01.06.2013
„Lesen – Schreiben – Schenken“
Dieser Text ist vom 01.06.2013 und könnte inhaltlich veraltet sein.
In Daun steht der Name Werner seit 100 Jahren für Gedrucktes und viel mehr
Wer denkt, dass die Welt der Bücher und Schreibwaren im Internetzeitalter „out“ ist, liegt falsch. Es kommt nur darauf an, die gewandelten Bedürfnisse von Lesern und anderen Menschen zu kennen, dann kann der Handel mit Literatur, Papier, Bürobedarf, Karten und fantasievollen Geschenkartikeln auch nach 100 Jahren noch florieren. Das beweist das Familienunternehmen Werner, das bereits in der vierten Generation eine echte Institution in der Kreisstadt der Vulkaneifel ist. Seit 2011 führt Rita Willems die Geschicke des Traditionsbetriebs. Im Jahr 1913 gründeten Anton Minninger und Friedrich Werner die Firma als Buchdruckerei mit angeschlossener Papierwaren- und Buchhandlung. Enkelin Luise Werner war 1964 die erste Schriftsetzermeisterin in Rheinland-Pfalz. Noch 1980 wurde der Bereich Druck um eine moderne Offsetdruckerei mit Fotosatz erweitert, doch 2004 waren die Zeichen der Zeit klar: Die Zukunft liegt in anderen Segmenten.
KUNDENNÄHE IST TRUMPF
Die Druckerei wurde geschlossen – die Chance für einen Umbau der zweigeschossigen Geschäftsräume und mehr Platz für die Sortimente, die auch heute noch Erfolg versprechen. „Zum einen konnten wir den Bereich Bücher mehr als verdoppeln“, schildert die heutige Inhaberin die Veränderung, „zum anderen neue Produkte mit in unser Portfolio aufnehmen.“ Damit gemeint sind beispielsweise modische Taschen oder trendige Geschenkideen. Sie passen zum Gesamtkonzept „Lesen – Schreiben – Schenken“, das den Alltag ein Stück schöner macht und Kulturtechniken fördert, die auch im Computerzeitalter beliebt sind und nicht in Vergessenheit geraten. Spannende Schmöker als Abendlektüre, prachtvolle Bildbände, Briefe auf edlem Papier und geschrieben mit dem persönlichen Füllfederhalter oder liebevolle Grußkarten an Stelle einer schnellen SMS signalisieren eben nach wie vor, dass es auf mehr ankommt als auf ein paar Mausklicks. „Natürlich haben wir uns intensiv auf die modernen Medien eingelassen und haben auch einen eigenen Online-Shop“, sagt Rita Willems, „aber wir führen zum Beispiel immer noch Farbbänder, Quittungsblöcke, Formulare oder Vertragsvordrucke.“
Denn die Kunden wollen das, wie sie weiß. „Wir können mit den großen Internethändlern in unserer Branche doch nur konkurrieren, wenn wir ein Plus an Beratung, Eingehen auf individuelle Wünsche und Gespür für die Bedürfnisse einbringen.“ Nicht nur Giganten wie Amazon machen Buchhandlungen das Leben schwerer als noch vor Jahren, auch Franchiseketten, die mit Schul- und Büromaterial handeln, sind ernst zu nehmende Wettbewerber. Für Unternehmen wie Werner bedeutet das: Die Nähe zu den Kunden ist Trumpf. Das Buchsortiment beispielsweise kann deren Lesevorlieben widerspiegeln, weil das Team sich mit der Lektüre von Rezensionen oder Messebesuchen up to date hält und auch Anregungen der regionalen Bücherfans aufnimmt. Die überall gleichen Bestsellerstapel sind hier zu Gunsten einer passgenaueren Auswahl in den Hintergrund gerückt und die Mitarbeiter haben Gelegenheit, eigene Buchtipps besonders augenfällig zu platzieren. „Wir alle lesen selbst so viel wie möglich“, erzählt Rita Willems, „und was uns am Standort Daun besonders entgegen kommt, ist die lebendige Literaturszene hier in der Region mit ihren Autoren, kleinen Verlagen und auch dem Eifel Literaturfestival.“ Die Neugier auf Bücher ist in der Vulkaneifel ausgeprägt.
