Wer den Zeltinger Hof betritt, merkt schnell: Hier geht es nicht nur ums Ankommen, sondern ums Eintauchen in die Moselregion. Fachwerk von außen, warme Materialien und moderne Akzente im Inneren, dazu ein herzliches Willkommen der Gastgeber. „Unsere Gäste sollen sich von Anfang an wie zu Hause fühlen, den Familien-Spirit wahrnehmen und gleichzeitig spüren, was die Mosel ausmacht“, sagt Markus Reis. Genau dieses Gefühl zieht sich durch den gesamten Aufenthalt – vom ersten Moment bis zur Abreise.
Familie als Fundament
Der Zeltinger Hof in Zeltingen-Rachtig ist ein gewachsener Familienbetrieb. 1967 starteten Reis’ Eltern mit einer Metzgerei, später kamen Gastronomie und schließlich der Hotelbetrieb hinzu. Heute führt Markus Reis das Haus gemeinsam mit seiner Tochter Corinna. Seit 2019 ist sie im Betrieb aktiv und bringt neue Ideen ein – vom kreativen Umgang mit der Corona-Zeit bis hin zu Zukunftsplänen wie einem großen Wellnessbereich. „Viele Dinge hätten wir so heute nicht, wenn wir nicht als Familie gemeinsam daran arbeiten würden“, sagt Markus Reis.
Die Mosel ist hier nicht nur Kulisse, sondern Erlebnis. „Der Wein ist bei uns nicht nur auf der Karte, sondern Teil des gesamten Konzepts“, erklärt Corinna Reis. Ziel ist es, die Region greifbar zu machen.
Gasthaus des Rieslings
Nicht nur in den Zimmern, sondern besonders im Restaurant wird dieses Konzept sichtbar: Rund 160 offene Weine stehen gut sortiert im Regal – zum Ansehen, Vergleichen und Auswählen. Eine ungewöhnliche Form, die Neugier weckt und Lust macht, Neues auszuprobieren. Die Idee entstand in einer Phase, in der es für den Betrieb nicht immer einfach lief. Markus Reis wollte dem Haus eine klare Identität geben und entwickelte daraus die Marke „Gasthaus des Rieslings“. „Wir wollten ein Gasthaus sein, in dem man sich willkommen fühlt – und da es hier schon immer guten Wein auf der Karte gab, auch der Gedanke vom ‚Gasthaus des Rieslings‘“, erklärt er.
Diese Haltung zeigt sich auch draußen. Gäste fahren mit dem Bulli durch die Weinberge, sind auf der Mosel unterwegs oder entdecken die Landschaft bei Wander- und Walkingtouren. Oft sind die Winzer selbst dabei, erzählen aus ihrem Alltag und erklären ihre Weine direkt vor Ort. „Wenn man gemeinsam durch die Weinberge fährt oder auf der Mosel unterwegs ist, entsteht eine ganz andere Verbindung“, sagt Markus Reis. Genau diese persönlichen Momente bleiben in Erinnerung und sorgen dafür, dass Gäste wiederkommen. „Das zeigt uns, dass das Konzept funktioniert.“
Verantwortung für die Region
Für die Familie Reis ist klar: Wein und Tourismus prägen die Region. „Ohne den Wein wäre die Mosel nur ein Tal – er gibt der Region ihre Identität“, sagt Corinna Reis. „Tourismus hält die Orte lebendig – davon profitieren am Ende alle“, ergänzt Markus Reis.
Trotz aller Weiterentwicklung bleibt einer der wichtigsten Antriebe die Leidenschaft. Gastgeber sein ist für Markus Reis kein Beruf im klassischen Sinne: „Wein, gutes Essen, Gastgeber sein – das gehört für mich alles zusammen.“