01.05.2008
Nun blühen die Gartengestalter auf
Dieser Text ist vom 01.05.2008 und könnte inhaltlich veraltet sein.
Adolf Mock Garten- und Landschaftsbau GmbH: 50 Beschäftigte und rosige Zukunftsperspektiven
Wenn sich die nassen und kalten Wintertage endlich verabschieden und sich die erste Frühlingssonne zeigt, zieht es nicht nur Hobbygärtner nach draußen. Dann haben vor allem Gartengestalter und Landschaftsbauer Hochkonjunktur. „Ja, das stimmt. Unser Metier ist abhängig vom Wetter. Viele Erdarbeiten können bei Eis, Schnee und Dauerregen einfach nicht gemacht werden“, sagt Adolf Mock, Gründer der Mock Gartengestaltung und Landschaftsbau GmbH in Trier-Ehrang, wo das Unternehmen tief verwurzelt ist. Seit 15 Jahren gibt es zudem einen zweiten, eigenständigen Betrieb in Luxemburg. Insgesamt zählt Adolf Mock inzwischen 50 Beschäftigte und sagt nicht ohne Stolz: „Wir sind Marktführer in der Region.“ Doch genauso gibt es Aufträge aus Köln, München, Aachen, Zwickau, Leipzig oder Stuttgart. Derzeit sind jeden Tag 15 bis 20 Baustellen zu betreuen, die 30 Fahrzeuge des Fuhrparks – vom Bagger bis zum Kleintransporter – sind ständig im Einsatz.
Eine positive Entwicklung, von der Adolf Mock allenfalls geträumt haben mag. Denn die ersten Sporen verdiente sich der heute 65-Jährige noch im Betrieb seines Vaters, den der mit seinen vier Brüdern führte. 1972 machte der damals 28-Jährige sich selbstständig und arbeitete als „Ein-Mann-Betrieb“. Durchaus ein Wagnis, schließlich hatte er für Frau und drei kleine Kinder zu sorgen. Doch bereits 1973 hatte er so viel zu tun, dass er den ersten Mitarbeiter einstellen konnte. Der ist dem Unternehmen bis heute treu geblieben.
Firmengründer Adolf Mock (re)
freut sich über die
Mitarbeit seiner Kinder
Christine und Alexander
im Unternehmen.
EINE GROSSE FAMILIE
Seither sei das Unternehmen stetig gewachsen – personell und wirtschaftlich – und könne „gute Umsatzzuwächse“ verzeichnen. Mock: „Ich habe immer positiv in die Zukunft gesehen und mir tatsächlich nie Sorgen machen müssen. Richtige Einbußen gab es nie.“ Sicher, er habe das „Floraland“ im Industrie- und Gewerbegebiet Euren geschlossen, weil der Konkurrenzdruck zu groß wurde. Aber: „Das war keine Insolvenz.“
Aus Sicht von Adolf Mock basiert der Erfolg auf einer Team-Leistung. „Wir sind eine große Familie“, sagt er, viele Mitarbeiter seien Jahren mit dabei. Insgesamt sei die Mischung gut: erfahrene Mitarbeiter und gute Nachwuchskräfte. Besonders freut sich Adolf Mock, dass er sich nicht mehr „um alles kümmern muss“, denn zwei seiner drei Kinder arbeiten mit im Unternehmen. Sohn Alexander Mock als Gartenbautechniker und Tochter Christine Mock als „rechte Hand“ und Steuerfachfrau. „Ich bin einfach ein Zahlenmensch“, begründet sie, warum sie Bereiche wie kreative Gartengestaltung lieber anderen überlässt.
