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IHK Trier


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  • 01.03.2022

    Konjunkturklima trübt sich im Winter leicht ein

    Lieferengpässe, hohe Preise und Corona-Beschränkungen belasten Unternehmen

  • Foto: Dr. Matthias Schmitt
    Standortpolitik

    Dr. Matthias Schmitt

    Tel.: (06 51) 97 77-9 01
    Fax: (06 51) 97 77-5 05
    schmitt@trier.ihk.de


Dieser Text ist vom 01.03.2022 und könnte inhaltlich veraltet sein.
Die aktuellen Belastungen wegen der Coronakrise haben zu einer – allerdings nur leichten – Eintrübung des regionalen Konjunkturklimas geführt. Der IHK-Konjunkturklima-Indikator ist gegenüber der Vorumfrage vom Herbst 2021 um vier Zähler auf aktuell 117 Punkte gefallen. Er bewegt sich damit in der Nähe des langjährigen Durchschnittwerts (Dienstleistungen 117; Handel 103, Industrie 124).
Während sich die Industrie also konjunkturell robust zeigt und die Situation im Dienstleistungssektor zufriedenstellend ist, präsentiert sich die Lage in großen Teilen der Handelsbranche weiterhin angespannt. An der IHK-Konjunkturumfrage im Winter 2021/22 haben sich 147 Unternehmen aus der Region Trier mit insgesamt rund 22 600 Beschäftigten beteiligt.

Geschäftslage deutlich besser als Erwartungen

Trotz einer Reihe von Faktoren, die die konjunkturelle Erholung hemmen – angefangen bei der Corona-Pandemie über Lieferschwierigkeiten bis hin zu Fachkräfte-Engpässen – sind die meisten Unternehmen mit ihrer derzeitigen Geschäftslage zufrieden. 52 Prozent bewerten mit sie gut, 33 Prozent mit befriedigend und lediglich 15 Prozent mit schlecht. Dies entspricht etwa dem Lagebild vom Herbst 2021.
Besonders positiv urteilen das produzierende Gewerbe und die unternehmensorientierten Dienstleister. Weniger gut fallen die Bewertungen im Einzel- und insbesondere Kfz-Handel aus.
Hinsichtlich der Geschäftserwartungen für das Jahr 2022 halten sich die Anteile von Optimisten und Pessimisten in Industrie, Handel und Dienstleistungswirtschaft jeweils exakt die Waage, nachdem es vor drei Monaten noch einen Vorsprung der Optimistenfraktion in Höhe von neun Prozentpunkten gegeben hatte. Da jedoch andere wichtige Erwartungskomponenten weiterhin mit einem positiven Vorzeichen versehen sind, dürfte sich in der zurückhaltenden Zukunftsbeurteilung ein gewisses Maß an Unsicherheit über die in nächster Zeit zu erwartenden Rahmenbedingungen widerspiegeln und ab dem zweiten Quartal konjunkturell mit „Aufwärtsrisiken“ zu rechnen sein. Beispielsweise fallen sowohl die Investitions- als auch die Beschäftigungsplanungen der regionalen Unternehmen für 2022 expansiv aus, was für einen spürbaren Aufschwung im Jahresverlauf spricht.

Robuste Industriekonjunktur
Die regionale Industrie meldet weiterhin gute Geschäftszahlen – trotz ernster Probleme bei Lieferketten und Rohstoffpreisen. Die Auslastung der Produktionskapazitäten sowie die Auftragsbestände liegen deutlich über dem saisonalen Durchschnitt und haben sich gegenüber der Vorumfrage weiter erhöht. Auch die Auftragseingänge für das vierte Quartal 2021 und die Exporterwartungen für 2022 sind mit einem Pluszeichen versehen.
Drei Blockadefaktoren führen allerdings dazu, dass die Industrieproduktion nicht auf noch höheren Touren läuft: 84 Prozent der Befragten des sekundären Sektors fehlen Fachkräfte, 90 Prozent leiden unter hohen Energie- und Rohstoffpreisen und fast die Hälfte ist von erheblichen Lieferschwierigkeiten betroffen.

Risiken: Hohe Preise, Fachkräfte-mangel, Corona, Lieferprobleme
Befragt nach den Hauptrisiken für die eigene Geschäftstätigkeit im laufenden Jahr werden drei Faktoren branchenübergreifend mit Abstand am häufigsten genannt: Energie- und Rohstoffpreise (74 Prozent), Fachkräftemangel (69 Prozent) und Corona (56 Prozent). Hinzu kommen Lieferschwierigkeiten, von denen drei Viertel aller Unternehmen in einem mittleren oder sogar erheblichen Umfang betroffen sind. Dies führt zu Produktionseinschränkungen, Preissteigerungen beziehungsweise Ertragseinbußen und verzögerter Auftragsbearbeitung bis hin zur Ablehnung von Neuaufträgen. Die Mehrzahl der Befragten rechnet erst ab dem zweiten Halbjahr 2022 oder noch später mit einer Verbesserung der Versorgung mit den jeweils benötigten Rohstoffen, Vorprodukten und Waren.

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