian Herchenbach. Etwa drei bis vier Anlagen liefert Plamex jährlich aus. Das Unternehmen fertigt mit seinem Spezialmaschinenbau Bauteile und Anlagen für die Herstellung von Folien, ist sogar teilweise in die Entwicklung von neuen Folien einbezogen und beliefert auch andere Extruderhersteller etwa mit Schnecken und Zylindern. „Wir setzen für unsere Anlagen modernste Verarbeitungstechnologien ein. Hierzu entwickeln wir unsere erprobten Standardprodukte ständig weiter“, erläutert Herchenbach. Von der Extrusion über die Formgebung bis zur fertig gewickelten Folien-, Schlauch- oder Bandrolle - im für die Betriebsgröße ungewöhnlich gut ausgestatteten Technikum werden ständig Ideen aufgegriffen und weiter entwickelt zu neuen produktionsreifen Verfahren und innovativen Anlagen. „Das Vertrauen unserer Kunden ist Anreiz und auch ein Grund, stolz auf unsere Arbeit zu sein. Permanente Innovation, Qualität, Preis-Leistungsverhältnis, Termintreue und ein zuverlässiger Service sind unsere Markenzeichen", so Herchenbach. Die Stärke als mittelständisches Unternehmen sieht er auch in der Flexibilität, schnell kundenspezifische Anforderungsprofile in höchster Qualität zu wettbewerbsfähigen Preisen zu erfüllen. Neben den technischen Lösungen, um den spezifischen Eigenschaften der verschiedenen Kunststoff-Polymere gerecht zu werden, zeichnen sich die Folienmaschinen aus Kelberg am Nürburgring durch ihre Bedienerfreundlichkeit aus.

KLEIN ABER FLEXIBEL BLEIBEN
„Durch unseren Spezialmaschinenbau und viele Innovationen im Unternehmen sind wir gesund“, sagt Herchenbach. 2006 war denn auch ein „sehr gutes Jahr“ für den Betrieb, nach zwei voran gegangenen schlechteren Jahren. „Wir versuchen nicht exorbitant zu wachsen, weil wir ein Auftragsgeschäft haben und Größe dabei Probleme mit sich bringt“, sagt Maximilian Herchenbach, was sein Vater Jochen Herchenbach bestätigt. „Wir wollen so klein wie möglich bleiben und dabei flexibel bleiben, weil das Sicherheit gibt und auch die Arbeitsplätze sichert. Einstellungen sind aber nicht grundsätzlich ausgeschlossen“.
Helmut Gassen

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