Adolf Mock knüpft die Kontakte zu wichtigen Auftraggebern, und vor allem eines ist Chefsache geblieben: Reklamationen bearbeiten. „Wo Menschen arbeiten, passieren Fehler. Aber wie man dann mit Kunden umgeht, daran entscheidet sich, wie gut ein Unternehmen ist.“ Gute Facharbeit leisten, auf die Kunden eingehen – darum gehe es in einem mittelständischen Betrieb. Und darum, immer zu schauen, was man noch verbessern kann. Mock: „Bei uns gibt es regelmäßig Teambesprechungen. Wir haben uns selber prüfen lassen, haben einem Unternehmensberater Einblick gewährt und wichtige Erkenntnisse gewonnen.“
VON DER TULPENZWIEBEL BIS ZUM PFLASTERSTEIN
Und was genau machen nun Gartengestalter und Landschaftsbauer? Bei der Mock GmbH ist das Spektrum groß und vielfältig. Ob nun die ältere Dame Tulpenzwiebeln gesetzt bekommen will, Rosen den richtigen Schnitt benötigen, das Blumenbeet nach fachmännischer Pflege dürstet, Wasser-Oasen und Teiche zum Verweilen im Garten einladen sollen oder das Pflaster in die Jahre gekommen ist – das Team rückt an. Mal wird aus einem englischen Rasen ein Steingarten, mal aus einer Blumenwiese eine Wasserlandschaft. Abgedeckt werden die Bereiche Gartenpflege, Baumschule, Neuanlagen, Umgestaltung und Pflege, denn selbst ein Paradies braucht die ordnende Hand, damit es nicht irgendwann zuwuchert. Und da gibt es natürlich die großen Projekte wie Dachbegrünungen renommierter Unternehmen. Ein aktuelles Referenzobjekt ist zum Beispiel das Rehazentrum auf dem Kirchberg in Luxemburg. Hat das Unternehmen im rein gärtnerischen Sektor angefangen, gibt es heute alles aus einer Hand, also vom Pflanzen bis zum Pflastern.
Ja, und da war natürlich die Landesgartenschau Trier 2005. Adolf Mock war nicht nur im Aufsichtsrat der Landesgartenschau GmbH, sondern maßgeblich daran beteiligt, sie überhaupt nach Trier zu bekommen. Als er kürzlich mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde, habe der frühere Oberbürgermeister der Stadt Trier, Helmut Schröer, ihm in einem Glückwunschschreiben nochmals ausdrücklich dafür gedankt. Mock: „Das hat mich sehr gefreut. Die Landesgartenschau war so etwas wie der Höhepunkt im gärtnerischen Leben. Ich habe da viel Herzblut reingesteckt.“ Die Schau sei eine Erfolgsstory gewesen, als „Sohn der Stadt“ freue ihn besonders, dass Trier „diese einmalige Chance genutzt hat“. Auch heute noch zieht es die Mock GmbH auf den Petrisberg, denn das Unternehmen ist weiterhin für die Pflege des Geländes zuständig und hat dafür zu sorgen, dass die Anlagen in einem Top-Zustand sind.
GRÜNER BERUF MIT ZUKUNFT
Auch ohne gärtnerisches Großereignis blickt Adolf Mock optimistisch nach vorne. Er weiß das Unternehmen dank seiner Kinder in guten Händen. Den Mitarbeitern traut er ebenfalls viel zu, kommen die meisten doch ohnehin aus den eigenen Reihen. Denn Ausbildung wird groß geschrieben. „Ich habe bisher 85 junge Menschen ausgebildet“, sagt er. Auch Mädchen kommen zum Zug.
Außerdem ist er überzeugt, dass es eine blühende Branche ist. Nicht zuletzt das wachsende Umweltbewusstsein der Menschen führe dazu, dass Stadtbegrünung immer mehr zum Thema werde. Auch Aktionen wie „Unser Dorf soll schöner werden“ seien wichtig. Gemeinden, Kommunen, Länder, Industrie und private Kunden schätzten immer mehr die Bedeutung der Natur.
