IHK Trier


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  • 01.04.2009

    Westumfahrung Trier ohne Alternative!

    Standpunkt von IHK-Präsident Peter Adrian

  • Ansprechpartner
    Foto: Wilfried Ebel
    Standortpolitik

    Wilfried Ebel

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    Fax: (06 51) 97 77-5 05
    ebel@trier.ihk.de


Dieser Text ist vom 01.04.2009 und könnte inhaltlich veraltet sein.
Adrian 2008Der A 1-Lückenschluss und der Hochmoselübergang machen baulich große Fortschritte. Nur die West- und Nordumfahrung Trier kommen nicht voran. Daran ist die Stadt Trier nicht unbeteiligt. Die vom Stadtrat 2007 angestoßene Machbarkeitsstudie, mit der die Alternativen eines Moselaufstiegs aus städtischer Sicht in Verlängerung der Konrad-Adenauer-Brücke geprüft werden sollte, liegt seit Ende November letzten Jahres vor. Stadtverwaltung und Stadtratsfraktionen halten die Studie aber unter Verschluss und sind offensichtlich nicht gewillt, die Ergebnisse vor der Kommunalwahl zu veröffentlichen. Stattdessen entsteht der Eindruck, dass durch weitere Gespräche mit Experten mehr Zeit gewonnen werden soll. In Anbetracht der Dringlichkeit des Projektes für die gesamte Region eine unnötige und unverständliche Verzögerung.

Die Ergebnisse der Studie sind eine klare Bestätigung der ursprünglichen Planfeststellungsvariante zwischen Igel und Zewen. Eine weitere Trassenvariante über die Konrad-Adenauer-Brücke, die aus rein städtischer Sicht favorisiert, aber von ihr nicht zu bezahlen sein wird, ist der ursprünglichen Planung jedoch unterlegen. Selbst aus der engen Trierer Sicht heraus bietet die verbliebene Alternativtrasse keine klar erkennbaren Vorteile. Die zu erwartende Entlastung der Stadtstraßen fällt nicht höher aus als bei der Planfeststellungsvariante und die Trasse ist aufgrund der Streckenführung im schwierigen Gelände mit hoher Steigung und teils engen Kurven vor allem für den (über-)regionalen (Lkw-)Verkehr weniger attraktiv.

Die Planfeststellungsvariante, die von den Gutachtern selbst als aus regionaler Sicht beste Lösung für die (über-)regionalen Verkehre bezeichnet wird, schneidet in dieser Hinsicht deutlich besser ab. Sie bietet zudem eine deutlich bessere Anbindung des Saartales, die ebenso wie die Anbindung des Gewerbegebietes Trier-Euren-Zewen-Monaise ein wesentliches Ziel der Westumfahrung Trier ist. Ein direkter Zugang zum Autobahnnetz würde nicht nur die verkehrliche Erreichbarkeit der Stadt Trier verbessern, sondern auch dem dortigen Wirtschaftsraum neue Entwicklungsperspektiven eröffnen und den Trierer Talraum vom Ziel- und Quellverkehr in und aus Richtung Konz und Saarburg entlasten.

Im Gutachten sind etliche weitere Aspekte aufgeführt, die für ein Festhalten an der Planfeststellungsvariante sprechen, darunter auch die beachtlichen Folgen der städtischen Trassenalternative für die bebaute und unbebaute Umwelt, die nach Ansicht der IHK Trier in der Bewertung eher unterschätzt werden. Die Kosten der städtischen Variante liegen mit 48 Millionen Euro nur leicht unterhalb der mit 49 Millionen Euro veranschlagten Planfeststellungsvariante, die dafür auch noch eine weitere Moselbrücke bringen wird. Da der Bund sich an der städtischen Trassenalternative aufgrund der deutlich eingeschränkten Eignung für den überregionalen Verkehr nicht beteiligen wird, spricht auch dieser Punkt eindeutig für die ursprüngliche Westumfahrung Trier.

Der Moselaufstieg als Westumfahrung Trier zwischen Igel und Zewen ist also die einzig realistische Variante, die es in Kombination mit der Nordumfahrung Trier baldmöglichst zu realisieren gilt. Die hierzu benötigte Einstufung beider Projekte in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans kann jedoch nur gelingen, wenn endlich der viel zitierte regionale Schulterschluss klappt. Der Trierer Stadtrat ist daher dringend dazu aufgerufen, sich mit einem klaren Votum für die Planfeststellungsvariante auszusprechen.

Mobilität ist Zukunft! – Ohne ein klares Bekenntnis der Stadt für die West- und Nordumfahrung Trier werden die wirtschaftlichen Entwicklungspotenziale von Stadt und Region leichtfertig aufs Spiel gesetzt.

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