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IHK Trier


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Motiv: Die Konjunkturkurve für die Region Trier geht nach oben. (Foto: ensch media )
(Foto: ensch media )
  • 20.10.2021

    Regionales Konjunkturklima erreicht Vorkrisenniveau

  • Foto: Dr. Matthias Schmitt
    Standortpolitik

    Dr. Matthias Schmitt

    Tel.: (06 51) 97 77-9 01
    Fax: (06 51) 97 77-5 05
    schmitt@trier.ihk.de

Die regionale Wirtschaft hat sich im Laufe des Sommers positiv entwickelt – trotz weiterhin bestehender Belastungen für eine Reihe von Unternehmen wegen der Corona-Pandemie, der Flutkatastrophe sowie steigender Energie- und Rohstoffpreise, berichtet die Industrie- und Handelskammer (IHK) Trier. Gemessen am IHK-Konjunkturklimaindikator bewegt sie sich aktuell wieder auf Vorkrisenniveau. Der Indikator ist deutlich von 109 Punkten im Frühjahr auf aktuell 121 Zähler gestiegen, was dem langjährigen Durchschnitt entspricht (Dienstleistungen 133, Industrie 122, Handel 108). Im Frühjahr 2020 notierte er mit einem Wert von 82 noch tief im roten Bereich. An der IHK-Konjunkturumfrage im Herbst 2021 haben sich 158 regionale Unternehmen mit rund 24.000 Beschäftigten beteiligt.

„Trotz mancher Negativmeldung aus der globalen Wirtschaft haben die regionalen Unternehmen die Trendwende offenbar vollzogen. Die Rückmeldungen zur aktuellen Geschäftslage und den mittelfristigen Geschäftserwartungen sind per Saldo positiv. Im Handel und im Dienstleistungssektor läuft es jetzt wieder deutlich besser als noch im Frühjahr“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Jan Glockauer.

Laut IHK-Umfrage berichten 45 Prozent der Unternehmen von guten, 44 Prozent von befriedigenden und nur 11 Prozent von schlechten Geschäften. Aufgehellt haben sich auch die Erwartungen für die kommenden 12 Monate: 22 Prozent der Unternehmen sind optimistisch gestimmt, 13 Prozent skeptisch. Im Frühjahr hatten sich die Anteile von Optimisten und Pessimisten noch die Waage gehalten.

Viele Betriebe wollen investieren
„Was uns besonders zuversichtlich stimmt ist der Umstand, dass die regionalen Betriebe in den kommenden 12 Monaten branchenübergreifend planen, zusätzliches Personal einzustellen und mehr zu investieren, insbesondere auch in Kapazitätserweiterungen. Das tut nur, wer an den Aufschwung glaubt“, sagt IHK-Chefvolkswirt Matthias Schmitt.

Die regionalen Industrieunternehmen melden Verbesserungen bei einer Reihe wichtiger Konjunkturindikatoren. Sehr zufrieden mit ihrer derzeitigen Geschäftslage sind die Vorleistungs- und Investitionsgüterhersteller sowie das Baugewerbe. Diese Branchen verzeichneten in den vergangenen 12 Monaten auch Umsatzzuwächse. Besonders investitionsfreudig präsentieren sich dabei die Vorleistungsgüterproduzenten.

„Trotz etlicher Probleme in der globalen Wirtschaft melden die heimischen Industriebetriebe uns ausgezeichnete Zahlen. Die Kapazitätsauslastung wächst dynamisch und die Auftragseingänge aus dem In- und Ausland haben über den Sommer weiter zugelegt, so dass die Betriebe nun auf einem dicken Auftragspolster sitzen. Auch die Exportaussichten haben sich weiter verbessert“, sagt Schmitt.

Die IHK weist aber auch auf eine Reihe von Risiken für die regionale Konjunktur in den kommenden 12 Monaten hin: „Die hohen Rohstoff- und Energiepreise sowie Unterbrechungen der Lieferketten belasten unsere Unternehmen zunehmend und auch dringend benötigte Fachkräfte sind kaum noch zu finden“, erklärt Glockauer. Jeweils 70 Prozent der Betriebe nennen laut IHK diese Faktoren als Risiken für die eigene Geschäftstätigkeit und damit weitaus mehr als noch in den Vorumfragen. Aber auch die Entwicklung der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen (42 Prozent) und der Arbeitskosten (37 Prozent) bereitet den Unternehmen zunehmend Sorgen. Für rund die Hälfte der Befragten stellt die Corona-Pandemie weiterhin einen Risikofaktor dar; vor einem Jahr waren es noch mehr als 70 Prozent.

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