Ein Blick auf die aktuellen Zahlen, die der Bundesverband Garten-, Landschaft- und Sportplatzbau e.V. ermittelt hat, bestätigt diese Einschätzung. 12 000 Betriebe gibt es in Deutschland in dem Sektor. Sie beschäftigen 87 000 Menschen und bieten 6 000 Ausbildungsplätze an. In der Umsatz-Statistik heißt es: „Der Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau entwickelte sich 2007 erneut erfreulich positiv. Der Gesamtumsatz der Branche lag 2007 bei rund 4,77 Milliarden Euro. Das bedeutet gegenüber 2006 eine Steigerung von 9,71 Prozent.“ Vor allem die positive Entwicklung der vergangenen Jahre bei der Auftragsvergabe im Privatgarten-Bereich habe sich fortgesetzt.
Und wer sich einmal den Internet-Auftritt der Mock GmbH anschaut, der verspürt tatsächlich Lust auf gärtnerische Veränderung. Dort heißt es: „Gartenkomposition ist eine Kunst, die seit der Antike blüht. Und wir leisten unseren Beitrag, dass sie weiter floriert und gedeiht.“ Aus gutem Grund, denn – so ist auf der Seite zu lesen – laut Philosoph Heraklit heißt es: „Die Natur liebt es, sich zu verbessern.“
Eine positive Entwicklung, von der Adolf Mock allenfalls geträumt haben mag. Denn die ersten Sporen verdiente sich der heute 65-Jährige noch im Betrieb seines Vaters, den der mit seinen vier Brüdern führte. 1972 machte der damals 28-Jährige sich selbstständig und arbeitete als „Ein-Mann-Betrieb“. Durchaus ein Wagnis, schließlich hatte er für Frau und drei kleine Kinder zu sorgen. Doch bereits 1973 hatte er so viel zu tun, dass er den ersten Mitarbeiter einstellen konnte. Der ist dem Unternehmen bis heute treu geblieben.
Firmengründer Adolf Mock (re)
freut sich über die
Mitarbeit seiner Kinder
Christine und Alexander
im Unternehmen.
Seither sei das Unternehmen stetig gewachsen – personell und wirtschaftlich – und könne „gute Umsatzzuwächse“ verzeichnen. Mock: „Ich habe immer positiv in die Zukunft gesehen und mir tatsächlich nie Sorgen machen müssen. Richtige Einbußen gab es nie.“ Sicher, er habe das „Floraland“ im Industrie- und Gewerbegebiet Euren geschlossen, weil der Konkurrenzdruck zu groß wurde. Aber: „Das war keine Insolvenz.“
Aus Sicht von Adolf Mock basiert der Erfolg auf einer Team-Leistung. „Wir sind eine große Familie“, sagt er, viele Mitarbeiter seien Jahren mit dabei. Insgesamt sei die Mischung gut: erfahrene Mitarbeiter und gute Nachwuchskräfte. Besonders freut sich Adolf Mock, dass er sich nicht mehr „um alles kümmern muss“, denn zwei seiner drei Kinder arbeiten mit im Unternehmen. Sohn Alexander Mock als Gartenbautechniker und Tochter Christine Mock als „rechte Hand“ und Steuerfachfrau. „Ich bin einfach ein Zahlenmensch“, begründet sie, warum sie Bereiche wie kreative Gartengestaltung lieber anderen überlässt.
