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01.05.2026

„Lasst uns den Rohstoff vor Ort nutzen!“

Forst-Service Raskop besetzt Nische als Volldienstleister

Das Unternehmen ist seit mehr als 60 Jahren am Markt und deckt mit seinem Profil die gesamte Wertschöpfungskette des Waldes ab. Forst-Service Raskop aus Landscheid ist in dritter Generation als Volldienstleister für Waldbesitzer tätig. Das zehnköpfige Team um Vater Walter und seine Söhne Andreas und Harald Raskop – zu dritt bilden sie die Geschäftsführung – erledigt alle im Wald anfallenden Arbeiten. Die beginnen mit der Pflanzung und Pflege der Bäume, reichen über den Einschlag, also die Holzernte, und enden bei der Vermarktung des Holzes. 

Ausgelastet dank frühzeitiger Weichenstellung

„Wir sind Bindeglied zwischen kleineren privaten Waldbesitzern und der Industrie und bemühen uns darum, dass diese einen adäquaten Preis für ihr Holz bezahlt bekommen“, erläutert Harald Raskop das Angebot der Vermarktung. Während sich das Unternehmen zu Zeiten seines Vaters und Großvaters auf die Holzernte konzentriert habe, sichere die Angebotsausweitung auf Pflanzung und Vermarktung dem Unternehmen heute einen klaren Marktvorteil. „Die meisten Mitbewerber konzentrieren sich auf die Ernte, bieten nicht das komplette Portfolio an.“

Seine Arbeiten bietet der Familienbetrieb für Waldbesitzer im Umkreis von rund 100 Kilometern an. Mit der aktuellen Auftragslage ist Harald Raskop zufrieden und erläutert: „Wir sind ausgelastet, weil wir uns frühzeitig in den Privatwald reingekniet haben.“ Der Betrieb sei „organisch gewachsen“ und „relativ stabil aufgestellt“. Das auch deshalb, weil die Geschäftsführer darauf geachtet hätten, sich möglichst kreditunabhängig aufzustellen. Dass die Bäume für Forst-Service Raskop dennoch nicht in den Himmel wachsen, formuliert der 41-Jährige sehr klar: „Wir haben keine Wachstumschancen.“ 

Das Geld in der Region lassen
Rund 70 Prozent des gesamten Forstes in Rheinland-Pfalz sind Staats- beziehungsweise Körperschaftswald. Hinsichtlich der Frage seiner Bewirtschaftung hat sich nach Raskops Erfahrung in den zurückliegenden Jahren „elementar etwas gedreht“. „Der Wald wird weniger als Rohstoffquelle und Wirtschaftsfaktor gesehen denn als Klimastabilisator und Erfolgsfaktor.“
Eine Diskrepanz tut sich für den Unternehmer vor allem an einem Punkt auf: „Auf der einen Seite wird ressourcenschonendes, CO2-neutrales und nachhaltiges Bauen mit Holz gefordert und gefördert. Auf der anderen Seite nimmt man große für Pflanzung und Nutzung geeignete Waldflächen heraus, hält den Einschlag zurück. Das passt nicht zusammen.“

Ein möglicher Ausweg aus dem Dilemma fängt für Harald Raskop mit einem klaren Bekenntnis der Politik an. „Ein Bekenntnis zur Waldwirtschaft, die Zusage, den Wald auch als Rohstoffquelle nutzen zu wollen.“ Aus Mangel an Rohstoff werde schon heute Holz über weite Strecken transportiert. Eine Entwicklung, die für Raskop weder aus wirtschaftlicher noch aus ökologischer Sicht vertretbar ist. „Da wird die Chance vertan, dass das Geld in der Region bleibt und die Umwelt möglichst geschont wird. Deshalb: Lasst uns den Rohstoff nutzen, der vor Ort ist!“  

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