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01.03.2026

„Nachfolge bedeutet auch Emotion und Wertschätzung“


Dieser Text ist vom 01.03.2026 und könnte inhaltlich veraltet sein.

Schneider Elektro GmbH setzt auf professionelle Begleitung des Übergangs

Das Unternehmen:SCHNEIDER ELEKTRO + BLITZSCHUTZ in Bekond (Kreis Trier-Saarburg) wurde 1970 von Karl Schneider gegründet und 1995 von dessen Sohn Stefan Schneider weitergeführt. Das Portfolio des Unternehmens mit mehr als 50 Mitarbeitern reicht von Elektrotechnik über Gebäudesystemtechnik bis zum Spezialgebiet Blitzschutz und Erdung.

Die Ausgangssituation: Stefan Schneiders Sohn Nicolas absolvierte nach dem Abitur eine Ausbildung zum Elektroniker Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik in Trier. „Für mich war es ein großes Ziel, mich selbständig zu machen und den Familienbetrieb zu übernehmen“, erzählt Nicolas (28). „Mir ist wichtig, mich fachlich genau auszukennen. Deshalb habe ich in Vollzeit den Elektrotechniker-Meister gemacht und wegen der Größe des Unternehmens auch den Betriebswirt.“
Im Rahmen seiner Abschlussarbeit entwickelte er das Ausbildungssystem „Schneider Academy“. Daraufhin zeichnete das Land Rheinland-Pfalz die Schneider Elektro GmbH als „Attraktiver Arbeitgeber“ aus.

Die Branche:
„Der Beruf bringt ein breites Spektrum an technischen Herausforderungen und stetige Neuerungen mit sich“, weiß Stefan Schneider (58). „Wir arbeiten viel für die öffentliche Hand, für Kommunen, aber auch für Elektrobetriebe und Industriekunden. In unserem zweiten Standbein Blitzschutz sind wir einer der Marktführer in der Region und darüber hinaus.“

Die Vorbereitung:
„Wir wollten die Unternehmensnachfolge professionell organisieren: steuerrechtlich
sozialversicherungsrechtlich, betriebswirtschaftlich und erbrechtlich“, zählt Nicolas Schneider auf. „Alle Seiten wurden einbezogen, so dass es insgesamt stimmig ablief.“ Die auf Nachfolgesituationen spezialisierte Trierer Beratungsgesellschaft MENTOR AG sowie Steuerberater Joshua Feldges und Josef Metzen von der RITTER & PARTNER mbB in Wittlich begleiteten die Nachfolge konzeptionell.

Die Herausforderung:„Schlecht gemachte Nachfolgen können zu finanziellen und persönlichen Krisen führen“, weiß Uwe Borgers, Vorstand der MENTOR AG. „Wenn zum Beispiel Eltern es sich zu einfach machen und nichts regeln. Eine Nachfolge muss für alle passen, bedeutet auch Emotion und Wertschätzung. Eine gut gemachte Nachfolge ist ein guter Kompromiss.“
Steuerberater Joshua Feldges ergänzt: „Es gibt unzählige Möglichkeiten der Übertragung. Individuelle Bedürfnisse der Beteiligten stehen im Vordergrund, denn es soll für alle gerecht ablaufen. Es ist immer besser, sich frühzeitig mit der Thematik zu beschäftigen, um noch gestalten und planen zu können.“

Die Übergabe:
Nicolas Schneider hat die Rolle des geschäftsführenden Alleingesellschafters übernommen. Stefan Schneider steht dem Unternehmen als zweiter Geschäftsführer sowie den Kunden und Lieferanten weiterhin als Ansprechpartner zur Verfügung: „Es macht mich stolz, diese Entwicklung miterleben zu dürfen.“ Sohn Nicolas ergänzt: „Unser gemeinsames Ziel ist es, weiterhin als verlässlicher Arbeitgeber vertrauensvoll mit unserem starken Team zusammenzuarbeiten.“

Die Nachfolge-Tipps:
„Wir können jedem Unternehmer, der vor einer Nachfolgeregelung steht, nur empfehlen, sich frühzeitig und umfassend beraten zu lassen und ein starkes Team aus Fachleuten an seiner Seite zu haben“, sagen Stefan und Nicolas Schneider. „Eine Unternehmensnachfolge braucht eine gute Vorbereitung und enge Zusammenarbeit. Nur so kann der Übergang erfolgreich und zukunftsorientiert gestaltet werden.“

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