TOURISMUS EIN WICHTIGES STANDBEIN
Aber nicht nur die Einheimischen schätzen die persönliche Atmosphäre und Beratungskompetenz des Traditionsunternehmens. „Wir profitieren auch sehr vom Tourismus“, ist die Inhaberin froh über den Zustrom von Gästen. Die finden hier Ansichtskarten, Wanderkarten, Reiseführer, Eifelkochbücher, Krimis, Geschenke als Mitbringsel für die Daheimgebliebenen und vieles mehr. Hineingelockt in das Ladenlokal werden sie durch ein helles und farblich warmes Ambiente der Einrichtung, eine Lese-Ecke bietet Muße zum Probeblättern. Hauseigene Parkplätze und Barrierefreiheit dank eines Aufzugs machen das Einkaufen zusätzlich komfortabel. Bei Werner gehört zum Lese-, Schreib- und Schenkvergnügen mehr als „nur“ die gekonnte Präsentation eines abwechslungsreichen und originellen Sortiments, das auch dank der Empfehlungen eines recht innovativen Branchenverbands unter dem Motto „Alles.Besonders.Schön“ stets aktualisiert wird. Der Wettbewerb um eine immer mehr an den Online-Handel gewöhnte Klientel wird mit so etwas Fundamentalem wie Freundlichkeit gewonnen.
KUNDENNÄHE IST TRUMPF
Die Druckerei wurde geschlossen – die Chance für einen Umbau der zweigeschossigen Geschäftsräume und mehr Platz für die Sortimente, die auch heute noch Erfolg versprechen. „Zum einen konnten wir den Bereich Bücher mehr als verdoppeln“, schildert die heutige Inhaberin die Veränderung, „zum anderen neue Produkte mit in unser Portfolio aufnehmen.“ Damit gemeint sind beispielsweise modische Taschen oder trendige Geschenkideen. Sie passen zum Gesamtkonzept „Lesen – Schreiben – Schenken“, das den Alltag ein Stück schöner macht und Kulturtechniken fördert, die auch im Computerzeitalter beliebt sind und nicht in Vergessenheit geraten. Spannende Schmöker als Abendlektüre, prachtvolle Bildbände, Briefe auf edlem Papier und geschrieben mit dem persönlichen Füllfederhalter oder liebevolle Grußkarten an Stelle einer schnellen SMS signalisieren eben nach wie vor, dass es auf mehr ankommt als auf ein paar Mausklicks. „Natürlich haben wir uns intensiv auf die modernen Medien eingelassen und haben auch einen eigenen Online-Shop“, sagt Rita Willems, „aber wir führen zum Beispiel immer noch Farbbänder, Quittungsblöcke, Formulare oder Vertragsvordrucke.“
Denn die Kunden wollen das, wie sie weiß. „Wir können mit den großen Internethändlern in unserer Branche doch nur konkurrieren, wenn wir ein Plus an Beratung, Eingehen auf individuelle Wünsche und Gespür für die Bedürfnisse einbringen.“ Nicht nur Giganten wie Amazon machen Buchhandlungen das Leben schwerer als noch vor Jahren, auch Franchiseketten, die mit Schul- und Büromaterial handeln, sind ernst zu nehmende Wettbewerber. Für Unternehmen wie Werner bedeutet das: Die Nähe zu den Kunden ist Trumpf. Das Buchsortiment beispielsweise kann deren Lesevorlieben widerspiegeln, weil das Team sich mit der Lektüre von Rezensionen oder Messebesuchen up to date hält und auch Anregungen der regionalen Bücherfans aufnimmt. Die überall gleichen Bestsellerstapel sind hier zu Gunsten einer passgenaueren Auswahl in den Hintergrund gerückt und die Mitarbeiter haben Gelegenheit, eigene Buchtipps besonders augenfällig zu platzieren. „Wir alle lesen selbst so viel wie möglich“, erzählt Rita Willems, „und was uns am Standort Daun besonders entgegen kommt, ist die lebendige Literaturszene hier in der Region mit ihren Autoren, kleinen Verlagen und auch dem Eifel Literaturfestival.“ Die Neugier auf Bücher ist in der Vulkaneifel ausgeprägt.
TOURISMUS EIN WICHTIGES STANDBEIN
Aber nicht nur die Einheimischen schätzen die persönliche Atmosphäre und Beratungskompetenz des Traditionsunternehmens. „Wir profitieren auch sehr vom Tourismus“, ist die Inhaberin froh über den Zustrom von Gästen. Die finden hier Ansichtskarten, Wanderkarten, Reiseführer, Eifelkochbücher, Krimis, Geschenke als Mitbringsel für die Daheimgebliebenen und vieles mehr. Hineingelockt in das Ladenlokal werden sie durch ein helles und farblich warmes Ambiente der Einrichtung, eine Lese-Ecke bietet Muße zum Probeblättern. Hauseigene Parkplätze und Barrierefreiheit dank eines Aufzugs machen das Einkaufen zusätzlich komfortabel. Bei Werner gehört zum Lese-, Schreib- und Schenkvergnügen mehr als „nur“ die gekonnte Präsentation eines abwechslungsreichen und originellen Sortiments, das auch dank der Empfehlungen eines recht innovativen Branchenverbands unter dem Motto „Alles.Besonders.Schön“ stets aktualisiert wird. Der Wettbewerb um eine immer mehr an den Online-Handel gewöhnte Klientel wird mit so etwas Fundamentalem wie Freundlichkeit gewonnen.