01.10.2007
Stuco setzt Firmen-Auftritte in Szene
Dieser Text ist vom 01.10.2007 und könnte inhaltlich veraltet sein.
Der Experte für Werbemittel aller Art: Die Stuco GmbH & Co. KG verbindet Tradition und Moderne
„Stuco, ist das nicht die Firma, die Karnevalsorden herstellt?“ Andreas und Christian Poth, Geschäftsführer der Stuco GmbH & Co. KG in Speicher, kennen diese Frage nur zu gut. Vor allem in der Region Trier verbinden viele Menschen mit dem Unternehmen den Produzenten von Faschings- und Karnevalsorden. Dabei machen die kleinen Kunstwerke, die das Ergebnis hochwertiger Handarbeit sind, allenfalls zehn Prozent des Umsatzes aus. Stuco – dahinter verbirgt sich ein modernes Unternehmen, das Kunsthandwerk und Hightech verbindet und bundesweit als der Experte schlechthin für Werbemittel gilt. Die Produktpalette reicht vom so genannten Streuartikel bis zum exklusiven Werbegeschenk – vom witzigen Aufkleber über hochwertige Textilien und Plüschtiere bis zum edlen Zapfhahnschild. Doch Stuco produziert diese Artikel nicht nur, sondern sieht sich als „Fullservice-Dienstleister“.
Geschäftsführer Christian Poth stört die Assoziation mit den Orden nicht, wenngleich sie ihn auch verwundern mag: Wenn schon, dann müsste jeder Deutsche – zumindest jeder halbwegs sportliche – ein anderes Stuco-Produkt kennen oder sogar sein eigen nennen: die Sieger- und Ehrenurkunden nämlich, die es bei den Sportfesten der Schulen gibt.
Gegründet 1882 in Haan (Düsseldorf) – zu einer Zeit, als Werbung im heutigen Sinne noch ein Fremdwort war – stellte die Firma in den Anfängen Gärtnerei-Artikel und die Ausstattung für Beerdigungen her. Ebenfalls gefertigt wurden künstliche Blumen und Christbäume, Siegerkränze, Siegerschleifen, später Medaillen für erfolgreiche Sportler. 1960 erfolgte der Umzug an den Standort Speicher, wo man bis heute die Fahnen hochhält. Christian Poth kennt sie alle, die Geschichten von früher. Schließlich war es sein Großvater, ein aktiver Turner, der in den 30-er Jahren eine Zeitmessanlage baute, die viele Läufer auf einmal im Zieleinlauf verkraftete. Eine Sensation. „Das war damals ein Durchbruch. Die Anlage wurde für Sportveranstaltungen kostenlos zur Verfügung gestellt und er gewann im Gegenzug einen Abnehmer für Medaillen. Mit dem Sport sind wir groß geworden, er begleitet uns auch in die Zukunft“, sagt der Geschäftsführer. Stuco hält nicht nur die Mehrheit der Anteile am Shop des Deutschen Turnerbundes (DTB), nein – alles, was mit Sport zu tun hat, zieht sich wie ein roter Faden durch die Firmenpolitik – bis heute. Brandaktuell die von Stuco ins Leben gerufene Aktion „ungedopt“: Im Zuge des Dopingskandals im Radsport hatte Stuco die Idee, gegenzusteuern. Die Kampagne soll die Sportler von morgen über die Problematik Doping im Sport aufklären. Ob auf Plakaten, Aufklebern oder T-Shirts aus dem Hause Stuco - „ungedopt“ wird nach außen getragen. Schöner Nebeneffekt für den Sport: Die Erträge fließen komplett in die Jugendsportförderung.
Mit solchen Aktionen und natürlich vor allem Produkten von hoher Qualität hat sich Stuco zu einem führenden Dienstleister und Hersteller im Sektor Werbemittel entwickelt.
Neben der Produktion gibt es die Abteilungen Konzeption, Design, Kreation, Produktentwicklung, Internationale Beschaffung, E-Shop-Management, Logistik, Lagerung (Firmen können ihre Artikel bei Stuco einlagern), Kommissionierung und Distribution. Christian Poth: „Wir bieten Jugendlichen eine Riesenchance. Bei uns geht es nicht darum, nur Papiere zu kopieren. Bei uns lernen die Auszubildenden das operative Geschäft kennen bis hin zum Einkauf in Fernost.“ Denn Stuco produziert am Standort Speicher, hat aber auch seit mehr als 15 Jahren Erfahrung in fernöstlichen Beschaffungsmärkten. „In Asien arbeiten wir natürlich mit festen Partnern zusammen, denen wir vertrauen. Produziert wird nach deutschem Standard. Selbstverständlich werden die Produkte wie zum Beispiel die Plüschtiere nach strengen Kriterien getestet. Einen Skandal können wir uns nicht leisten“, erzählt Christian Poth.
