Vertreterinnen und Vertreter der Weinwirtschaft aus Deutschland und Luxemburg haben beim Branchentreff der Weinwirtschaft 2026 in Trier über die Zukunft des europäischen Weinsektors diskutiert. Im Mittelpunkt der Veranstaltung der IHK Trier und des Bundesverbandes der Deutschen Weinkellereien standen die Auswirkungen der europäischen Weinpolitik auf Wettbewerbsfähigkeit, Marktstabilisierung und Bürokratieabbau.
Weinpaket zügig umsetzen
Zu den Gästen gehörten unter anderem EU-Agrarkommissar Christophe Hansen, Ministerialrat Dr. Wolfgang Löhe aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium sowie die rheinland-pfälzische Weinbauministerin Christine Schneider. Thomas Loosen, Vorsitzender des IHK-Weinausschusses, verwies auf steigende Kosten, rückläufige Absatzmengen, veränderte Konsumgewohnheiten, Unsicherheiten auf Exportmärkten sowie eine zunehmende Regulierungsdichte. Die Umsetzung des von der EU auf den Weg gebrachten Weinpakets müsse zügig und praxisgerecht erfolgen.
In der Diskussionsrunde sprach sich die Branche für den Erhalt eines eigenständigen Weinbudgets auf europäischer Ebene aus und warnte vor einer Zersplitterung der Förderinstrumente in den Mitgliedstaaten. Die Vertreter der Weinwirtschaft forderten mehr Flexibilität, schnellere Genehmigungs- und Förderverfahren sowie eine konsequente Vereinfachung von Dokumentations- und Kennzeichnungspflichten.
Flexibilität für Unternehmen
Die Erwartungen an die europäische Politik lauten: mehr Flexibilität für Unternehmen, bessere Rahmenbedingungen für Innovationen, wirksame Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit sowie einen spürbaren Abbau von Bürokratie.