Adolf Mock knüpft die Kontakte zu wichtigen Auftraggebern, und vor allem eines ist Chefsache geblieben: Reklamationen bearbeiten. „Wo Menschen arbeiten, passieren Fehler. Aber wie man dann mit Kunden umgeht, daran entscheidet sich, wie gut ein Unternehmen ist.“ Gute Facharbeit leisten, auf die Kunden eingehen – darum gehe es in einem mittelständischen Betrieb. Und darum, immer zu schauen, was man noch verbessern kann. Mock: „Bei uns gibt es regelmäßig Teambesprechungen. Wir haben uns selber prüfen lassen, haben einem Unternehmensberater Einblick gewährt und wichtige Erkenntnisse gewonnen.“
VON DER TULPENZWIEBEL BIS ZUM PFLASTERSTEIN
Und was genau machen nun Gartengestalter und Landschaftsbauer? Bei der Mock GmbH ist das Spektrum groß und vielfältig. Ob nun die ältere Dame Tulpenzwiebeln gesetzt bekommen will, Rosen den richtigen Schnitt benötigen, das Blumenbeet nach fachmännischer Pflege dürstet, Wasser-Oasen und Teiche zum Verweilen im Garten einladen sollen oder das Pflaster in die Jahre gekommen ist – das Team rückt an. Mal wird aus einem englischen Rasen ein Steingarten, mal aus einer Blumenwiese eine Wasserlandschaft. Abgedeckt werden die Bereiche Gartenpflege, Baumschule, Neuanlagen, Umgestaltung und Pflege, denn selbst ein Paradies braucht die ordnende Hand, damit es nicht irgendwann zuwuchert. Und da gibt es natürlich die großen Projekte wie Dachbegrünungen renommierter Unternehmen. Ein aktuelles Referenzobjekt ist zum Beispiel das Rehazentrum auf dem Kirchberg in Luxemburg. Hat das Unternehmen im rein gärtnerischen Sektor angefangen, gibt es heute alles aus einer Hand, also vom Pflanzen bis zum Pflastern.
Ja, und da war natürlich die Landesgartenschau Trier 2005. Adolf Mock war nicht nur im Aufsichtsrat der Landesgartenschau GmbH, sondern maßgeblich daran beteiligt, sie überhaupt nach Trier zu bekommen. Als er kürzlich mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde, habe der frühere Oberbürgermeister der Stadt Trier, Helmut Schröer, ihm in einem Glückwunschschreiben nochmals ausdrücklich dafür gedankt. Mock: „Das hat mich sehr gefreut. Die Landesgartenschau war so etwas wie der Höhepunkt im gärtnerischen Leben. Ich habe da viel Herzblut reingesteckt.“ Die Schau sei eine Erfolgsstory gewesen, als „Sohn der Stadt“ freue ihn besonders, dass Trier „diese einmalige Chance genutzt hat“. Auch heute noch zieht es die Mock GmbH auf den Petrisberg, denn das Unternehmen ist weiterhin für die Pflege des Geländes zuständig und hat dafür zu sorgen, dass die Anlagen in einem Top-Zustand sind.
Außerdem ist er überzeugt, dass es eine blühende Branche ist. Nicht zuletzt das wachsende Umweltbewusstsein der Menschen führe dazu, dass Stadtbegrünung immer mehr zum Thema werde. Auch Aktionen wie „Unser Dorf soll schöner werden“ seien wichtig. Gemeinden, Kommunen, Länder, Industrie und private Kunden schätzten immer mehr die Bedeutung der Natur.
Ein Blick auf die aktuellen Zahlen, die der Bundesverband Garten-, Landschaft- und Sportplatzbau e.V. ermittelt hat, bestätigt diese Einschätzung. 12 000 Betriebe gibt es in Deutschland in dem Sektor. Sie beschäftigen 87 000 Menschen und bieten 6 000 Ausbildungsplätze an. In der Umsatz-Statistik heißt es: „Der Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau entwickelte sich 2007 erneut erfreulich positiv. Der Gesamtumsatz der Branche lag 2007 bei rund 4,77 Milliarden Euro. Das bedeutet gegenüber 2006 eine Steigerung von 9,71 Prozent.“ Vor allem die positive Entwicklung der vergangenen Jahre bei der Auftragsvergabe im Privatgarten-Bereich habe sich fortgesetzt.
Und wer sich einmal den Internet-Auftritt der Mock GmbH anschaut, der verspürt tatsächlich Lust auf gärtnerische Veränderung. Dort heißt es: „Gartenkomposition ist eine Kunst, die seit der Antike blüht. Und wir leisten unseren Beitrag, dass sie weiter floriert und gedeiht.“ Aus gutem Grund, denn – so ist auf der Seite zu lesen – laut Philosoph Heraklit heißt es: „Die Natur liebt es, sich zu verbessern.“
Ingrid Fusenig