Und manchmal muss es eben ein Wankel-Motor sein, um ein Produkt perfekt in Szene zu setzen. Dann sind die Werkzeugbauer im Haus gefragt. Das topaktuelle Produkt zieht mit Sicherheit alle Blicke auf sich: Es ist ein beleuchteter Ring, in dem alles wie von Geisterhand gehalten frei im Raum schwebt. Was aussieht wie Magie, ist Resultat feinster Stuco-Tüftelei. Es ist ein imposantes Hightech-Gerät mit einem Magnetschwebe-Display, das sogar Flaschen tanzen lässt. Vieles ist eben möglich auf dem Markt der Marken.
Geschäftsführer Christian Poth stört die Assoziation mit den Orden nicht, wenngleich sie ihn auch verwundern mag: Wenn schon, dann müsste jeder Deutsche – zumindest jeder halbwegs sportliche – ein anderes Stuco-Produkt kennen oder sogar sein eigen nennen: die Sieger- und Ehrenurkunden nämlich, die es bei den Sportfesten der Schulen gibt.
ZWEI FAMILIEN, 125 JAHRE UND DIE FÜNFTE GENERATION
Wie auch immer: So flott sich das Unternehmen heute präsentiert, so wenig altbacken die Werbemittel sind, so sehr Innovationen auf dem „Markt der Marken“ Tür und Tor geöffnet sind, Stuco ist seit jeher auch der Tradition verhaftet. Man ist sich seiner Wurzeln bewusst und auch ein wenig stolz darauf, dass im September das 125-jährige Bestehen gefeiert werden konnte und das Familienunternehmen auch in der fünften Generation Bestand hat. Hinter Stuco stehen zwei Familien: einmal die Familie Balken, die nicht mehr operativ tätig ist, dann die Familie Poth, die den Generationswechsel vollzogen hat und mit Andreas und Christian Poth die Geschäftsführung stellt.Gegründet 1882 in Haan (Düsseldorf) – zu einer Zeit, als Werbung im heutigen Sinne noch ein Fremdwort war – stellte die Firma in den Anfängen Gärtnerei-Artikel und die Ausstattung für Beerdigungen her. Ebenfalls gefertigt wurden künstliche Blumen und Christbäume, Siegerkränze, Siegerschleifen, später Medaillen für erfolgreiche Sportler. 1960 erfolgte der Umzug an den Standort Speicher, wo man bis heute die Fahnen hochhält. Christian Poth kennt sie alle, die Geschichten von früher. Schließlich war es sein Großvater, ein aktiver Turner, der in den 30-er Jahren eine Zeitmessanlage baute, die viele Läufer auf einmal im Zieleinlauf verkraftete. Eine Sensation. „Das war damals ein Durchbruch. Die Anlage wurde für Sportveranstaltungen kostenlos zur Verfügung gestellt und er gewann im Gegenzug einen Abnehmer für Medaillen. Mit dem Sport sind wir groß geworden, er begleitet uns auch in die Zukunft“, sagt der Geschäftsführer. Stuco hält nicht nur die Mehrheit der Anteile am Shop des Deutschen Turnerbundes (DTB), nein – alles, was mit Sport zu tun hat, zieht sich wie ein roter Faden durch die Firmenpolitik – bis heute. Brandaktuell die von Stuco ins Leben gerufene Aktion „ungedopt“: Im Zuge des Dopingskandals im Radsport hatte Stuco die Idee, gegenzusteuern. Die Kampagne soll die Sportler von morgen über die Problematik Doping im Sport aufklären. Ob auf Plakaten, Aufklebern oder T-Shirts aus dem Hause Stuco - „ungedopt“ wird nach außen getragen. Schöner Nebeneffekt für den Sport: Die Erträge fließen komplett in die Jugendsportförderung.
Mit solchen Aktionen und natürlich vor allem Produkten von hoher Qualität hat sich Stuco zu einem führenden Dienstleister und Hersteller im Sektor Werbemittel entwickelt.
VIELE BERUFSFELDER IN EINEM UNTERNEHMEN
Mit 105 Vollbeschäftigten und 200 bis 300 Aushilfskräften – teilweise Heimarbeit – ist Stuco ein bedeutender Arbeitgeber. „Die Zahl variiert, weil wir ein saisonales Geschäft bedienen“, erklärt Christian Poth. Das Unternehmen ist in Einzelbereiche gegliedert mit jeweils einzelnen Verantwortlichkeiten. Zudem werden Mitarbeiter mit Hilfe von Prämien an Gewinnen beteiligt, was „Motivation und Selbstverantwortung förderlich ist“. Ausbildung wird groß geschrieben, momentan zählt Stuco zehn Auszubildende. „Der Anteil lag eigentlich immer bei zehn Prozent, das war schon meinem Großvater wichtig.“ Die Ausbildungsmöglichkeiten sind so vielfältig wie die Produktpalette, die Übernahmechancen gut. Schließlich braucht Stuco Arbeitskräfte in Branchen, die selten geworden sind. Da ist es von Vorteil, gleich selber für die Fachkräfte zu sorgen. Eine Führung durch das Unternehmen kommt einer Schulstunde gleich, die einen interessanten Streifzug durch die Welt des Handwerks ermöglicht. Christian Poth beschreibt das so: „Wir sind ein zusammengewürfelter Haufen von Handwerksbetrieben.“ Das Spektrum reicht vom Graveur über den Werkzeugbauer bis hin zum Drucker (Siebdruck, Tampondruck, Offsetdruck, Transferdruck) und Galvaniseur. Verarbeitet werden Papier, Metall, Kunststoff, Textil und Holz. Wer einmal erlebt hat, wie viel Liebe zum Detail in einem Karnevalsorden steckt, wie viele Pinselstriche und Arbeitsvorgänge nötig sind, bis er sein unverwechselbares „Gesicht“ hat, wird bestimmt keinen Orden mehr achtlos zur Seite legen.Neben der Produktion gibt es die Abteilungen Konzeption, Design, Kreation, Produktentwicklung, Internationale Beschaffung, E-Shop-Management, Logistik, Lagerung (Firmen können ihre Artikel bei Stuco einlagern), Kommissionierung und Distribution. Christian Poth: „Wir bieten Jugendlichen eine Riesenchance. Bei uns geht es nicht darum, nur Papiere zu kopieren. Bei uns lernen die Auszubildenden das operative Geschäft kennen bis hin zum Einkauf in Fernost.“ Denn Stuco produziert am Standort Speicher, hat aber auch seit mehr als 15 Jahren Erfahrung in fernöstlichen Beschaffungsmärkten. „In Asien arbeiten wir natürlich mit festen Partnern zusammen, denen wir vertrauen. Produziert wird nach deutschem Standard. Selbstverständlich werden die Produkte wie zum Beispiel die Plüschtiere nach strengen Kriterien getestet. Einen Skandal können wir uns nicht leisten“, erzählt Christian Poth.
STUCO ERFÜLLT INDIVIDUELLE KUNDENWÜNSCHE
Zurück zu den Auszubildenden: Auch bei der Kampagne „ungedopt“ haben sie mitgewirkt, zum Beispiel bei Konzeption und Gestaltung des Logos. Parallel dazu habe man im Internet informiert: Was ist Doping? Wo beginnt Doping? „Das war enorm viel Arbeit. Aber es kommt toll an“, sagt Christian Poth. Toll ankommen – das ist im Stuco-Kerngeschäft ein wichtiges Ziel. Schließlich geht es laut Firmen-Philosophie um die Marken der Kunden – und die „stehen für Qualität, Lebensgefühl und Image. Sie erzeugen Erwartung, Kauflust und Stolz. Deshalb sind Marken wertvoll. Man muss verantwortungsvoll damit umgehen. Wir machen ihre Marken fühlbar. Stuco produziert ihren Auftritt.“ Die Produkte, die diesen „Auftritt“ kreativ gestalten, sind individuell auf die Firmen zugeschnitten. Manchmal werden sogar ganze Kollektionen entworfen und gefertigt. Mit Komplettlösungen für die Getränkeindustrie ist Stuco zum Beispiel immer wieder in aller Munde. Oder wenn pünktlich zur Fußballweltmeisterschaft über eine Million Fahnen mit „Bitburger“-Aufdruck geliefert werden müssen. „Bitte ein Bit“ oder „Gerolsteiner“ - solche Schriftzüge machen sich gut auf Spiegeln, Schreibtafeln, Bildern, Gürteln, Jacken, T-Shirts oder Caps.
BLICKFANG SCHWERELOSIGKEIT
Ingrid Fusenig